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Check Grünstrom von WWF Österreich und Global 2000


Wirklich grüner Strom noch absolute Mangelware

Man spricht in Österreich ja sehr gerne über die ach so ökologische Stromerzeugung, die uns Wasserkraftwerke aller Arten bescheren - und hat damit im internationalen Vergleich gar nicht so unrecht. Sieht man sich den heimischen Strommarkt aber etwas genauer an, was WWF Österreich und Global 2000 gerade gemacht haben, sieht die Sache schon ganz anders aus: Nur ganz wenige Stromanbieter bieten auch wirklich nachhaltigen Strom an, das "greenwashing" von Dreckstrom hat noch immer Hochsaison.

Nur rund 1 Prozent der Anbieter wirklich supersauber

Wer gerne "supersauber" sagt, hat ja vielleicht manchmal Dreck am Stecker. WWF Österreich und Global 2000 haben 31 heimische Stromanbieter (die rund 73% des heimischen Stromendverbrauchs abdecken) unter die Lupe genommen - nur 2 von diesen Stromanbietern wird das Prädikat "Top" ausgestellt: Die W.E.B Windenergie sowie die AAE Naturenergie sind aktueller Testsieger der 2 Umweltschutzorganisationen.

Auch noch sehr gut bis gut im Strommix: KWG (Kraftwerk Glatzing-Rüstorf), die Alpenenergie, das E-Werk Ranklleiten und die oekostrom AG.

Mit allen genannten Anbietern wird derzeit aber derzeit gerade einmal 1% (!!!) des heimischen Stromverbrauchs abgedeckt.

Anders sieht das schon bei den heimischen Stromkonzernen aus: Die kriegen fast durchwegs ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Besonders schlecht schneiden im Grünstromtest die ENAMO-Gruppe, die EVN und die Energie Allianz Gruppe ab. Auch sehr schwach: Die TIWAG Gruppe, die Energie Steiermark Gruppe, Wien Energie, Verbund und auch die VKW-Gruppe.

Ganz klar: Stromkonzernen ist es nahezu unmöglich, derzeit 100% Grünstrom zu liefern - schließlich sind rund 36% des heimischen Stroms mit Zertifikatzukäufen "grüngewaschen" und 24% der Stromerzeugung in Österreich stammen immer noch aus fossilen Energieträgern. Und diese (derzeit noch sehr wichtigen) Kraftwerke betreiben eben meistens die Großen...

Ist die Wasserführung der heimischen Flüsse (wie 2018 sehr häufig) schwach und lässt auch die Windkraft aus (wie z.B. heute der Fall), sorgen Gaskraftwerke und sogar noch Kohle für eine solide und steuerbare Grundlast, die dann mit Speicher- und Pumpspeicherkraftwerken noch ergänzt wird. Ist es besonders kalt und stromarm, kommt sogar noch Öl zur Stromerzeugung zum Einsatz.

Darüber hinaus ist man in Österreich schon längere Zeit zum Stromimporteur geworden. Aus Deutschland und Tschechien fließen Tag für Tag große Strommengen nach Österreich - dass dieser Strom einen besonders üblen Strommix aufweist, ist evident.

Global 2000 und WWF Österreich kritisieren zurecht das "greenwashing" (schwupp ist aus Kohlekraftwerkstrom mittels Zertifikatkauf bei Wasserkraftwerken sauberer Strom gemacht) und fordert hier transparentere Regelungen für "Grünstrom".

Grünstrom: Es gibt noch viel zu tun. Grünstrom: Muss nicht teurer sein als Dreckstrom!

Ad hoc-Meldung - November 2018

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Zuletzt verändert: 08. 11. 2018, 10h26