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Die Geldmarie

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Hypo Alpe Adria - ein Fass ohne Boden


Hypo Alpe Adria braucht noch viele Steuermilliarden

Die Ende 2009 notverstaatlichte Hypo Alpe Adria wird Österreichs Steuerzahler noch viel Geld kosten. Und auf Umwegen leider auch die Menschen treffen, die keine (bzw. nur wenig) Steuern zahlen...

Zum Halbjahr 2013 gab man jüngst einen Verlust von 860 Mio. Euro bekannt, welcher im Herbst mit 700 Mio. Staatszuschuss gemindert werden soll. Lt. aktuellen Zahlen des neuen "Format", welche aus dem noch nicht veröffentlichten Umstrukturierungsplan der EU (der noch in Brüssel liegt) stammen, ist das aber nur die Spitze des Eisberges.

Der Bericht wird wohl nicht zufällig erst nach den Wahlen in Österreich publik gemacht: Der Republik Österreich drohen nämlich weitere Milliardenausgaben für die Hype Alpe Adria. So oder so.

Weitere 5 bis 9 Milliarden erforderlich?

Während man in Österreich seitens Finanzministerium immer auf den Zeitfaktor setzte und Stück für Stück ein paar Millionen ins Milliardengrab wirft ("wird schon nicht so schlimm werden"), verheißen die von Format genannten Zahlen aus dem EU-Bericht gar nichts Gutes...

So könnte 2013 für die marode Bank mit einem Verlust von 2,4 bis 3,5 Milliarden Euro enden - da sieht der katastrophale Halbjahresverlust von 860 Mio. ja fast noch harmlos aus.

In den Jahren 2013 bis 2017 wird (je nach Marktentwicklung) dann nach EU-Einschätzung ein Verlust von 3,5 bis 6 Mrd. Euro schlagend.

Staatshilfen von 2,5 bis 5,4 Mrd. Euro sind demnach zur Verlustabdeckung bis 2017 notwendig - hinzu kommt ein Liquiditätsbedarf von 2,5 bis 3,3 Mrd. Euro.

Das summiert sich somit auf neue Staatsschulden von 5 bis 8,7 Mrd. Euro bis 2017 - welche die kommenden Budgets kräftig durcheinanderwürfeln, ein weiteres Sparpaket wohl notwendig machen und das Erreichen des Nulldefizites wieder in die Ferne rücken.

Hat darüber in den letzten Tagen schon ein Politiker der ÖVP oder der FPÖ gesprochen?

Wiewohl die Hypo Alpe Adria seit 2009 schon um ein Drittel geschrumpft ist, scheinen sich noch immer sehr viele Kellerleichen in der Bilanz zu befinden. Ein (wiewohl für 2014 angestrebter) Verkauf von gesunden Teilen scheint bei der aktuellen Marktlage eher nicht sehr vielversprechend zu sein.

Immer mehr spricht für die Gründung einer "Bad Bank" (die wohl schon zu Beginn Sinn gemacht hätte - aber nachher ist man immer klüger) - dafür wäre nämlich deutlich weniger zusätzliches Eigenkapital notwendig.

Das Hypo-Fiasko wird jedenfalls deutlich teurer als gedacht - der Größenwahn von unfähigen Managern in der einstigen Lokalbank in Verbindung mit der einstigen Kärtner Politik (Danke Jörg, Danke FPÖ, Danke BZÖ!) macht Österreich die nächsten Jahre ein Stückchen ärmer.

Ad hoc-Meldung - August 2013
Zuletzt verändert: 30. 08. 2013, 09h49