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Urlaub in Cres


Eine Kurzreise nach Kroatien

Nein - nicht um das schöne Wetter sowie detailgenaue Reiseschilderungen und Erlebnisse einer Reise soll es hier gehen - die würden Sie ja ohnehin langweilen. Bei der Geldmarie dreht es sich naturgemäß um Geld: Diesbezüglich eine kleine Nachbetrachtung der Geldmarie-Reise nach Cres (oder "auf Cres" - ist schließlich ja eine Insel mit der Hauptstadt Cres). Vielleicht ja eine Orientierungshilfe für Ihren nächsten Kroatien-Urlaub.

Via Auto nach Cres

Nach Cres sind es von Wien aus etwas über 500 Kilometer. Beachten Sie, dass die Fähren auf die Insel in der Vorsaison nicht so oft verkehren. Demnach sollten Sie Ihre Reisegeschwindigkeit auch nach dem Fährplan kalkulieren - tun Sie das nicht, könnten längere Wartezeiten auf Sie zukommen.

Via A2 ist man rasch in Slowenien - und sollte an der ehemaligen Grenze gleich eine kurze Pause einlegen: Zum Kauf der Vignette für die slowenische Autobahn. Diese ersetzt die ehemaligen Mautstellen - an denen man dieser Tage die Vignette kontrolliert. Gleich bei der ersten Mautstelle nach der Grenze werden die Vignetten auch tatsächlich in Augenschein genommen! 2008 gab es leider nur eine teure Halbjahresvignette (35 Euro) - nunmehr gibt es auch "günstigere" (noch immer teuer!) Monats- und 7-Tages-Vignetten. Hier finden Sie Infos zur: Autobahnvignette Slowenien.

Vignetten erhält man übrigens auch in Kompaß-Shops im Grenzbereich, auf Tankstellen im Grenzbereich (auch in Österreich) sowie bei manchen Autofahrerclubs.

Die Straßen in Slowenien sind längst auf europäischem Niveau - auch die Raststätten können sich sehen lassen. Der Benzinpreis ist derzeit gleichfalls auf dem Niveau von Österreichs Tankstellen (war im Vorjahr in Zeiten der hohen Ölpreise im Verhältnis noch wesentlich günstiger).

Am Rande von Maribor (Marburg) und vorbei an Ljubljana (Laibach) geht es dann (zumeist zweispurig) bis zur Autobahnabfahrt in Postojna. Dann gibt es den einzige größeren Reiseabschnitt abseits der Autobahn: Auf einer netten Bundesstraße (die sich kurvig durch einige Dörfer schlängelt) fährt man dann Richtung kroatischer Grenze.

Reisepass hergezeigt und noch ein paar Spuren längst vergangener Zeiten (Zöllner von ex-kommunistischen Ländern haben immer noch Ausdruck) inhaliert - sehr lange wird es hier wohl keine Grenzkontrollen mehr geben.

Noch ein paar Autobahnkilometer (Achtung: Autobahnmaut Kroatien - Kroatische Kuna sind hier schon gefragt - auch wenn es nur ein paar Kuna sind) und dann vor Rijeka Richtung Opatja (ausgesprochen hübsche Stadt mit sehr viel Monarchie-Vergangenheit) abzweigen. Noch einige Kilometer die Küstenstrasse entlang fahren und dann folgt auf der linken Seite die Abfahrt zur Fähre in Brestova.

Ein Ticket für die Übersetzung nach Porozina (Hafen auf Cres) kostet übrigens derzeit 141 Kuna (ca. 20 Euro) - vorausgesetzt, Sie fahren einen PKW mit 2 erwachsenen Insassen plus 2 Kindern.

Dann noch ca. 25 Kilometer auf -größtenteils engen- Strassen nach Cres.

Hotels in und auf Cres

Unterkünfte gibt es auf Cres genug - zumindest außerhalb der Hauptsaison bzw. in Zeiten, wo in Italien kein langes Wochenende gefeiert wird. Interessanterweise dominierten diesmal die Österreicher die Touristenlandschaft. Gefolgt von Italienern und Deutschen. Das ändert sich aber in der Hauptsaison dann doch gewaltig.

Sehr viele Anbieter gibt es im Bereich der Privatunterkünfte - Hotels sind schon etwas seltener. Mein "Stammhotel" finden Sie unten bei den Linktipps: Günstig, nett, flexibel - aber leider mit eher kleineren Zimmern. In der Hauptsaison löhnt man dann schon einmal bis zu 50 Euro pro Person.

Preis pro (erwachsener) Person in den Vorsaison: 28 Euro (mit durchschnittlichem Frühstück). Vollpension wird mit einiger Sicherheit eher langweilig - da sollten Sie lieber die Gastronomie auf der Insel etwas leben lassen.

Der (kostenpflichtige) Meerblick seitens "Hotel Kimen" ist übrigens vernachlässigbar - es "stören" sehr viele hübsche hohe Bäume und Exoten das Sichtfeld.

Für Camping, Wohnwagen, Wohnmobil & Co. ist Cres (wie ganz Kroatien) übrigens absolut zu empfehlen - traditionell ist man hier (noch aus Zeiten, in denen man sich Jugoslawien nannte) auf viele Camper vorbereitet.

Währung Kuna

In Kroatien gibt es den Kroatischen Kuna. Die Untereinheit der Kuna sind die Lipa. Am einfachsten rechnet man (wenn auch nicht exakt), wenn man den Betrag in Kuna durch die Zahl Sieben dividiert. Euro werden teilweise akzeptiert - der Wechselkurs ist aber in solchen Fällen nicht immer sehr entgegenkommend - zahlen Sie also in Landeswährung!

