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Die Geldmarie

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Bankspesen an der Kassa vermeiden


Hohe Gebühren an der Bankkassa einfach umgehen

In Zeiten von Internetbanking, Bankomatkarte, Kreditkarte oder Geldausgabeautomat ist der Weg zur Bankkassa deutlich seltener geworden. Die Banken haben auch lange Zeit viel Aufwand betrieben, die Kundenschlangen aus den Filialen zu bringen und die Anzahl der offenen Kassen massiv zu reduzieren. Ob dies dauerhaft positiv für den Geschäftserfolg eines Dienstleisters ist, darf an dieser Stelle einmal bezweifelt werden.

Hohe Spesen an der Kassa

Beim Abheben am Geldautomaten fiel der Geldmarie jüngst ein Prospekt der Bank Austria (Unicredit) in die Hände. Als ehemaliger Angestellter dieses Hauses (der auch die Kassa von innen kennt) war es natürlich interessant zu wissen, wie sich die Gebühren an der Kassa in den letzten Jahren entwickelt haben. Man kann eines vorwegnehmen: Billiger wurde nichts. Aber das überrascht ja nun nicht wirklich...

Finden Sie folgend ein paar Spesen und Gebühren ("Preise und Konditionen" kann man auch dazu sagen) der Bank Austria für Kassageschäfte. Bitte beachten Sie dabei, dass bei den meisten anderen Sparkassen und Banken diese Dienstleistungen ähnlich teuer (oder sogar teurer) sind als bei der Bank Austria - das Konditionsblatt der Bank Austria wird hier nur zur Orientierung herangezogen.

Bareinzahlung an der Kassa

Die Bareinzahlung auf das eigene Girokonto (oder auch Sparbuch) ist glücklicherweise noch immer kostenlos (sieht man von etwaigen Kontokosten für Buchungen ab).

Selbiges gilt auch für das Abheben an der Kassa - egal ob vom Sparbuch oder vom Girokonto. Erfreulich, dass ältere Leute (die sich vor Automaten eher fürchten) hier noch eine Behebungsmöglichkeit ohne Kosten haben - bei der ehemaligen "Z" (Zentralsparkasse) kostete ein "Barscheck" (zum Abheben vom eigenen Konto) übrigens schon vor vielen Jahren einmal 10 Schilling...

Möchte man aber auf ein anderes Konto einzahlen (z.B. einen Zahlschein, der schon jetzt oft bzw. zukünftig immer "Zahlungsanweisung" heißt), schlagen die Kassagebühren schon beinhart zu: 4,50 Euro je Einzahlung zugunsten von Bank-Austria-Konten bzw. 5 Euro je Einzahlung auf andere Kreditinstitute (gilt auch für eine Binnenüberweisung) werden hier verlangt. Nur Spenden ("Zahlungen für karitative Zwecke") sind kostenlos. Wer hier einen Packen Zahlscheine aufgibt, löhnt gewaltig...

Umgehen Sie diese Kosten mit einer Überweisung von Ihrem Girokonto - ist darauf kein Geld, zahlen Sie einfach den gesamten Überweisungsbetrag ein und lassen Sie die Zahlscheine und Zahlungsanweisungen dann (einmalig) über das Konto laufen. Wer viele Zahlscheine bekommt, sollte dies unbedingt immer so machen bzw. auch auf Einziehungsaufträge umsteigen (wiewohl Einziehungsaufträge viele Menschen nicht wollen). So teuer können die Buchungszeilen beim Konto gar nicht sein...

Reiseschecks Ankauf und Verkauf

Für den Ankauf von Reiseschecks (US-Dollar, Euro, Australische Dollar, Kanadische Dollar) verlangt die Bank Austria 1% der Wechselsumme - mindestens aber 16,20 Euro. Kleine Summen sollte man da nicht wirklich wechseln...

Aber Reiseschecks sind ohnehin schwer auf dem Rückzug - der Verkauf von Reiseschecks ist lt. Konditionsblatt seitens Bank Austria sogar schon eingestellt worden.

Geldwechsel (Valuten) mit hohen Kosten

Ob Sie nun ausländisches Geld kaufen oder verkaufen wollen: Pro Transaktion nimmt Ihnen die Bank Austria zumindest 5,30 Euro ab. Sind Sie ein Kunde der Bank Austria, liegt der Spesensatz bei 1,5% (mind. 5,30 Euro) der Summe, sind Sie kein Kunde, werden Ihnen 3% (mind. 5,30 Euro) abgezogen.

Die gleichen Sätze (bzw. Mindestspesen) gelten auch beim Verkauf von Fremdwährungen - ein paar Dollar, Kuna, Franken oder Forint sollten Sie also eher für den nächsten Urlaub bzw. die nächste Reise aufheben.

Oder Sie besuchen das Bankhaus Schelhammer & Schattera in Wien 1, Goldschmiedgasse 3 - dort werden weiterhin keine Spesen für Valuten & Co. verlangt und die Bank verdient durch die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs ihr Geld.

Münzen (Hartgeld) wechseln kann teuer werden

Haben Sie viele Münzen gesammelt, sind Sie gut beraten, den daraus resultierenden Zählbetrag (zumeist am Münzzählgerät ermittelt) gleich auf ein Sparbuch oder Konto (idealerweise bei der betreffenden Bank) zu erlegen.

Das Wechseln von Münzen (Hartgeld) kostet nämlich an der Kassa bei der Bank Austria satte 5% vom Betrag (mind. 2,18 Euro, max. 10,90 Euro) und via Münzzählgerät ("Selbstzählung via Automat") werden immerhin auch noch 1% des Betrages bzw. mindestens 3 Euro verrechnet.

Zahlen Sie die Münzen dann einfach auf das eigene Konto ein und heben Sie (bei Bedarf) beim Rausgehen die benötigte Summe gleich vom Bargeldautomaten in Scheinen ab.

Noch eine Kassagebühr, welche hauptsächlich Gewerbetreibende trifft: Münzrollen (a 50 Stück) kosten bei der Bank Austria 0,21 Euro pro Rolle.

So Sie die Rollen nicht selbst anfertigen können (vielleicht hat ja einer der Beschäftigten zu wenig Auslastung und das dazu notwendige Kleingeld wäre ohnehin vorhanden), lässt sich mit dem Stammbankhaus oft eine (günstigere) Jahrespauschale aushandeln.

Die meisten Gebühren und Spesen an der Kassa lassen sich demnach ziemlich einfach vermeiden bzw. umgehen.

Ad hoc-Meldung - August 2013
Zuletzt verändert: 26. 08. 2013, 21h15