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Austria Email zieht sich von Börse zurück


Streubesitz von Austria Email soll 10 Euro erhalten

Es ist eigentlich keine große Überraschung mehr: Hat man die Interviews des Vorstands der Austria Email AG aus dem steirischen Knittelfeld aufmerksam verfolgt, war klar, dass die Börsenotierung in Wien längst keine Freude mehr macht - und vielmehr eher nur hohe Kosten verursacht.

Nun ist es raus: Der Mehrheitsaktionär des heimischen Herstellers von Wasserspeichern, Boilern, Wärmepumpen, Solarlösungen etc., die französische Atlantic Societe Francaise de Developement Termique (hat ca. 65% der Aktien), beruft am 16.12.2016 eine außerordentliche Hauptversammlung ein, in welcher der Börsenrückzug beschlossen werden soll und den Streubesitz-Aktionären ein Abfindungsangebot von 10 Euro pro Aktie gemacht werden wird.

Mit einer hohen Annahmequote des Angebots kann gerechnet werden - immerhin lag der letzte Kurs der Austria Email AG in Wien bei 8,10 Euro - und die 10 Euro wurden auch in den letzten Jahren selten bis nie erreicht. Auch der zukünftige (2017) Wegfall der Börsenotiz der Austria Email wird wohl viele Investoren das (meines Erachtens faire) Angebot annehmen lassen.

Schade nur, dass die Wiener Börse damit genau das Unternehmen verliert, welches seit 1855 an der Wiener Börse notiert und damit die älteste Börsennotiz in Wien darstellt. Es ist höchst an der Zeit, im Vorstand der Börse darüber nachzudenken, wie man endlich ein günstiges und bürokratiefreies Segment für die vielen KMU schafft - sonst ist der Kurszettel der Wiener Börse bald nur noch lächerlich...

Ein entsprechendes Small-Cap-Segment für neue Unternehmen bzw. schon börsenotierende, kleinere Gesellschaften ist hoch an der Zeit - man überlässt schon lange diversen modernen Investmentvehikeln wie Crowdfunding oder Venture-Kapitalgebern ein aufstrebendes Geschäftsfeld (welches die Banken auch stark vernachlässigen) - was sich schon viele Jahre mit Börsenabgängen rächt.

Schade um Austria Email an der Börse - der Schritt in Richtung Abgang ist aber jedenfalls nachvollziehbar und das Angebot scheint fair bemessen.

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - November 2016
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Zuletzt verändert: 23. 11. 2016, 12h16