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Urlaub in CresEine Kurzreise nach Kroatien (Version 2011)Nein - nicht um das schöne Wetter sowie detailgenaue Reiseschilderungen und Erlebnisse einer Reise soll es hier gehen - die würden Sie ja ohnehin langweilen. Bei der Geldmarie dreht es sich naturgemäß um Geld: Diesbezüglich eine kleine Nachbetrachtung der Geldmarie-Reise nach Cres (oder "auf Cres" - ist schließlich ja eine Insel mit der Hauptstadt Cres). Vielleicht ja eine Orientierungshilfe für Ihren nächsten Kroatien-Urlaub. Via Auto nach CresNach Cres sind es von Wien aus etwas über 500 Kilometer. Beachten Sie, dass die Fähren auf die Insel in der Vorsaison nicht so oft verkehren. Demnach sollten Sie Ihre Reisegeschwindigkeit auch nach dem Fährplan kalkulieren - tun Sie das nicht, könnten längere Wartezeiten auf Sie zukommen. Via A2 ist man rasch in Slowenien - und sollte spätestens an der ehemaligen Grenze gleich eine kurze Pause einlegen: Zum Kauf der Vignette für die slowenische Autobahn. Auch bei der Autobahnraststätte Gralla (Shell) erhält man Vignetten. Diese ersetzen die ehemaligen Mautstellen - an denen man dieser Tage die Vignette kontrolliert. Gleich bei der ersten Mautstelle nach der Grenze werden die Vignetten auch tatsächlich in Augenschein genommen! Hier finden Sie Detailinfos zur: Autobahnvignette Slowenien. Vignetten erhält man übrigens auch in Kompaß-Shops im Grenzbereich sowie bei den Autofahrerclubs. Die Straßen in Slowenien sind längst auf europäischem Niveau - leider sind diese zumeist nur zweispurig ausgebaut (bei Steigungen fahren LKW oft am "Pannenstreifen"). Auch die Raststätten können sich sehen lassen und der Benzinpreis lädt zum Tanken ein - 2011 konnte man (im Vergleich zu Österreichs Autobahntankstellen) ca. 20 Cent pro Liter (egal ob Diesel oder Benzin) einsparen. Maribor (Marburg) wird mittlerweile auch umfahren und vorbei an Ljubljana (Laibach) geht es dann (zumeist zweispurig) bis zur Autobahnabfahrt in Postojna. Dann gibt es den einzige größeren Reiseabschnitt abseits der Autobahn: Auf einer netten Bundesstraße (die sich kurvig durch einige Dörfer schlängelt) fährt man dann Richtung kroatischer Grenze. Auch eine Route über Zagreb (mehr Autobahn, dafür aber schneller) wäre übrigens eine Alternative. Reisepass hergezeigt und noch ein paar Spuren längst vergangener Zeiten (Zöllner von ex-kommunistischen Ländern haben immer noch Ausdruck) inhaliert - sehr lange wird es hier wohl keine Grenzkontrollen mehr geben. Noch ein paar Autobahnkilometer um wohlfeile 7 Kuna (Stand 2011, Achtung: Autobahnmaut Kroatien - Kroatische Kuna sind hier schon gefragt) und dann vor Rijeka Richtung Opatja (ausgesprochen hübsche Stadt mit sehr viel Monarchie-Vergangenheit) abzweigen. Noch einige Kilometer die Küstenstrasse entlang fahren und dann folgt auf der linken Seite die Abfahrt zur Fähre in Brestova. Ein Ticket für die Übersetzung nach Porozina (Hafen auf Cres) kostet übrigens derzeit (2011) 141 Kuna (ca. 20 Euro) - vorausgesetzt, Sie fahren einen PKW mit 2 erwachsenen Insassen plus 2 Kindern. Dann noch ca. 30 Kilometer auf -größtenteils engen- Strassen nach Cres. Hotels in und auf CresUnterkünfte gibt es auf Cres genug - zumindest außerhalb der Hauptsaison bzw. in Zeiten, wo in Italien kein langes Wochenende gefeiert wird. Interessanterweise dominierten diesmal die Österreicher die Touristenlandschaft. Gefolgt von Italienern und Deutschen. Das ändert sich aber in der Hauptsaison dann doch gewaltig. Sehr viele Anbieter gibt es im Bereich der Privatunterkünfte - Hotels sind schon etwas seltener. Mein "Stammhotel" finden Sie unten bei den Linktipps: Günstig, nett, flexibel - aber leider mit eher kleineren Zimmern. In der Hauptsaison löhnt man dann schon einmal bis zu 60 Euro pro Person. Bezahlt wird übrigens immer in Kuna - auch wenn Euro akzeptiert (und konvertiert) werden. Preis pro (erwachsener) Person in den Vorsaison: 33 Euro (mit durchschnittlichem Frühstück). Vollpension wird mit einiger Sicherheit eher langweilig - da sollten Sie lieber die brauchbare Gastronomie auf der Insel etwas leben lassen. Der (kostenpflichtige) Meerblick seitens "Hotel Kimen" ist übrigens vernachlässigbar - es "stören" sehr viele hübsche hohe Bäume und Exoten (Palmen) das Sichtfeld. Für Camping, Wohnwagen, Wohnmobil & Co. ist Cres (wie ganz Kroatien) übrigens absolut zu empfehlen - traditionell ist man hier (noch aus Zeiten, in denen man sich Jugoslawien nannte) auf viele Camper vorbereitet. Zu früh in der Saison sollte man als Camper allerdings nicht kommen. Währung KunaIn Kroatien gibt es den Kroatischen Kuna. Die Untereinheit der Kuna sind die Lipa. Am