CMS Login
Unsere Werbedienste verwenden Cookies und geben über dich gewonnene Informationen auch an Dritte weiter.
Durch das Benutzen dieser Seite erklärst du dich damit einverstanden. Hinweis entfernen

Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

Rubriken

Wie ökologisch ist die Ökobox


Ist die Ökobox wirklich ökologisch?

Herr und Frau Österreicher sind in der Mehrzahl brave Mülltrenner. Papier, Glas, Plastikflaschen, Blech, Biomüll, Restmüll und Sondermüll werden seit vielen Jahren separat getrennt und entsorgt. Damit entsteht den Haushalten zwar so mancher Weg und auch einiger Aufwand - für die Umwelt ist Recycling aber fraglos positiv.

Seit vielen Jahren gibt es auch die Ökobox (mit praktischer Sammelbox), in welcher Getränkekartons (bestehend aus Karton, Polyethylen und oft auch ein wenig Aluminium) in vielen Regionen Österreichs gesammelt und sogar zumeist von der Haustüre weg abgeholt werden. Ca. 38% der heimischen Haushalte steht dieser Haustür-Abholservice zur Verfügung.

Die aus 4 Mitarbeitern bestehende Öko-Box Sammelgesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien lässt bundesweit durch diverse Firmen (z.B. redmail) die Ökoboxen an den Abholtagen einsammeln und konnte z.B. 2012 7.707 Tonnen wertvollen Rohstoff via Kartonfabrik Mayr Melnhof dem Recycling zuführen. 2011 waren es noch 8.602 Tonnen gewesen, 2010 7.966 Tonnen Karton.

Soweit - so gut, auch die Geldmarie hat bisweilen brav gesammelt.

Hoher Aufwand für die Ökobox

Den 7,7 Tonnen gesammelten Kartons (wobei hier wohl auch die Sammelkartons, welche mitverarbeitet werden, eingerechnet sind) steht aber auch ein beträchtlicher Aufwand entgegen.

Erst dieser Tage beobachtete die Geldmarie eine Freundin aus absolut umweltorientiertem Umfeld, wie sie doch tatsächlich einen Getränkekarton in den Mistkübel warf. Auf die sofort folgende Frage, warum Sie denn das tue folgte die rasche Antwort: "Ich bezweifle sehr stark, ob das Sammeln der Ökobox wirklich sinnvoll ist".

Selbige Frage hat sich die Geldmarie auch schön häufig gestellt - aufgrund einiger Umstände, welche man sich (gerade als nachhaltig orientierter Mensch) einmal überlegen sollte:

  • Das Auswaschen der leeren Getränkekartons benötigt viel Wasser - oft auch warmes Wasser und damit Strom
  • Das Einsammeln der Ökoboxen erfolgt oft unter Verwendung von Autos - außerhalb des Stadtgebietes wohl auch nicht anders möglich. Da kommen wohl viele tausend zusätzliche Autokilometer zusammen...
  • Die Kosten für das einsammelnde Personal sind insgesamt sicher recht hoch.
  • Viele ungenützte Ökoboxen landen auf der Straße, im Restmüll und (in besseren Fällen) in der Papiertonne.
  • Ökobox macht auch Werbung - z.B. für die Abholtage. Auch das verursacht Kosten.
  • Auch der Recyclingvorgang selber ist energieaufwändig.

Aus den obigen Punkten (die man vielleicht sogar noch ergänzen kann) resultiert wohl eine interessante Rechnung, die man ohne verlässliche Zahlenmaterial wohl kaum aufstellen kann.

Irgendwie haben aber gerade viele Öko-Fans bei der Ökobox ein wenig Bauchweh. Wir werden demnach die Ökobox-Ges.m.b.H. um Stellungnahme bitten, welche wir gegebenenfalls gerne hier im Anschluss veröffentlichen.

Und hier ist auch schon eine Antwort zu finden: Ökobox beantwortet Fragen

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - August 2013
Zuletzt verändert: 05. 09. 2013, 17h36