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Die Geldmarie

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Hohe Dividenden statt niedriger Zinsen


Hohe Dividenden bei Wiener Aktien

Mit fast 30% Kursgewinn standen Wiener Aktien (aus dem ATX) im Vorjahr durchaus solide da - wiewohl die Wiener Börse ob Aktiengewinnsteuer bzw. fehlender Neuemissionen wieder kein besonders gutes Jahr hatte. Begünstigt durch niedrige Zinsen und sich erholende Bankenwerte (die im ATX besonders stark gewichtet sind) waren aber Aktien (trotz jeder Miesmacherei) aus Wien im Vorjahr zumeist durchaus erfolgreich.

Für klassische Sparer war im Vorjahr allerdings nicht einmal der Werterhalt drin - die Inflation und die KESt. fraßen die Erträge bei den meisten Sparformen locker auf und im Normalfall setzte es sogar einen Wertverlust.

Auch wenn Aktien natürlich kein ideales Betätigungsfeld für ahnungslose Sparer sind: Für den informierten Anleger wurden und werden Papiere der Wiener Börse durchaus interessant.

Und wenn dann so manche Aktie eines offensichtlich soliden Unternehmens sogar mit Dividendenrenditen von über 3% lockt, dann ist eine Beimischung ins risikoaffine Anlageportfolio durchaus eine Option.

Die Geldmarie hat sich einige Aktien aus Wien mit hohen Dividendenrendite (Dividende aus dem Vorjahr) herausgepickt und mit dem aktuellen Kurs in Relation gesetzt:

Aktien mit hoher Dividendenrendite

Ein diesbezüglicher Toptipp ist wohl die heimische Post. Mit einem Kurs von zuletzt 31,12 und einer Vorjahresdividende von 1,70 Euro ergibt sich eine Dividendenrendite von aktuell 5,46%. Die Post hat zuletzt die Dividende laufend etwas angehoben (1,70, 1,60, 1,50) und ist auch gegenwärtig sehr solide unterwegs. Ein Gewinneinbruch ist nicht in Sicht (das Briefmonopol ist zwar gefallen, Mitbewerber sind aber nicht in Sicht) und die bald kommende Portoerhöhung bei Paketen wird wohl auch 2013 für gute Einnahmen sorgen. Und auch Haupteigentümer Staat ist an einer hohen Dividende (die Ausschüttungsquote der Post war zuletzt sehr hoch) interessiert - die Post könnte also auch 2013 allen Aktionären etwas bringen...

Ziemlich heiß scheint auch die AMAG mit 6,45% Dividendenrendite bezogen auf die Vorjahresdividende von 1,50 Euro. Der Aluminiumproduzent aus Ranshofen ging 2011 an die Börse, verlor dort gleich einmal an Boden konnte 2012 aber durchaus überzeugen. In dieser Branche sind allerdings rascher wechselnde Konjunkturaussichten an der Tagesordnung - ein Investment ist hier schon deutlich weniger konservativ als in die Post-Aktie.

Dass man sich von scheinbar hohen Dividendenrenditen nicht ungeprüft locken lassen sollte, beweist die Telekom Austria. Bezogen auf die letztjährige Dividende von 0,38 Euro scheint die Rendite hoch zu sein (bei 7%) - weiß man aber, dass die TKA für 2012 nur 0,05 Euro pro Aktie auszahlen wird und dies wohl auch 2013 nicht höher wird, sieht die Rechnung schon wieder anders aus. Also von Vorjahreszahlen nicht täuschen lassen und unbedingt vor einem Einstieg immer die aktuellen News bzw. die Konjunkturaussichten zu bzw. von Unternehmen recherchieren.

Immerhin 3,82% Rendite (alle Angaben auf Basis der Vorjahresdividende) verspricht derzeit die OMV. Die Ausschüttung der OMV war ob der starken Expansion zuletzt eher gering - die 1,10 Euro (Vorjahre: 1, 1, 1 Euro) wurden locker verdient und erscheinen auch aktuell kein Thema zu sein. Vielleicht gibt es hier sogar bald wieder eine kleine Dividendenerhöhung.

Durchaus auch interessant die 3,54% bei der Lenzing AG. Zwar wurde ob sehr guter Ergebnisse die Dividende im Vorjahr auf 2,50 Euro (nach 1,55 Euro) angehoben und die zu erwartenden Umsatzsteigerungen sind nicht mehr so enorm wie in den letzten Jahren - das Unternehmen scheint aber mittelfristig sehr gut aufgestellt zu sein.

Mit 3,29% sieht auch der niederösterreichische Landesversorger EVN durchaus attraktiv aus. Die Dividende wurde in den letzten Jahren stetig erhöht (0,41, 0,40, 0,37) und Versorger sind ohnehin fast immer eine sichere Bank.

Noch ein paar Aktien (Auswahl!) mit interessanten Dividenden und (zumindest scheinbar) gutem Background: Agrana, Burgenland Holding, RBI, Schlumberger, Verbund oder VIG.

Wiewohl Aktien nichts für konservative Sparer sind: Brauchbare Erträge gibt es in den nächsten Jahren wohl nur mit ein wenig Risiko!

Ad hoc-Meldung - Jänner 2013
Zuletzt verändert: 10. 01. 2013, 08h28