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Die Geldmarie

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BAWAG sorgt für Unmut


BAWAG PSK verärgert Kunden und Konsumentenschützer

Erst diese Woche gab die mehrheitlich dem US-Fond Cerberus gehörende BAWAG P.S.K. einen Nettogewinn von 380 Mio. zum 3. Quartal 2016 (+19% zum Vorjahr) bekannt - ein durchaus respektables Ergebnis für eine Bank, die vor 10 Jahren ("BAWAG-Skandal") noch am Abgrund stand.

Nun sorgt die Bank aber für ziemliche Empörung bei Kunden, Politik und Konsumentenschutz: Mit der geplanten Umstellung von ein paar sehr billigen Konten schießt man sich gegenwärtig ein ziemliches (mediales) Eigentor!

Ca. 20.000 Kunden haben bei der BAWAG P.S.K. derzeit Konten, die sich scheinbar für die Bank nicht wirklich rechnen. Daher hat man diese Kunden nun angeschrieben, dass Sie auf ein teureres Kontomodell umsteigen müssen - andernfalls wäre eine Kündigung per Jänner 2017 die Alternative.

Derlei Aussichten lassen natürlich Empörung aufkommen - lt. AK lagen die Kosten bei der alten Kontovariante (bei 280 Buchungen im Jahr) bei 88 Euro - bei der neuen Variante ("neue Kontobox") wären dafür dann 150 Euro zu zahlen.

Günstig (und für "günstig" und "gute Zinsen" war die einstige Gewerkschaftsbank lange bekannt) ist das keinesfalls mehr: Die Geldmarie zahlt (plus Kreditkarte, plus Bankomatkarte) für deutlich mehr Buchungen rund 100 Euro pro Jahr - und das ist ein normales Konto der Bank Austria und kein sogenanntes "Gratiskonto".

Bankomatgebühr bzw. Automatengebühr bei BAWAG wild umstritten

Die Vorgangsweise der BAWAG bezüglich einer vernachlässigbaren Größe von 20.000 Konten war nicht sehr geschickt: Denn nunmehr wurde in den Medien ruchbar, dass die BAWAG PSK schon seit einiger Zeit eine "Automatengebühr" für diverse Transaktionen (wie Abhebungen an Bankomaten und Geldausgabegeräten, Einzahlungen, Überweisungen) von 39 Cent verrechnet - eine Gebühr, die sich im Laufe eines Jahres ziemlich summieren kann und deren alleinige Existenz an eine "Bankomatgebühr via Hintertür" erinnert.

Auch bietet die BAWAG ein "Gratiskonto" an, welches die Bezeichnung nicht wirklich verdient: Ab einem Durchschnittsguthaben von 1.200 Euro ist dieses zwar scheinbar gratis, Bankomatkarte, Kreditkarte, Automatentransaktionen, Schaltertransaktionen etc. gehen dann aber beim "Einfach online Konto" ziemlich ins Geld.

Der Geldmarie-Tipp in dieser Causa: Unter Gratis Konto - kostenloses Bankkonto finden Sie wirklich günstige Angebote, die für manche Kontoinhaberprofile tatsächlich ein Gratiskonto anbieten (z.B. sind derzeit die Hello bank! und seit 2016 auch die ING DiBa mit sehr interessanten Kontovarianten zu haben) und unter Bankwechsel - was beachten? finden BAWAG-Kunden bzw. auch andere Bankwechselwillige, die sich nicht auf die teureren Konten einlassen wollen, Informationen, die beim Kündigung eines Girokontos nicht unerheblich sind.

Alle, deren Kontoführung für ein normales Girokonto (und damit sind jetzt nicht Firmenkonten bzw. Konten mit Sollzinsen gemeint) über 100 Euro im Jahr beträgt, sollten sich durchaus überlegen, das Konto zu einem dauerhaft günstigen Anbieter zu transferieren.

Ad hoc-Meldung - November 2016
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Zuletzt verändert: 11. 11. 2016, 11h33