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ATX - Börse Wien im Jahr 2017


Wiener Börse 2017 ein guter Marktplatz

Keine Frage: Der Leitindex der Wiener Börse entwickelte sich schon in den letzten Jahren (nach der Finanzkrise) durchaus positiv. Konnte man 2016 um 2015 um nette 11% wachsen und waren es 2016 immerhin brauchbare 9%, so darf man 2017 sicher als Prachtjahr für die Wiener Börse und den ATX bezeichnen: Um 30,62% konnte der ATX im Jahresvergleich zulegen, mit 2.618 Punkten ging man in das neue Jahr, mit 3.420 Indexpunkten schloss die Wiener Börse am 29.12.2017.

Nachdem Wien einige Jahre den großen Börsen nachgehinkt ist und auch an der starken Gewichtung der Banken bzw. der negativen Ostfantasie litt, drehte sich 2017 hier der Wind gewaltig und der ATX konnte wieder viel Boden gutmachen. Aber auch an den wichtigen Weltbörsen waren fast durchwegs Gewinner zu sehen: Der Dow Jones setzte seinen Höhenflug fort und stieg um 26 Prozent, der (auch schon vorher starke) DAX konnte immerhin um 12% steigen und der Nikkei legte um solide 19% zu.

Mit den 3.420 Indexpunkten ist man aber noch deutlich vom einstigen Rekordwert (um die 5.000 Punkte im Juli 2007) entfernt - hier sei aber unbedingt erwähnt, dass im ATX Dividendenausschüttungen nicht einbezogen werden. Mit den Ausschüttungen wäre der Index in den letzten 10 Jahren wohl auch schon 20 bis 30% höher...

Wiener Börse 2017 - viele Gewinner, ein starker Verlierer

Unter den ATX-20-Werten konnte sich der einstige Prügelknabe, die Raiffeisen Bank International, mit einem Plus von sagenhaften 74% deutlich den Jahressieg im ATX holen. Die Banken überraschten (nach vielen negativen Überraschungen in den letzten Jahren nach der Finanzkrise) mit wenig Kreditausfällen und sind natürlich auch von der aktuell sehr guten Konjunktur begünstigt.

Eindeutig vom deutlich gestiegenen Ölpreis profitiert hat 2017 die OMV, die den Kurs im Jahresverlauf um 62% erhöhen konnte. Auch die S Immo legte 2017 gewaltig zu, 60% sind es schließlich geworden - aktuell hat sich Investor Ronny Pecik gerade mit 23% bei der S-Immo eingekauft und gibt damit dort fast schon den Ton an - da ist aktuell durchaus noch Kursfantasie drin...

15 ATX-Werte waren 2017 (zumeist sehr deutlich) im Plus, bei 4 Aktien gab es leichte Kursverluste (Agrana, Immofinanz, Börsendebütant BAWAG Group und Andritz), mit einem Minus von 40% setzte Zumtobel seinen Wertverfall (Vorjahr -26%) fort.

Die Wertpapierumsätze entwickelten sich 2017 in Wien (analog der Kurse) recht gut, mit der BAWAG konnte man endlich auch wieder einen Börsenneuling im ATX20 begrüßen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Anzahl der börsenotierenden Unternehmen weiterhin schwindet - ob durch Fusionen (RHI) oder Verkauf (Conwert) - der Kurszettel mit heimischen AG's dünnt weiterhin aus, die Politik wäre absolut gefragt, Börsengänge zu erleichtern und den Kapitalmarkt attraktiver zu machen und nicht nur zu verteufeln.

Mit CEO Christoph Boschan scheint aber aktuell ein sehr aktiver Börsenchef am Werk zu sein - die 2017 gestartete Möglichkeit, eine Vielzahl an ausländischen Blue Chips auch in Wien zu Inlandspreisen zu kaufen und zu verkaufen, ist schon ein sehr feiner Schritt!

Markteinschätzung für 2018: Wien ist als kleine Börse natürlich weiterhin von der Laune der großen Börsen bzw. der Weltkonjunktur abhängig. Da die Zinsen aber im Euroraum wohl weiterhin noch sehr niedrig bleiben werden, das Wirtschaftswachstum auch 2018 fein bleiben sollte und noch keine wirklichen Wolken am Konjunkturhimmel zu sehen sind, sieht es für Wien wohl auch 2018 nicht wirklich schlecht aus. 30% werden es aber wohl nicht mehr werden;-)

Gibt es erste Dellen in Sachen Weltwirtschaft, sind an den großen Börsen längst Korrekturen nach unten fällig - die Wiener Börse wird sich dann dem Negativtrend nicht entziehen können. Läuft alles normal, sollte 2018 aber noch ein ruhiges Börsenjahr werden...

Die gröbere Gefahr: Fällt Herrn Putin oder -insbesondere- Trump wieder ein gröberer Blödsinn ein (das ist kein Ding der Unmöglichkeit), ist die gute Laune an den Weltbörsen auch schon wieder gegessen - und früher oder später platzt ohnehin wieder die eine oder andere Spekulationsblase. Die Immobilien haben da wohl noch ein wenig Zeit - bei Bitcoin & Co. (das wäre den Börsen dann aber eher egal) wäre ich mir da diesbezüglich nicht so sicher...

Ad hoc-Meldung - Dezember 2017
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Zuletzt verändert: 29. 12. 2017, 17h26