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Spritverbrauch in Österreich stagniert


Spirtverbrauch - nur leichter Anstieg durch Tanktourismus

Laut einer Studie des VCÖ (Verkehrsclub Österreich) ist der Verkauf von Benzin und Diesel an heimischen Tankstellen im Vorjahr nur leicht (um 90 Mio. Liter) gestiegen. Nach 9,7 Mrd. Liter im Jahr 2010 und 9,6 Mrd. Liter im Jahr 2011 wurden im Vorjahr in Österreich wieder 9,7 Mrd. Liter getankt.

Die in Österreich getankte Spritmenge stagniert demnach weiterhin - im Jahr 2005 betrug dieser Wert immerhin schon 10,2 Mrd. Liter.

Auch wenn sich die Anzahl der in Österreich zugelassenen Fahrzeuge wieder leicht erhöht hat: Der Durchschnittsverbrauch wird durch die Verjüngung des Fahrzeugbestandes zuletzt schon deutlich geringer. Auch der Trend zu öffentlichen Verkehrsmitteln sowie zum Rad dürfte ein klein wenig zur Stagnation des Spirtabsatzes beitragen.

Für den ziemlich gleichbleibenden Absatz an den Tankstellen sorgt allerdings der Tanktourismus. Lt. VCÖ entfallen von insgesamt 12,8 Mrd. Euro (welche fürs Tanken in Österreich 2012 ausgegeben wurden) immerhin 4,5 Mrd. Euro auf Fahrzeuge aus dem Ausland.

Wer nun an die Urlaubsreisenden denkt, welche vor einer Weiterfahrt ins (zumeist deutlich teurere) Ausland noch in Österreich einen Tankstopp einlegen, liegt nur zum Teil richtig: Tatsächlich sind für den Tanktourismus (und die damit wieder verhagelte Ökobilanz Österreichs) primär LKW zuständig, welche sich in Österreich die großen Tanks kräftig auffüllen. Insbesondere Italien (extrem hohe Preise für Diesel und Benzin) wird hier sehr gerne gemieden - ein Tankstopp auf dem Weg von/nach Deutschland oder Italien zahlt sich fast immer aus...

Auch 2013 werden Österreichs Tankstellen wohl weiterhin vergleichsweise günstigen Sprit anbieten können - a la longue dürfte die Spitze bei der verkauften Spritmenge fürs Tanken aber schon erreicht worden sein. Und wenn dann doch einmal die Mineralölsteuer wieder einmal angehoben werden muss (in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich), dürfte man sich in Österreich eigentlich gar nicht beschweren.

Benzin und Diesel sind bei uns nämlich (im Europavergleich) wirklich billig (Super kostet aktuell zwischen 1,37 und 1,40 Euro, Diesel zwischen 1,34 und 1,37 Euro) - steigt der Ölpreis nicht bald deutlich an, könnte der übliche Inflationstreiber "Ölprodukte bzw. Treibstoffe" heuer sogar die Inflation etwas einbremsen.

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - Jänner 2013
Zuletzt verändert: 14. 01. 2013, 10h57