Der Wechselkurs liegt derzeit zwischen ca. 7,275 (Bankomat) bzw. 7,424 (Hotel). Beachten Sie beim Wechseln auf Kuna (egal wo) jedenfalls etwaige hohe Spesen. Die kroatischen Kuna sind seit vielen Jahren ziemlich stabil - was man auch über das Preisniveau auf Cres behaupten kann.

Wenn Sie Bargeld am Bankomat abheben, sollten Sie dies nicht in zu kleinen Einheiten tun - es gibt Mindestspesen. Ein Richtwert: Für eine Abhebung von 2.000 Kuna wurden 3,88 Euro an Spesen verrechnet. Mit Kreditkarten sollten Sie im Ausland nur im Notfall abheben!

Preise auf Cres

In vielen Statistiken wird die Kaufkraft des Euro in Kroatien mit 135 Prozent über dem heimischen Niveau (Österreich) angegeben. Das trifft in manchen Fällen sicher zu - aber nicht in den besten Touristenlagen und feineren Lokalen. Dort werden Sie kaum einen Unterschied zu Österreich merken.

Superbenzin (95 Oktan) kostete 7,07 Kuna pro Liter (also ähnlich wie bei uns) - Zigaretten sind ein wenig günstiger (in Slowenien gibt es noch paradiesischere Preise für heimische Raucher).

Einige Preisbeispiele in der Gastronomie

  • Großes Bier: 16 Kuna
  • Fanta kleine Flasche: 14 Kuna
  • Mineralwasser 0,5 Liter: 12 Kuna
  • Schweinskotlett mit Beilagen: 50 Kuna
  • Spaghetti mit Miesmuscheln: 55 Kuna
  • Portion Pommes Frites: 15 Kuna
  • Schokoladepalatschinken: 15 Kuna

Auf Cres gibt es noch einige kleine Lebensmittelgeschäfte, deren Preise durchaus nicht unverschämt sind. Aber auch im Supermarkt (z.B. Konzum in Cres oder auf der Nachbarinsel Losinj) ist fast alles erhältlich - und darüber hinaus auch noch einige kroatische Spezialitäten. Wer gerne Fisch isst, ist in vielen Lokalen gut versorgt - wobei nie ganz sicher ist, ob das Meeresgetier nicht aus der Tiefkühltruhe (und z.B. aus Norwegen) kommt.

In Summe kann ich die 35% Preisvorteil nicht ganz nachvollziehen - mag aber sein, dass in anderen (nicht so touristischen Gegenden) die Preise in der Gastronomie sowie der Hotelerie günstiger sind. 10 bis 15% sollen es aber schon sein.

Was sehr erwähnenswert ist: Die Freundlichkeit des Personals. Ist man selbst nicht arrogant, so wird man schon bald merken (besonders ein wenig abseits der "Touristenfallen", dass man hier wirklich willkommen ist. Auch wenn man natürlich zahlender Gast ist;-)

Tipps für den Cres-Urlaub

Besuchen Sie unbedingt die Altstadt (plus den Hafen) von Cres - ab Abend ist dieser besonders reizvoll. Selbiges kann man auch von Valun (einigen vielleicht noch bekannt von "Der Sonne entgegen - mit Erwin Steinhauer) sagen: Ein malerisches Dorf mit (künstlichem) Steinstrand. Vielen Seglern gut bekannt - auch sehr nette Lokale vor Ort.

Auch Mali Losinj und Veli Losinj (wobei entgegen des Namens Mali Losinj größer ist) sollte man unbedingt gesehen haben - 45 Minuten von der Stadt Cres via Auto erreichbar ist die Nachbarinsel (durch eine Landbrücke in Osor getrennt) eine Reise wert.

Wer einen tollen Strand sucht, findet einen via Fußmarsch von Lubenice aus (ca. 500 Höhenmeter) - 1,5 Stunden pro Weg sollten Sie für diesen Strand aber schon einplanen. Oder Sie sind faul und mieten sich ein Boot. Die Strände sind zumeist stark mit Felsen bedeckt - natürliche Sandstrände wird man in ganz Kroatien nicht finden. Dafür ist aber das Meer wesentlich schöner als in Italien (wo es wieder jede Menge Sand gibt). Vorsicht: Viele Seeigeln! Badeschuhe machen Sinn. Und für Ausflüge ins Gebüsch: Auch hier gibt es Zecken!

Baden kann man zumeist erst ab Mai - und bis in den September hinein. Da muss aber auch das Wetter mitspielen - heuer war z.B. die Vegetation auf Cres ganz ähnlich fortgeschritten, wie in Wien - dürfte also auf Cres ein eher kälterer und regenreicher Frühling gewesen sein.

Mitte Mai (wenn schon warm) und Anfang Juni sind meine persönlichen Tipps für eine Reise nach Cres - noch nicht überlaufen und ein passendes Preisniveau für die Unterkunft. Für Sportler (Wandern, Rad etc.) bieten sich auch die Monate März, April, Oktober oder November durchaus an: Günstig und ruhig.

Viel mehr Infos über die netten Inseln Cres und Losinj finden Sie unten bei den Linktipps.

Geldmarie-Linktipps:

Ad hoc-Meldung - April 2009
Zuletzt verändert: 09. 07. 2010, 12h00