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Die Geldmarie

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Bewegung im trägen Strommarkt Österreichs


2013 deutlich mehr Wechsel bei Stromanbietern und Gaslieferanten

Aktuell tut sich einiges am europäischen Strommarkt - und erfreulicherweise auch im bisweilen ziemlich starren Österreich. Der starke Zuwachs von Strom aus alternativen Quellen (Windstrom, Photovoltaik, Biomasse etc.) bringt so manche träge Landesversorger bzw. auch den Verbund kräftig ins Schwitzen - und auch der Kampf um den Endkunden gewinnt sei 2013 deutlich an Schwung.

Gut so - das wirkt sich zumindest positiv auf den Arbeitspreis aus - die Fixkosten auf der Stromrechnung steigen allerdings zumeist weiter deutlich an. Jaja, die Energiewende hat natürlich auch seinen Preis - Fukushima, Putin und die OPEC lassen grüßen...

E-Control vermeldet starken Anstieg bei Anbieterwechsel

Der liberalisierte Strommarkt ist im Vorjahr endlich auch in Österreich in Schwung gekommen.

Den Anstoß gab im Frühjahr 2013 eine Aktion des Lebensmitteldiskonters Hofer mit der oekostrom AG (welche den Tarifkalkulator der E-Control zum Glühen brachte) - auch die starke Werbeoffensive des Verbund im Herbst (hält bis heute an) brachte dann die Strompreise wieder ins Rutschen und die Wechselrate ins Ansteigen.

Die jüngst veröffentlichten Zahlen der E-Control: Über 148.000 Haushalte und Unternehmen haben 2013 den Strom- oder Gasanbieter gewechselt - ein beachtliches Plus von 68% zu 2012.

Beim Stromanbieter konnte die Prozentzahl der Anbieterwechsel von 1,1% auf 1,9% aller Verträge gesteigert werden: 114.135 Stromkunden (davon 78.003 Haushalte) wechselten den Stromlieferanten.

Noch höher die Wechselrate bei Gas: Hier konnte man seitens E-Control 2,5% (nach 1,7%) verlautbaren. 33.834 Gaskunden (davon 31.040 Haushalte) wechselten den Anbieter.

Bis zu 500 Euro kann man sich durch einen Anbieterwechsel bei Strom und Gas sparen - bei einem Wechsel sollte man aber auch immer darauf achten, wieweit in der Ersparnis auch Einmalrabatte (die nach dem 1. Jahr wegfallen) eingerechnet sind. Die meisten Kunden wollen ja nicht jährlich wechseln, sondern legen Wert auf einen nachhaltig guten Preis. Immer häufiger wird auch zu Ökostrom bzw. Grünstrom gewechselt - der kostet nämlich schon oft weniger oder gleich viel wie der "Dreckstrom".

780.000 Besuche konnte der Tarifkalkulator der E-Control 2013 verzeichnen - ein neuer Rekord. Auch 2014 kann man wieder mit sehr vielen Vergleichen auf E-Control oder Durchblicker.at rechnen - bleiben die Großhandelspreise beim Strom weiter tief, ist noch mit so mancher Aktion zu rechnen.

Große Resonanz fand auch die VKI-Energiekostenstopp-Aktion, welche bisweilen schon mehr als 50.000 neue Strom- und Gasverträge für Stromdiskont.at bzw. Goldgas einbrachte (Aktion läuft noch bis 11. April 2014) - diesbezüglich gilt aber nach wie vor die Empfehlung, sich individuell auf einem Vergleichsportal (Durchblicker oder E-Control) die persönliche Ersparnis auszurechnen.

Im gestrigen Interview mit dem oekostrom-AG-Vorstand bezeichnete Vorstand Horst Ebner die VKI-Aktion als "Gut für den Markt" - was im Endeffekt auch als "Gut für die Belebung des trägen Marktes" interpretiert werden kann.

Wie schon vor einigen Tagen berichtet, ist der Stromverbrauch in Österreich auch im Vorjahr wieder leicht gestiegen: 69.600 Gigawattstunden sind ein Plus von 0,5% gegenüber 2012. Auch für 2014 ist wieder mit einem ähnlichen Anstieg des Verbrauches zu rechnen.

Die Stromerzeugung ist in Österreich hingegen 2013 (trotz guter Wasserführung) deutlich gesunken - die unrentablen Wärmekraftwerke laufen immer seltener und können nur im teuren Ausgleichsenergiemarkt wirklich wirtschaftlich arbeiten.

Dadurch resultierte ein massiver Anstieg der Nettostromimporte Österreichs: Nach 2.800 GWh im Jahr 2012 wurden 2013 schon 7.300 GWh verzeichnet. Ob des warmen Winters (der Gaskraftwerke weiterhin ziemlich arbeitslos machte) und der aktuell katastrophalen Wasserführung kann man schon jetzt wieder davon ausgehen, dass auch 2014 die Nettostromimporte wieder steigen werden. Und wohl auch davon, dass die Bilanz des Verbund 2014 nicht unbedingt erfreulich werden könnte...

2014 wird aber mit Sicherheit auch wieder ein Rekordjahr beim Wechsel von Strom- und Gaslieferanten. Und das ist gut so.

Geldmarie-Linktipps:

Ad hoc-Meldung - März 2014
Zuletzt verändert: 02. 04. 2014, 17h06