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Die Geldmarie

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Bausparen läuft 2013 solide


Bausparen noch immer gefragt

Eines vorweg: Auf die staatliche Prämie beim Bausparen kann man dieser Tage fast verzichten! Die einmaligen 1,5% der jeweiligen Jahresprämie staatliche Förderung (maximal also 18 Euro bei 1.200 Euro Jahresprämie) sind überschaubar und stellen über die Laufzeit von 6 Jahren keine wesentliche Komponente dar.

Staat verdient beim Bausparen

Vielmehr hat sich durch die vorjährige Halbierung der staatlichen Prämie der Staat zum Profiteur von Bausparverträgen gemacht: Seit dem Vorjahr nimmt der Staat durch die KESt. auf die Zinserträge der Bausparer mehr ein, als er für die paar Euro Förderungen ausgibt!

2013 werden aus Bausparverträgen in etwa 80-90 Mio. an KESt. abgeführt, diesen stehen schlappe 50 bis 60 Mio. Euro an Förderungen gegenüber.

Auch 2012 war das Bausparen für den Fiskus schon ein Geschäft - 2011 bilanzierte man noch fast ausgeglichen.

Bausparen bleibt im Rennen

Nachdem nicht nur bei Bausparverträgen die Zinsen (und Prämien) massiv gesunken sind (1,5% Fixzinsen sind derzeit das Höchste der Gefühle), können die 4 heimischen Bausparkassen den noch im Vorjahr (anlässlich der Förderungshalbierung) erwarteten Rückgang des Geschäftsvolumens bisweilen halbwegs erfolgreich abfedern.

Mit 445.000 neuen Verträgen im 1. Halbjahr 2013 konnte man die Neuabschlüsse gegenüber dem (sehr schwachen) Vorjahr sogar um über 12% steigern. Hier gilt es natürlich zu erwähnen, dass im 1. Halbjahr 2012 die Diskussion um die Prämienreduktion viel Geschäft kostete und Anfang 2013 noch 2% fix für neue Verträge geboten wurden - im 2. Halbjahr 2013 bzw. auch 2014 wird sich dann wohl die ganze Wahrheit zeigen...

Fix ist jedenfalls, dass die Anzahl der Bausparkonten schon leicht im Sinken ist: Nach dem Höchststand von 5,19 Mio. Bausparkonten im Jahr 2011 ging es 2012 schon auf 5,12 Mio. runter und aktuell liegt man bei 5,09 Mio. Bausparverträgen. Ein weiteres Sinken ist wohl zu erwarten - Bausparer sind nämlich eher in den älteren Generation zu finden und die Jugend hat dieser Tage oft einfach kein Geld mehr für einen Bausparvertrag übrig...

Die Einlagen bei Bausparkassen konnten noch von 20,0 Mrd. auf 20,2 Mrd. gesteigert werden (hohe Zuwächse sind aber auch hier wohl nicht mehr zu erwarten), die Ausleihungen (Kredite) sanken hingegen von 19,3 auf 19,1 Mrd. Euro.

Günstige Bankkredite, weniger Bautätigkeit und auch eine restrektivere Kreditvergabe sorgen wohl für diesen aktuellen Rückgang bei den Finanzierungen.

Das große Glück für den Bausparvertrag: Es gibt kaum interessante Zinsalternativen im sicheren Anlagebereich. Für Sparbücher (oder auch für Festgeld) auf 6 Jahre bei der DenizBank oder der VakifBank gibt es derzeit 2,25% bzw. 2,50% - da liegt man dann nach KESt. ganz leicht über dem Bausparen.

Wer sich bis zu 40 Euro Abschlussbonus via Online-Bausparen sichert, kann damit zumindest die Rendite hinter dem Komma etwas verbessern. Die aktuelle Inflationsrate (knapp über 2%) kann man mit Bausparen bzw. Sparbuch aber derzeit nicht kompensieren.

Ad hoc-Meldung - Jänner 2013

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Zuletzt verändert: 02. 10. 2014, 08h11