einfachsten rechnet man (wenn auch nicht exakt), wenn man den Betrag in Kuna durch die Zahl Sieben dividiert. Euro werden teilweise akzeptiert - der Wechselkurs ist aber in solchen Fällen nicht immer sehr entgegenkommend - zahlen Sie also in Landeswährung! Der Wechselkurs lag 2011 zwischen ca. 7,16 (Bankomat) bzw. 7,25 (Hotel). Beachten Sie beim Wechseln auf Kuna (egal wo) jedenfalls etwaige hohe Spesen. Die kroatischen Kuna sind seit vielen Jahren ziemlich stabil - was man auch über das Preisniveau auf Cres behaupten kann. Wenn Sie Bargeld am Bankomat abheben, sollten Sie dies nicht in zu kleinen Einheiten tun - es gibt Mindestspesen. Ein Richtwert: Für eine Abhebung von 1.600 Kuna wurden 3,50 Euro an Spesen verrechnet. Mit Kreditkarten sollten Sie im Ausland nur im Notfall abheben! Preise auf CresIn vielen Statistiken wird die Kaufkraft des Euro in Kroatien mit 120-135 Prozent über dem heimischen Niveau (Österreich) angegeben. Das trifft in manchen Fällen sicher zu - aber nicht in den besten Touristenlagen und feineren Lokalen. Dort werden Sie kaum einen Unterschied zu Österreich merken. Superbenzin (95 Oktan) kostete 9,97 Kuna pro Liter, Diesel 9,42 Kuna (also ähnlich wie bei uns) - Zigaretten sind ein wenig günstiger (in Slowenien gibt es übrigens noch paradiesischere Preise für heimische Raucher). Einige Preisbeispiele in der Gastronomie
Auf Cres gibt es noch einige kleine Lebensmittelgeschäfte, deren Preise durchaus nicht unverschämt sind. Aber auch im Supermarkt (z.B. Konzum in Cres oder auf der Nachbarinsel Losinj) ist fast alles erhältlich - und darüber hinaus auch noch einige kroatische Spezialitäten. Wer gerne Fisch isst, ist in vielen Lokalen gut versorgt - wobei nie ganz sicher ist, ob das Meeresgetier nicht aus der Tiefkühltruhe (und z.B. aus Norwegen) kommt. In Summe kann ich die 25-35% Preisvorteil nicht ganz nachvollziehen - mag aber sein, dass in anderen (nicht so touristischen Gegenden) die Preise in der Gastronomie sowie der Hotelerie günstiger sind. 10 bis 20% sollen es aber schon sein. Was sehr erwähnenswert ist: Die Freundlichkeit des Personals. Ist man selbst normal und freundlich, so wird man schon bald merken (besonders ein wenig abseits der "Touristenfallen"), dass man hier wirklich willkommen ist. Auch wenn man natürlich zahlender Gast ist;-) Tipps für den Cres-UrlaubBesuchen Sie unbedingt die Altstadt (plus den Hafen) von Cres - ab Abend ist dieser besonders reizvoll. Selbiges kann man auch von Valun (einigen vielleicht noch bekannt von "Der Sonne entgegen" mit Erwin Steinhauer) sagen: Ein malerisches Dorf mit (künstlichem) Steinstrand. Vielen Seglern gut bekannt - auch sehr nette Lokale vor Ort. Auch Mali Losinj und Veli Losinj (wobei entgegen des Namens Mali Losinj größer ist) sollte man unbedingt gesehen haben - 45 Minuten von der Stadt Cres via Auto erreichbar ist die Nachbarinsel (durch eine Landbrücke in Osor getrennt) eine Reise wert. Via Mali Losinj (oder auch Cres) lassen sich auch nette Bootsausflüge zu bewohnten Nachbarinseln von Cres bzw. Losinj buchen. Wer es besonders günstig haben will, nimmt das Linienschiff: Um 13 Kuna (keine 2 Euro) pro erwachsener Person gab es eine 2011 eine 4-stündige Rundfahrt zu den Inseln Susak und Unije - allerdings leider ohne Landaufenthalt. Wer einen tollen Strand sucht, findet einen via Fußmarsch von Lubenice aus (ca. 500 Höhenmeter) - 1,5 Stunden pro Weg sollten Sie für diesen Strand aber schon einplanen. Oder Sie sind faul und mieten sich ein Boot. Die Strände sind zumeist stark mit Felsen bedeckt - natürliche Sandstrände wird man in ganz Kroatien nur selten finden. Dafür ist aber das Meer wesentlich schöner als in Italien (wo es wieder jede Menge Sand gibt). Vorsicht: Viele Seeigeln! Badeschuhe machen Sinn. Und für Ausflüge ins Gebüsch: Auch hier gibt es Zecken! Gemütlich Baden kann man zumeist erst ab Mai - und bis in den September hinein. Da muss aber auch das Wetter mitspielen - die Vegetation auf Cres ist der heimischen Flachlandvegetation nur die eine oder andere Woche voraus - auch wenn in Cres auch Palmen locker und leicht überwintern können. Mitte bis Ende Mai (wenn schon warm) und Anfang Juni sind meine persönlichen Tipps für eine Reise nach Cres - noch nicht überlaufen und ein passendes Preisniveau für die Unterkunft. Für Sportler (Wandern, Rad etc.) bieten sich auch die Monate März, April, Oktober oder November durchaus an: Günstig und ruhig. Viel mehr Infos über die netten Inseln Cres und Losinj finden Sie unten bei den Linktipps. Geldmarie-Linktipps: Ad hoc-Meldung - April 2009Zuletzt verändert: 25. 04. 2011, 22h37
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