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OMV 2017 in den schwarzen Zahlen


OMV 2017 wieder in Gewinnzone

Der gefallene Ölpreis bescherte der heimischen OMV 2015 noch einen Milliardenverlust (1,1 Mrd. Euro), 2016 lief mit einem Verlust von 403 Mio. Euro auch nicht gerade prächtig. 2017 war jedoch das Jahr der fast immer steigenden Ölpreise - für eine Mineralölfirma keine schlechte Basis...

Ob der gestiegenen Marktpreise für Ölprodukte und auch einer soliden Nachfrage nach diesen konnte die OMV 2017 die Umsätze um 5% auf 20,2 Mrd. Euro steigern - wäre hier nicht schon der 2017 erfolgte Verkauf der türkischen Petrol Ofisi (die der OMV gar keinen Spaß machte...) inkludiert, wären die Umsätze noch deutlich stärker gestiegen.

Das EBIT zog von Minus 32 Mio. Euro im Jahr davor auf 1,732 Mrd. Euro an und der Periodenüberschuss des Konzerns lag zum Jahresende 2017 bei 435 Mio. Euro.

Eigentlich ja noch ein sehr bescheidener Gewinn - Sondereffekte aus dem Verkauf der Petrol Ofisi (gesunkene türkische Lira, wohl auch Bewertungsverluste) belasten das Unternehmen um fette 1,2 Mrd. Euro!

Positiv bei der OMV auch die Entwicklung der Nettoverschuldung, welche im Vorjahr von 2,97 Mrd. Euro auf 2 Mrd. Euro sank. Gesunken ist (wie üblich - das liegt an der rumänischen Beteiligung bei Petrom, wo es noch viel Abbaupotenzial gibt) auch wieder die Beschäftigtenanzahl, die Ende 2017 bei 20.721 Mitarbeitern (nach 22.544 im Jahr davor) zu liegen kam.

Deutlich gesteigert hat die OMV 2017 die Produktion: Waren es 2016 noch 311 kboe/d, lag dieser Wert im Vorjahr schon bei 348 kboe/d - für 2018 rechnet man ob der neuen Beteiligung an großen russischen Gasfeldern gar mit 420 kboe/d.

Für 2018 rechnet die OMV derzeit vorsichtig mit einem durchschnittlichen Ölpreis von ca. 60 US-Dollar/Barrel (derzeit in einer Spanne von 61-65 Dollar), beim Gaspreis geht man von stabilen Notierungen aus.

Die Aktie der OMV hat in den letzten 12 Monaten schon deutlich zugelegt (von 36 auf 48 Euro, Höchststand vor den jüngsten Börsenunruhen war gar 56 Euro), ist somit angesichts einer zu erwartenden Dividende von 1,50 Euro (Vorjahr 1,20 Euro trotz Verlust) durchaus schon sehr fair bewertet. So 2017 der Ölpreis zumindest stabil bleibt, keine weiteren Abschreibungen/Berichtigungen mehr folgen und auch die Weltkonjunktur weiter gut läuft, wäre es nicht unwahrscheinlich, dass die OMV in Sachen Gewinn wieder in der Milliardenzone landet und die Aktie daher auch noch ein wenig nach oben ziehen könnte.

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - Februar 2018
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Zuletzt verändert: 21. 02. 2018, 07h54