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Die Geldmarie

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Stellenabbau bei Ebay Deutschland


Harte Zeiten für das Auktionshaus Ebay

Die Geldmarie ist ein großer Fan von Onlineauktionen. Und war auch ein großer Fan von Ebay - entsprechende Tipps für einen erfolgreichen Handel auf Ebay & Co. finden Sie im Bereich Spartipps.

Es kommt nämlich nicht von ungefähr, dass man jetzt in Deutschland 400 von 1.000 Stellen streichen muss (davon sollen ca. 100 nach Irland ausgelagert werden).

Erfolgsweg verlassen

Das Hauptproblem von Ebay dürfte wohl in einer falschen Strategie gelegen sein: Man wollte den gewerblich Händlermarkt im Internet beherrschen. Das dürfte wohl einigermaßen gelungen sein - der Preis war aber ein hoher: Die privaten Verkäufer kamen nicht mehr auf ihre Kosten und zogen sich in Folge auch als Käufer zurück. Gewerbliche Verkäufer mit Billigware aus China überschwemmten den Marktplatz - Kunden finden sich immer weniger.

Auch wenn das Angebot vielleicht größer geworden ist (aufgrund der vielen gewerblichen Anbieter): Die Transaktionen nehmen wohl ab, die Preise verfallen. Ebay ist aber nach wie vor ein sehr interessanter Käufermarkt.

Eine Folge der Verkäuferschwemme: Die Auktionen wurden immer weniger. Da so mancher gewerblicher Anbieter bei einer Auktion nicht genug erlösen konnte, stiegen die Festpreisangebote stark an - und Ebay verlor den Reiz der Auktion.

Während die Internetgrößen Amazon und Google den großen Vorsprung auf die Konkurrenz durch laufende (und kundenfreundliche) kleine Adaptierungen eher noch ausbauen konnten, hat sich Ebay von seinen Kunden der ersten Stunde entfernt:

Pausenlose Änderungen im Portal haben das Publikum verwirrt. Der Internetnutzer schätzt (wie im richtigen Leben) Dinge, die sich nicht ständig verändern. Ein paar Anpassungen hätten hier genügt - Ebay hat es eindeutig übertrieben.

Auch mit dem aufdringlichen Forcieren des Bezahlsystems "Paypal" (gehört Ebay) verärgerte man viele User (u.a. auch die Geldmarie). In Europa wird eben gerne mit Überweisung bezahlt - in Eurowährung kostenlos...

Auch mit dem Online-Telefonie-Anbieter Skype hat man bis jetzt noch wenig Freude gehabt - Ebay möchte diesen dieser Tage auch wieder verkaufen. Und da tauchen doch plötzlich Rechtsstreitigkeiten mit den Skype-Gründern auf, die vielleicht auch noch Geld kosten...

Und als ob das noch nicht genug Probleme wären, macht Amazon Ebay in vielen Sparten starke Konkurrenz und legt eine durchaus brauchbare Performance an den Tag.

Es schein so, als ob eine Redimensionierung bzw. ein Besinnen auf erfolgreiche Strategien ansteht - doch der bereits entstandene Schaden (= massiv User verärgert) wird wohl kaum so leicht und schnell auszumärzen sein.

Kostenloses Anbieten und eine Reduktion der Verkaufsspesen für Privatverkäufer wären wohl richtigen Ansätze für die "verlorenen Schäfchen". Ansonst handeln nämlich bald nur noch Händler mit Händlern.

Ad hoc-Meldung - Oktober 2009
Zuletzt verändert: 22. 08. 2012, 17h09