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Lenzing holt die Ernte ein


Lenzing mit Kapitalerhöhung und mehr Streubesitz

Es ist keine große Überraschung mehr, dass der aus dem oberösterreichischen Lenzing kommende Hersteller von zellulosischen Textilfasern sich wieder deutlicher auf dem Kapitalmarkt präsentieren möchte. Auch wenn die Lenzing-Aktie in den letzten Jahren eine sensationelle Performance geliefert hat - nur die wenigsten Anleger haben davon profitiert: Der Streubesitz bei Lenzing liegt nämlich derzeit noch unter 10 Prozent - die Aktien notieren im unscheinbaren B-Segment ATX Prime.

Die fast schon großartige Marktlage veranlasst das Management der B&C Industrieholding GmbH (hält noch 90,54% der Aktien der Lenzing AG) nun dazu, sich von einigen Prozenten zu trennen und kräftig Kasse zu machen. Auch eine (kleinere) Kapitalerhöhung steht an und führt dem ohnehin gesunden Unternehmen noch ein paar Millionen zu.

825.000 neue Aktien führen zu einem Bezugsverhältnis von 31:1 - bei einem Preisband von 92 bis 108 Euro könnten dies knapp über 89 Mio. Euro für das Unternehmen bedeuten.

Der Alteigentümer B&C Industrieholding trennt sich hingegen von bis zu 6,03 Mio. Aktien - was ca. 650 Mio. Euro einbringen könnte.

Das Erfreuliche dabei: Mit einer solchen Kapitalisierung und einem Streubesitz von voraussichtlich 33 bis 35 Prozent ist Lenzing bald wieder ein heißer Kanditat für den ATX.

Schon in wenigen Tagen ist klar, wieweit diese gar nicht so kleine Transaktion erfolgreich verläuft: Die Bezugsperiode beginnt angeblich schon ab 31.05., das Pricing soll am 15. Juni geschehen und ab 17. Juni sind die Papiere auch schon an der Börse handelbar.

Mit einem Kurs von heute ca. 100 Euro liegt die Aktie nur knapp unter dem Allzeithoch - der Einstieg in den Lenzing-Zug könnte demnach schon etwas zu spät sein (das wird sich wohl auch der Mehrheitseigentümer denken, der einen Teil der Aktien nun gut verkaufen möchte) - sehr wohl bleibt der Altaktionär aber weiter bestimmende Kraft bei Lenzing.

Die Aussichten auf Rekordgewinne sind auch 2011 sehr realistisch - es sei denn, ein Konjunkturwölchen (derzeit nicht klar in Sicht) tritt auf. Dann könnte man vielleicht auch wieder deutlich unter 100 Euro zukaufen.

Auf das Comeback der Lenzing-Aktie an vorderster Börsenfront in Wien kann man sich jedoch schon freuen - ein Investment in die Lenzing auf lange Sicht scheint durchaus noch immer vertretbar.

Edit 15.06.2011: 6.725.000 Aktien werden zum Preis von 92 Euro an den Mann bzw. die Frau gebracht - damit liegt man am unteren Ende des Preisbandes. Die Lenzing-Aktie verlor zuletzt einiges an Terrain und notierte am 15.06 mit dem Schlusskurs von genau 92 Euro. Ein Kursfeuerwerk ist in der nächsten Zeit jedenfalls nicht zu erwarten.

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - Mai 2011
Zuletzt verändert: 15. 06. 2011, 22h13