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Die Geldmarie

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Pensionserhöhung 2019


Kleine Pensionen werden 2019 etwas mehr erhöht

Sobald die Inflationsrate des Juli vorhanden ist, bewegen sich in den Seniorenabteilungen der Großparteien die Populisten: Wer gerade regiert, erklärt, wie toll denn die Pensionserhöhungen ausfallen, wer in Opposition ist, erklärt, dass er deutlich höhere Pensionserhöhungen befürworten würde. Populismus pur - aber zu wichtig ist die Zielgruppe der Pensionisten in Österreich für die Alt- bzw. Großparteien...

2,6% für kleine Pensionen, 2% für höhere Pensionen

Ruckzuck hat die Regierung die Pensionserhöhung 2019 durch den Ministerrat gewunken: 2% betrug die Inflationsrate im Beobachtungszeitraum August 2017 und Juli 2018 - diese 2% sind damit auch Grundlage für die "normale" Pensionserhöhung.

Wie schon in den Vorjahren üblich, legt man seitens Regierung bei den Kleinstpensionen auch 2019 wieder etwas mehr drauf: Pensionen bis 1.115 Euro werden mit +2,6% erhöht. Rund 1,1 Mio. Pensionisten fallen in diese große Gruppe.

Von 1.115 Euro bis 1.450 Euro wird zwischen 2% und 2,6% eingeschliffen (je weniger, desto mehr), von 1.450 Euro bis 3.402 Euro gibt es die "inflationsabhängigen" 2% dazu.

Pensionen über 3.402 Euro werden mit 68 Euro Erhöhung (also maximal 2% bzw. weniger, desto höher die Pension ausfällt) ausgestattet.

Es folgt das übliche Spiel: Pensionistenvertreter der Regierung (VP, FP) loben die "umsichtige" Erhöhung, die SPÖ kristisiert, da angeblich zu wenig...

Sinnvoll wohl nur die Wortmeldung der NEOS, welche sich (schon seit längerer Zeit) für eine nachhaltige und generationengerechte Pensionsreform aussprechen. Das aktuelle Pensionssystem ist nämlich leider absolut nicht auf soliden Sockeln - einzig fehlt der Politik seit langer Zeit (die letzte -leider nicht ausreichende- Reform machte hier noch die Schüssel-Regierung!) der Mut, künftige Probleme mit zukunftsorientierten Lösungen anzugehen.

So resultieren aus der Pensionserhöhung 2019 Mehrkosten von über 1 Mrd. Euro - die machen dann wieder den Spielraum für (notwendige) Steuerreformen etc. zunichte und helfen auch nicht, die grobe Schuldenlast Österreichs (derzeit 288 Mrd.) rascher abzutragen. Kommt dann wieder einmal (in den nächsten Jahren gar nicht unwahrscheinlich) eine Flaute bzw. gröbere Wirtschaftskrise, wird der Gürtel immer enger...

Ad hoc-Meldung - August 2018
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Zuletzt verändert: 22. 08. 2018, 16h05