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Servicepauschale bei Internet und Telefon verärgert Kunden


Servicepauschale heftig umstritten

Nach der Erhöhung der Grundgebühr bei Mobilfunkkunden im ersten Quartal 2011 setzte die Telekom Austria (nunmehr unter "A1" unterwegs) im April mit der Einführung einer "Internet Service Pauschale" einen neuen Trend.

Schon wenige Wochen nach der Einführung dieser Internetgebühr zogen der Mitbewerb nach - so führten neben A1 auch schon UPC, Tele 2 oder 3 (Drei) eine solche Gebühr ein (die beim Handy auch "SIM-Pauschale" oder ähnlich genannt wird).

Wettbewerbsbehörde ist gefragt

Die Zeiten von laufend günstigeren Mobilfunk- bzw. Internettarifen könnten damit beendet sein. Nachdem nun neben dem Marktführer A1 auch die Konkurrenz nachzog bzw. dies noch plant (auch bei Orange sind solche Servicepauschalen nicht unwahrscheinlich), werden hier sogar Vermutungen über Absprachen kolportiert.

Die Wettbewerbsbehörde sollte diese Erhöhungen jedenfalls unter die Lupe nehmen - es ist nämlich doch etwas seltsam, wenn nach jahrelangen Preiskämpfen die Marktteilnehmer plötzlich eine ziemlich seltsame Gebühr einführen.

Auch die recht einheitliche Höhe der Gebühr (15 bis 20 Euro jährlich) ist seltsam - als könnte man diese Beträge nicht in den Tarifen unterbringen.

Aber in Summe ist das natürlich für die Mobilfunk- und Internetanbieter ein feines Zusatzeinkommen - mit der Sprachtelefonie bzw. den Internetgebühren wurde zuletzt immer weniger verdient.

Betroffen sind von den neuen Gebühren allerdings nicht alle Verträge bei den genannten Anbietern. Bei 3 wird die Zusatzgebühr nur von Neukunden oder bei Vertragsverlängerungen verlangt.

Die Information der Kunden muss zwar deutlich erfolgen - wird allerdings von vielen Menschen nicht gelesen. Wenn Sie wissen möchten, ob auch Ihr Handy- bzw. Internetvertrag mit einer Servicepauschale (welcher Art auch immer) beglückt wird bzw. schon wurde, sehen Sie unbedingt auf Ihre alten bzw. laufenden Rechnungen.

Kündigung keine Alternative?

Den betroffenen Altverträgen steht zwar ein Sonderkündigungsrecht zu (man kann kostenlos aus dem Vertrag aussteigen) - es kann aber durchaus passieren, das man hier vom Regen in die Traufe kommt: Besonders im Internetsektor scheinen sich hier die Großen ziemlich einig zu sein.

Die Rufnummer beim Handy sollte jedenfalls kein Argument sein, wenn es um einen Wechsel geht - eine Rufnummermitnahme ist eine einfache Übung und wird vom neuen Anbieter erledigt bzw. sogar bezahlt.

Der schwere Nachteil dieser neuen Gebühr: Die Tarife bei Internet und Mobilfunk werden wieder ein Stück undurchsichtiger, der Vergleich wieder schwerer.

Nachdem die EU in Sachen Roaminggebühren schon durchaus erfolgreich (und kundenfreundlich) eingeschritten ist, sollte man vielleicht auch in Sachen Tariftransparenz nachlegen: Eine fixe Grundgebühr bzw. klare Gesprächskosten sollten hier wohl reichen.

Ad hoc-Meldung - Juli 2011
Zuletzt verändert: 05. 07. 2011, 09h10