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Die Geldmarie

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Dividenden bei ATX-Aktien 2010


Dividendenkaiser im ATX

Aktien kauft man ja bekanntlichermaßen nicht (nur) wegen der Dividende. Mögliche Kursgewinne sind da wohl schon ein größerer Anreiz für Aktionäre.

Und doch sollte die (historische und aktuelle) Ausschüttung an die Aktionäre bzw. die Geschäftsentwicklung eines Unternehmens eine Kaufentscheidung maßgeblich beeinflussen.

Gerade in Sachen Dividende bietet die Wiener Börse einige interessante Wertpapiere - insbesondere, da derzeit das Zinsniveau absolut im Keller ist. Und im ATX gibt es derzeit noch immer viele Wertpapiere, deren Dividendenrendite für 2009 höher ist als bei Anleihen oder Kapitalsparbüchern. Vertraut man also in die Kontinuität der Dividendenausschüttung von soliden Unternehmen, könnte man aktuell auf Einkaufstour gehen.

Dividendenrendite im ATX

Die durchschnittliche Dividendenrendite im ATX liegt derzeit ca. bei 3%. Nur 4 bis 5 Unternehmen werden für das abgelaufene Geschäftsjahr überhaupt keine Dividende ausschütten:

Zumtobel, RHI, Palfinger und Intercell sind hier schon fix - bei Wienerberger weiß man in 2 Wochen schon mehr (keine Ausschüttung würde aber nicht überraschen). Die meisten anderen Aktiengesellschaften belassen die Dividende für das abgelaufene Geschäftsjahr gleich bzw. reduzieren diese nur leicht.

Bwin schüttet erstmals eine kleine Dividende aus (50 Cent pro Aktie werden erwartet), der Verbund erhöht sogar seine Ausschüttung - und macht damit wohl seinem Haupteigentümer (der Republik Österreich) ein Geschenk in harten Zeiten.

Eine besonders hohe Dividendenrendite kann man sich demnach derzeit bei staatsnahen Unternehmen erhoffen: Der Flughafen Wien könnte z.B. 2 Euro je Anteil ausschütten (wären ca. 5-6% Dividendenrendite), die Post schüttet 1,50 Euro aus (ca. 7%), die Telekom Austria 0,75 Cent pro Anteil (ca. 7,5%) und der Verbund immerhin noch 1,25 Euro (ca. 4%).

Auch wenn diese Unternehmen als "Blue Chips" eingestuft werden können - teilweise verdienen sie diese Dividenden derzeit gar nicht einmal! Die Telekom und die Post sind hier die Paradebeispiele. Aufgrund der Bedeutung der Dividende für den maroden Staatshaushalt sehen solche Unternehmen zwar in Sachen Dividendenrendite gut aus - die hohen Ausschüttungen belasten aber auf Dauer die Substanz des Unternehmens.

Da das Budget Österreichs aber auch die nächsten Jahre Dividendeneinnahmen via ÖIAG benötigt, wird wohl noch einige Zeit an diesen Ausschüttungen festgehalten (soweit diese betriebswirtschaftlich vertretbar sind).

Langfristig könnte diese Ausschüttungen aber negativ für die Unternehmen sein - teilweise wurde die Einschätzung der Unternehmen ohnehin schon im Aktienkurs (Telekom, Post) vorweggenommen.

Die aktuelle Dividendenrendite ist also nicht alles beim Aktienkauf - sehr wohl sollte man hinterfragen, warum die Aktie so günstig zu erwerben ist. Ein Blick auf die aktuellen Geschäftszahlen sowie die Eigentümerstruktur kann hier wertvolle Hinweise liefern.

In Bezug auf die aktuelle Dividendenrendite sowie die langfristige Sicherheit des Unternehmens für die Geldmarie interessante Titeln: EVN (ca. 3%), Flughafen Wien (ca. 6%), OMV (ca. 4%) und Verbund (ca. 4%).

Ad hoc-Meldung - März 2010
Zuletzt verändert: 23. 08. 2012, 15h00