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Die Geldmarie

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Zahlungsmittel im Urlaub


Urlaub: Euros umtauschen oder Plastic-Money?

Auch wenn in wirtschaftlich schweren Zeiten die Urlaubskaravanen ein wenig dünner ausfallen und auch die Fernreisen massiv eingeschränkt werden - noch immer leisten sich viele Menschen einen Urlaub in der Ferne.

Und wieder einmal stellt sich die Frage: Wieviel Geld soll ich umwechseln bzw. welche Zahlungsmittel soll ich mit auf die Reise nehmen?

Auch die Geldmarie hat hier kein Patentrezept parat - denn zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen in den Zieldestinationen.

Fast überall gilt: Der Mix aus Bargeld, Bankomatkarte (Maestro-Karte) und Kreditkarte(n) bewährt sich zumeist.

Urlaub in der Eurozone

Hier müssen sich die Einwohner des Euroraumes am wenigsten Sorgen machen: Die heimische Währung gilt sowieso auch in vielen beliebten Urlaubsländern: Bei einer Reise nach Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland oder Griechenland muss man nicht viel nachdenken - man hat die gleichen Voraussetzungen, als würde man in Österreich urlauben.

Mit etwas Bargeld (nie zuviel abheben - Diebstahlsrisiko minimieren), der Bankomatkarte sowie (für den Notfall bzw. für größere Rechnungen wie Hotel oder Leihwagen) kommt man da locker durch und muss sich auch nicht um lästige Spesen kümmern. Auch wenn man es gerne vergisst: An dieser Stelle ein kleines "Hoch dem Euro".

Europa außerhalb der Eurozone

Wenn Sie Valuten (ausländisches Bargeld) benötigen (was in vielen Fällen schon für etwaige Gebühren bzw. kleine Einkäufe vor der Ankunft brauchbar ist), können Sie fast alle Währungen in heimischen Banken umwechseln. Achten Sie bei exotischen Währungen aber darauf, dass die Bank diese auch führt. Seit der Euro-Einführung haben die Banken nur noch sehr kleine Bestände in den Tresoren - größere Mengen sollte man rechtzeitig bestellen lassen.

Die Wechselspesen sind leider unverschämt teuer geworden: Zwischen 1,5% bis 5% vom Gesamtbetrag verlangen die meisten heimischen Geldinstitute. Die meisten Banken verlangen auch eine Mindestgebühr, die zumeist zwischen 3 und 5 Euro liegt. Das macht bei 100 Euro schon einiges aus - Sie sollten also im Idealfall nur 1x in Bar auf Fremdwährung wechseln.

Vereinzelt verlangen Banken für Stammkunden oder Topkunden gar keine Wechselspesen. Auch gibt es wenige rühmliche Ausnahmen, welche überhaupt keine Spesen verrechnen: Das Bankhaus Schelhammer & Schattera (2x in Wien) sei hier lobend erwähnt. Hier ist allerdings auch die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs etwas höher.

Eine mögliche Alternative, die sich insbesondere für den An- und Verkauf von kleineren Fremdwährungsbeträgen eignet: JOJ Money - die "Valuten-Restgeldbörse". Siehe Linktipp.

Auch bei ausländischen Wechselstuben bzw. auf Flughäfen, Bahnhöfen etc. kann man oft eine böse Überraschung bei den Wechselkursen wie auch den Spesen erleben - die Geldmarie ist da selbst noch eher konservativ und wechselt einen Grundbetrag (ca. 200 Euro) in Österreich.

Bankomatbehebungen im Euroraum sind kostenlos (abgesehen von der individuellen Kontoführungsgebühr). Geldbehebungen außerhalb der Eurozone sowie Einkäufe außerhalb des Euroraumes sind jedoch mit Spesen verbunden. Es ist ratsam, hier eher größere Beträge (ab 100 Euro Gegenwert) zu beheben.

Noch etwas teurer kommen hier Behebungen mit Kreditkarten - diese sollten Sie bei Möglichkeit (auch im Inland) unterlassen. Wer eine Kreditkarte hat, sollte auch eine Bankomatkarte kriegen können. Demnach primär die Bankomatkarte verwenden - nur im Notfall z.B. Karte defekt) die Kreditkarte verwenden.

Für Nicht-Kreditkarten-Inhaber bzw. Reisende ohne Bankomatkarte empfiehlt sich auch die Mitnahme von Prepaid-Karten. Diese haben die gleichen Funktionen wie eine Bankomat- bzw. Kreditkarte - allerdings gibt es hier auch zusätzliche Spesen in der Höhe von ca. 1% bis 1,5% des aufgeladenen Betrages.

Bei allen Karten empfiehlt die Geldmarie den seltenen Gebrauch - also nicht pausenlos den Gegenwert von 30 Euro abheben - es gibt auch oft fixe Transaktionsgebühren.

Für Fernreisende bzw. Abenteurer, die es in ziemlich automatenarme Gegenden verschlägt, gibt es noch immer die Möglichkeit, sich mit Reiseschecks einzudecken. Diese sollten Sie aber rechtzeitig bestellen - kaum eine Bank hat dieser Tage mehr Reiseschecks auf Lager, auch werden mittlerweile Reiseschecks nur noch sehr selten angenommen.

Sollten Sie übrigens im Urlaub die Kredit- oder Bankomatkarte verlieren: Unbedingt rasch sperren lassen und eine Verlustanzeige vor Ort veranlassen. Wenn Sie im Urlaubsdomizil dann ganz und gar ohne Cash dastehen, kann Ihnen Ihre Bank bzw. ein Verwandter oder netter Bekannter noch immer Geld in eine lokale Bank überweisen. Auch die Post hat hier einige Möglichkeiten.

So Sie im Ausland plötzlich ganz ohne Geld dastehen und keine Karten mehr funktionieren (z.B. weil diese gestohlen wurden...), so ist ein (leider ziemlich teurer) Bargeldtransfer mit Western Union sicher eine passende Möglichkeit.

Geldmarie-Linktipp:

Zuletzt verändert: 06. 11. 2018, 12h24