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Die Geldmarie

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Milchpreis 2017-2018


Milchpreis 2017/2018 deutlich höher

Pünktlich im Februar eines Jahres sieht sich die Geldmarie an, wie sich der Milchpreis in Österreich im letzten Jahr entwickelt hat. Zumeist ist dies mit wenig guten Nachrichten für die langsam weniger werdenden Milchbauern verbunden, 2017 verdient sich aber in Sachen Milchpreisentwicklung schon fast das Prädikat "hervorragend".

Für normale Milch (auch "konventionelle Milch" genannt) zahlte man nämlich im Jahr 2016 oft deutlich unter 35 Cent - ein Preis, der das Milchbauernsterben (insbesondere bei kleinen Betrieben) weiter vorangetrieben hat. 2017 gab es bei Milch- und Milchprodukten jedoch eine (schwer notwendige) Trendwende und die Preise begaben sich nach oben.

So betrug der Milchpreis im Dezember 2017 (letzte Werte seitens AMA) immerhin schon 41,82 Cent/Kilogramm - das sind rund 20% mehr als noch im Jänner 2017. Für Jänner 2018 rechnet die AMA mit einem durchschnittlichen Preis von 40,60 Cent/kg - auch damit lässt es sich noch durchaus profitabel wirtschaften - wiewohl der kleine Bauer mit 10 bis 20 Kühen davon natürlich nicht wirklich reich wird...

Die Milchbauern können natürlich nur verzögert auf bessere Marktpreise reagieren - das wurde aber Ende 2017 schon getan: Die Produktion stieg im Dezember 2017 schon deutlich an und die Molkereien wollen mit Bonus- und Abschlagszahlungen hier schon wieder der nächsten "Milchschwemme" (welche wieder für einen Preisverfall sorgen könnte) vorbeugen.

Im Dezember gab es nämlich bei der Milchanlieferung in Österreich ein kräftiges Plus von 9,4% gegenüber dem Vorjahres-Monatswert, mit 3,2 Millionen Tonnen Milch erreichnete die AMA für 2017 ein Plus von 3,5% und auch einen neuen Produktionsrekord.

2017 gab es auch kurz einen ziemlich spektakulären Anstieg der Butterpreise, 2018 scheint dies allerdings nicht mehr zu befürchten. Die Milch beim Diskonter gibt es ohnedies weiterhin unter einem Euro pro Liter - da ist ein temporärer Anstieg der Butterpreise keine wirkliche Katastrophe für den durchschnittlichen Privathaushalt.

Milch, Butter, Käse & Co. werden auch 2018 in Massen verfügbar sein - und den Bauern ist (nach einigen mageren Jahren) ein Milchpreis rund um die 40 Cent durchaus zu gönnen. Auf den internationalen Märkten (denen sich auch Österreich nicht entziehen kann) ist der Milchpreis derzeit schon mit fallender Tendenz unterwegs - hoffentlich wirds für die Bauern nicht wieder so ruinös wie in den Jahren 2015 und 2016...

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - Februar 2018
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Zuletzt verändert: 09. 02. 2018, 16h08