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Die Geldmarie

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Preise für Heizöl 2018 deutlich gestiegen


Heizöl teuer und bisweilen wenig nachgefragt

Das kleine Comeback von Heizöl (begünstigt durch kurzfristig niedrige Preise) scheint beendet: Rund 600.000 Hauptwohnsitze in Österreich werden noch immer mit Heizöl befeuert, die zuletzt wieder deutlich gestiegenen Ölpreise sowie die angekündigten Verbote von Neuinstallationen werden dafür sorgen, dass Heizöl zusehends unbedeutender wird.

Stieg der Verbrauch von Heizöl in Österreich 2017 noch von 1,13 auf 1,19 Tonnen (ein starker Winter und noch moderate Heizölpreise zeichneten dafür verantwortlich), so sieht das 2018 schon ganz anders aus: Im ersten Halbjahr sank der Heizölabsatz in Österreich um 12,5%. In Deutschland fiel dieser Rückgang sogar noch dramatischer aus: Bis Mitte August 2018 wurde um 25% weniger Heizöl ausgeliefert.

Warten auf billiges Heizöl wohl umsonst

Die geringe Nachfrage nach Heizöl hat 2018 nicht nur mit dem Rückgang der Ölheizungen zu tun, vielmehr warten viele Haushalte mit Ölbrenner noch auf billigeres Heizöl.

Konnte man 2016 im August Heizöl noch um 58 Euro pro 100 Liter (bei einer Abgabemenge von 3.000 Liter) erwerben, kostete der Spaß 2017 schon 63 Euro. Aktuell zahlt man für 100 Liter Heizöl schon satte 80,40 Euro. In den letzten 3 Monaten lagen die Preise zwischen 77 und 82,50 Euro - ein Sommertief beim Heizöl (auf welches viele Ölheizungshaushalte noch immer warten) sieht demnach anders aus.

Die Billigbevorratung aus dem Jahren 2015/2016 (Anfang 2016 konnte man um 40 bis 50 Euro einkaufen) neigt sich wohl allerorten dem Ende zu und für die nächsten Monate ist (will man keinen leeren Öltank riskieren) somit doch mit deutlich steigender Nachfrage nach Heizöl zu rechnen.

So nicht Onkel Trump doch nicht noch ein paar gröbere Blödheiten (welche das Weltwirtschaftswachstum massiv belasten) einfallen, werden die Ölpreise (derzeit Brent mit 73,58 Dollar und WTI mit 67,78 Dollar) wohl weiterhin ihr hohes Niveau halten - und ein massives Nachfrageplus im Herbst könnte diesbezüglich sogar noch ein wenig den Ölpreis (und damit auch den Heizölpreis) nach oben treiben.

Ölheizungen sind dieser Tage ein absolutes Auslaufmodell, welches nur ältere Menschen (die nichts mehr in ein neues Heizsystem investieren wollen bzw. die sich nur noch für einen -sinnvollen, weil sparsamen- Kesseltausch entscheiden können) noch ein paar Jahre am Leben halten. Schon in wenigen Jahren werden die modernen (aber stromintensiven) Wärmepumpen das Heizöl von Platz 4 der Heizsysteme Österreichs verdrängen. Platz 1 hält hier übrigens die Fernwärme, dahinter folgt Erdgas und Platz 3 geht eindeutig an Holz (plus Pellets).

Geldmarie-Linktipp:

Ad hoc-Meldung - August 2018
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Zuletzt verändert: 14. 08. 2018, 15h13