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Die Geldmarie

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Schweinegrippe - finanzielle Auswirkungen


Pandemie und/oder Panikmache?

Erst ein paar Jahre sind vergangen, da hielten die Medien weltweit alle Menschen in Atem: Vogelgrippe und SARS gingen wochenlang in Balkenlettern auf die Titelseiten. Die heimischen Hendln wurden eingesperrt, jeder tote Vogel war plötzlich verdächtig, Fernreisen wurden gemieden und in ein paar Wochen war der Spuk auch schon wieder zu Ende. Todesfälle blieben in Österreich gänzlich aus - und auch aus der befürchteten Pandemie wurde (zum Glück) nichts - einige hundert Todesfälle weltweit wurden jedoch regisitriert.

Nun kommen böse Neuigkeiten aus Mexiko sowie den USA: Die Schweinegrippe ist auf dem Weg in die weite Welt. In Europa zieren heute (27.4.09) die "Qualitätszeitungen" schon "tolle" Schlagzeilen und malen düstere Szenarien an die Wand. Die Spanische Grippe (1918-1920) mit 25 bis 50 Millionen Toten weltweit (damals noch keine genauen Aufzeichnungen), die Asiatische Grippe (1957) ca. 1 Million Tote oder auch die Hongkong-Grippe (700.000 Tote) werden immer wieder zitiert.

Die Seriösität derartiger Schlagzeilen darf massiv bezweifelt werden. Der Schaden ist schon entstanden und wird in den nächsten Tagen massiv größer werden: Allerorts werden nun weltweit (und natürlich auch in Europa) plötzlich Menschen in den Medien auftauchen, die an der Schweinegrippe erkrankt sind. In ca. 1 Monat wird die Sache dann wieder ruhiger werden.

Nein - hier schreibt kein Mediziner und auch kein Hellseher. Einzig eine in Sachen Mediehype bereits erprobte Geldmarie.

Man sollte derartige Viren keinesfalls unterschätzen - die Welt ist sehr klein geworden und ein kräftiger Virus rafft pausenlos (man nehme die "klassische" Grippe) Menschen dahin. Doch wer sich in solchen Sachen kundig machen will, ist wohl eher bei offiziellen Stellen (z.B. Link unten zum Bundesministerium für Gesundheit) besser bedient bzw. gut informiert.

Fest steht: Außer den dicken Schlagzeilen, die vielleicht etwas Kleingeld für die Printmedien einbringt, wird es auch diesmal fast nur Verlierer geben. Und gerade der ohnehin sehr angespannte Finanzbereich braucht derartige Nachrichten derzeit genauso wie die Pest (und das war auch eine mehrfach auftretende und wirklich grausliche Pandemie).

In den nächsten Tagen wird jedenfalls wieder kräftig an Schlagzeilen gebastelt - und einige Berufsgruppen werden massiv darunter leiden: Reiseveranstalter, Fluglinien, Bauern (auch wenn der Genuss von Schweinefleisch angeblich nicht schadet), Fleischhauer etc. werden eine kräftige Konjunkturdelle einstecken müssen. In Zeiten, in denen deren Berufsleben ohnehin nicht gerade von Rekordgewinnen geprägt ist.

Normalerweise gibt es bei solchen Geschichten immer einen Gewinner: Die Pharmaindustrie. Doch die wird bei der aktuellen Schweinegrippe-Geschichte eher nicht reich werden - denn Impfstoff gibt es bisweilen nur für Schweine. Doch ein paar bereits vorhandene Grippemitteln mehr werden schon über den Ladentisch gehen. Aber vielleicht kann man ja in ein paar Jahren einen solchen anbieten und eine deftige Nachfolgeepidemie inszenieren...

Leichte Zugewinne gibt es möglicherweise aber in Kürze beim Hausarzt Ihrer Wahl: Hypochonder mit Grippesymptomen werden die heimischen Praxen füllen. Und besonders labile Menschen könnten seltsamen Menschen Glauben schenken, wenn diese die Finanzkrise als Vorbote des Weltunterganges sehen - welcher nun mit der Schweinegrippe sicherlich ante portas steht. Und auch in Sachen Internetwerbung (siehe auch die Werbungen auf dieser Seite) wird wohl wieder kräftig ein paar Wochen investiert. Und Spam via Mail in Sachen Apotheken wird nun auch wieder ein bisschen mehr auf unsere Mailboxen zukommen. Weniger Viagra, mehr Grippe.

Möge der Zynismus bzw. die Ironie diesbezüglich angebracht sein. Wie dem auch sei - die paar Milliarden, die das kostet, merkt ohnehin derzeit niemand...

Geldmarie-Linktipps:

Ad hoc-Meldung - April 2009
Zuletzt verändert: 22. 08. 2012, 14h18