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Die Geldmarie

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Autobahngebühren Italien


Autobahnmaut in Italien - teure Wege führen nach Rom...

Italien-Kenner wissen: Schon seit vielen Jahren ist auf den italienischen Autobahnen Maut zu entrichten. Und zwar via Mautstellen, die sich auf ca. 80 gebührenpflichtige Streckenabschnitte verteilen. Ein Umfahren dieser Autobahnen ist (insbesondere bei Reisen in den Süden Italiens oder auch in die Toskana) kaum möglich bzw. ob der großen Umwege auch eher nicht zu empfehlen.

Bezahlung Autobahnmaut Italien

Zumeist gibt es auf Italiens Autostradas ein sogenanntes "geschlossenes System": Sie fahren auf eine Autobahn auf, entnehmen an der Mautstelle ein Ticket und bezahlen dieses dann in Bar (neben Kassieren aus Fleisch und Blut gibt es auch immer häufiger Automaten) beim Verlassen bzw. am Ende der Autobahn. Demnach sollten Sie das Ticket nicht verlieren - ansonsten droht eine Strafgebühr. Eine Autobahnvignette für Italien gibt es nicht.

Auch mit gängigen Kreditkarten bzw. der Wertkarte "VIACARD" (bei heimischen Autofahrerclubs bzw. an Mautstellen oder Raststätten im Wert von 25 oder 50 Euro erhältlich) kann man bezahlen. Bei der Verwendung der Viacard aber darauf achten, dass Sie noch genug Guthaben auf der Karte haben bzw. eine weitere Karte griffbereit ist!

Der Vorteil der Viacard: Sie sind bargeldlos in der Viacard-Spur oft schneller durch. Sollte dann aber noch Restguthaben auf der Karte verbleiben, ist das Retournieren eher mühsam.

Das System "Telepass" steht leider nur Italienern (mit Konto in Italien) zur Verfügung - diese Spuren bei den Mautstellen sollten Sie also nicht verwenden.

Für ca. 100 auf der Autobahn gefahrene Kilometer sind grob um 10 Euro zu bezahlen - so kostete die Strecke von Tarvis (Tarviso) bis Latisana (Abfahrt zu den "Hausmeisterstränden" von Lignano oder Bibione) 2014 ca. 11 Euro, 2017 zahlten wir für Tarvis-Venedig rund 17 Euro.

2016 fuhren wir über die Schweiz kommend (Route: Como, Mailand, vor Parma, La Spezia, Livorno) nach Cecina und zahlten rund 45 Euro Maut, bei der Rückfahrt über Florenz (via FiPiLi, keine Maut), Bolognia, Padova, Udine und Tarvis waren dann ca. 41 Euro zu zahlen. Ganz schön feist: Darum kann man sich in Österreich schon eine Jahresvignette kaufen...

Auf gemessenen 430 Autobahnkilometer waren da z.B. 36,90 Euro fällig - also ca. 8,5 Cent/Kilometer - es gibt aber auch (kürzere) Strecken, wo man 15 Cent für den Kilometer zahlt, also nicht wundern!

Auch gibt es Strecken, die ein "offene System" haben: Hier zahlen Sie schon bei der Einfahrt in das offene System einen Pauschalbetrag. Wenn Sie dann aber wieder in ein "geschlossenes System" wechseln: Unbedingt wieder ein Ticket entnehmen!

Tanken in Italien

Ob der in Italien extrem hohen Spritpreise ist Tanken in "Bella Italia" schon ziemlich unschön geworden, 30 bis 50 Cent zahlt man in Italien für den Liter Benzin und Diesel mehr als in Österreich. Wer in Österreich noch volltankt, kann hier zumindest ein paar Euro sparen. Tanken auf Autobahntankstellen sollten Sie auch in Italien (wie auch in Österreich) womöglich vermeiden - die Preise sind dort ebenfalls deutlich höher als neben der Autostrada, weitere 20 bis 40 Cent können das schon sein...

Dazu kommt auch noch, dass Tanken mit Bedienung auf Italiens Autobahnen noch ein Stückchen teurer wird: Meiden Sie also möglichst (wenn Sie den Tankvorgang alleine erledigen können, was ja nicht zu schwer sein sollte) die Tanksäulen, welche via "Con servizio" zu erreichen sind.

Geldmarie-Fazit

Aufgrund der langjährigen Erfahrungen mit der Autobahnmaut in Italien gibt es bei den Mautstellen normalerweise kaum Wartezeiten - auch wenn man mit Bargeld bezahlt. Nur an sehr starken Reisentagen können diese Mautstellen auch mit ein Auslöser von gefürchteten Megastaus sein.

Fährt man mit dem PKW weit hinunter in den Süden Italiens, kommt das ziemlich teuer. Denn bekanntlicherweise ist Italien ja ein "langer Stiefel", den man auf beiden Seiten bereisen kann.

Autofahrer werden in Italien mit Benzinpreis und Autobahngebühr ziemlich geschröpft - eine Vignette würde das Reisen wohl einfacher machen, aber den Italienern wohl auch viel Arbeitsplätze kosten, wiewohl die Automaten an den Mautstellen ohnehin Jahr für Jahr mehr werden...

Tempolimits Italien

  • Ortschaft: 50 km/h
  • Landstrasse: 90 km/h
  • Schnellstrasse: 110 km/h
  • Autobahn: 130 km/h

Führerscheinneulinge (Gruppe B, 3 Jahre lang) haben übrigens eigene Tempolimits: Autobahn 100 km/h, Schnellstrasse 90 km/h. Vielleicht sogar für Österreich eine Überlegung wert...

Gerast wird in Italien übrigens zumeist nicht mehr oder weniger als in Österreich. Je tiefer man in den Süden Italiens reist, desto ungestümer wird jedoch das Fahrverhalten der lokalen Bevölkerung. Südlich eben.

Die Mitnahme einer grüne Versicherungskarte wird übrigens von den Autofahrerclubs nach wie vor empfohlen! Auf Autobahnen, Landstrassen und autobahnähnlichen Straßen besteht Lichtpflicht. Warnwesten für alle Insassen sollten Sie ebenso wie ein Warndreieck mitführen.

Beachten Sie auch das Fahrverbot bei "zona traffico limitato" - hier wird gerne mit Kameras gearbeitet und doppelt gestraft (1x Einfahrt, 1x Ausfahrt). Nehmen Sie in sochen Fällen unbedingt Kontakt mit den italienischen Behörden auf - im Regelfall reicht es dann, die zugestellte Strafe nur 1x zu bezahlen.

Die Promillegrenze liegt bei 0,5 Promille, Telefonieren nur mit Fernsprecheinrichtung, auch "Section-Control" (ähnlich wie in Österreich) ist vorhanden.

Achtung: Das Fahren mit Winterreifen bzw. Ganzjahresreifen im Sommer wird in Italien schwer bestraft!

Viel Spass und schönen Urlaub in Bella Italia!

Geldmarie-Linktipp:

Zuletzt verändert: 17. 10. 2018, 11h01