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Die Geldmarie

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Ölpreis trotz Finanzturbulenzen stark


Ölpreis bleibt hoch

Wenn auch die nun zu Ende gehende Woche für die Börsen durchwegs positiv verlief (auch der Freitag dürfte dazu beitragen) - Aktien und Staatsfinanzen haben derzeit nicht unbedingt den besten Ruf. In Erwartung eines deutlich abgeschwächten Wachstums (zumindest) im nächsten Jahr und in Vorwegnahme von weiteren Problemen rund um die Staatsfinanzen einiger Euroländer purzelten seit August die Aktienkurse weltweit in den Keller.

Im Normalfall ist dies ein klares Zeichen für den Ölpreis, den Weg in untere Etagen mit den Aktienkursen mitzugehen. Diese klassische Weisheit hat sich zuletzt aber nur sehr marginal vollzogen: Nur Ende Juli ging es mit dem Ölpreis steil bergab (-15 Prozent in wenigen Tagen) - seit August steigt aber der Preis für Rohöl schon wieder deutlich an.

Ein noch dazu leicht gestiegener Dollarkurs sorgt im Euroraum damit schon fast wieder für Höchststände bei Ölprodukten wie Benzin, Diesel oder Heizöl.

Brent-Rohöl wird aktuell (Freitag, 11h) schon wieder um über 113 Dollar/Barrel gehandelt, WTI-Öl kostet auch schon wieder fast 90 Dollar.

Die heurigen Höchstkurse beim Rohöl (Brent 127 Dollar, WTI 115 Dollar) sind demnach gar nicht mehr so weit weg - auch der Umsturz in Libyen und die damit verbundene Hoffnung auf bald wieder sprudelnde Ölfelder hatte zuletzt keinerlei preissenkenden Auswirkungen auf den Ölpreis.

Heizöl wieder klar teurer

Wer erst in diesen schönen Tagen seinen Öltank für den sicher kommenden Winter vorbereitet, muss dafür nun wieder tief in die Tasche greifen.

Konnte man bei Großabnahme Ende Juni noch um ca. 86 Euro für 100 Liter einkaufen, so legt man dieser Tage schon wieder ungefährt 93 Euro für diese Menge ab.

So sich die Börsen in den nächsten Wochen wieder etwas erholen und der Konjunkturmotor weiter brummt (wenn auch etwas leister), so ist mit einiger Sicherheit zu erwarten, dass Ölprodukte im Herbst/Winter 2011/2012 noch deutlich teurer werden.

Die Nachfrage nach Energie ist ungebrochen (Kohle bommt derzeit wie selten zuvor) - der teilweise Atomausstieg Deutschlands wird im Winter mit einiger Sicherheit wieder für Rekordpreise bei Energie sorgen.

Mit einer Ölheizung ist man die nächsten Jahre wohl nicht unbedingt ideal aufgestellt - wer sich's leisten kann, sollte sich rasch nach Alternativen umsehen. Ölpreise unter 100 Dollar (Brent) sind wohl nicht mehr sehr wahrscheinlich.

Ad hoc-Meldung - September 2011
Zuletzt verändert: 16. 09. 2011, 11h19