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Spar holt sich Billa-Filialen in Kroatien


Billa-Kroatien geht an Spar

Was in Österreich ob des Dauerkampfes um die Nr. 1 im heimischen Lebensmittelhandel undenkbar ist, wird in Kroatien schon 2017 ziemlich sicher Realität: Die SPAR Österreichische Warenhandels AG übernimmt sämtliche Filialen inklusive Logistikzentrum von BILLA.

Der Inhaber von BILLA Kroatien ist (wie auch in Österreich) die deutsche REWE-Group (in Österreich auch mit Penny, Merkur, BIPA oder ADEG prominent vertreten), welche mit dem Lebensmittelhandel in Kroatien offenbar nicht zufrieden war und somit sämliche 62 BILLA-Filialen in Kroatien sowie auch das BILLA-Logistikzentrum Sv. Helena an den Konkurrenten SPAR verkauft. Der Verkauf unterliegt natürlich kartellrechtlichen Genehmigungen, welche noch abzuwarten sind, das Closing des Deals ist für den Frühling 2017 zu erwarten.

Die im österreichischen Besitz stehende SPAR betreibt derzeit in Kroatien 17 INTERSPAR-Märkte sowie 35 Spar-Supermärkte, welche 2015 für einen Umsatz von 365 Mio. Euro verantwortlich waren. Mit den 62 Filialen von BILLA fällt somit die 100-Filialen-Marke locker, die 1.900 Mitarbeiter von BILLA sollen komplett übernommen werden. Über den Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Spar ist seit 2005 im Hoffnungsmarkt Kroatien tätig, mit einiger Sicherheit ist dieser schwierige Markt bisweilen auch noch kein "Kracher" gewesen: Die Wirtschaft Kroatiens läuft sein vielen Jahren sehr schwach (vn 2008 bis 2013 ist das BIP sogar deutlich geschrumpft), die Staatsverschuldung ist auch ziemlich hoch, seit 2014 ist aber ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen und das BIP steigt wieder leicht an.

Sehr hilfreich (auch für die Filialen von Spar) ist hier auch der boomende Kroatien-Tourismus, 1,1 Mio. Touristen aus Österreich (2015, 2016 wohl noch mehr) gehen mit einiger Sicherheit auch gerne zum Spar einkaufen.

Ob sich das Engagement von Spar in Kroatien rechnet, wird sich aber natürlich erst in einigen Jahren zeigen.

Apropos SPAR: Der Lebensmittelhändler bietet via Sparanlage.at auch laufend die Möglichkeit an, sich Anleihen des Unternehmens zu krallen: Mit 1,10% Zinsen für 12 Monate oder 1,70% auf 5 Jahre Laufzeit liegt man derzeit klar über den heimischen Sparzinsen. Dass es sich dabei um Anleihen handelt, sei natürlich extra nochmals erwähnt - das Risiko hält sich aber wohl in Grenzen.

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - Dezember 2016
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Zuletzt verändert: 16. 12. 2016, 14h17