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Bausparen bleibt 2018 und 2019 unattraktiv


Bausparen 2018 ohne brauchbare Erträge

Schon 2017 mussten die 4 heimischen Bausparkassen bei den Bausparverträgen Einbußen hinnehmen. Dies setzt sich auch 2018 fort: Nach 4,55 Mio. Verträgen Ende 2017 (inklusive prämienfreier bzw. verlängerter Verträge) waren es zum Halbjahr 2018 nur noch 4,5 Mio. Verträge, Ende 2018 werden die Zahlen wohl weiterhin fallende Tendenz aufweisen.

Niedrige Zinsen, kaum Bausparprämie

Mit aktuellen 0,6 bis 0,7% effektivem Jahreszinssatz bleibt Bausparen weiterhin wenig attraktiv. Nach Inflation bleibt jedenfalls ein Realwertverlust, die Bausparkassen profitieren nur einigermaßen von ihrem guten Ruf und der Gewohnheit, alle 6 Jahre einen Bausparvertrag abzuschließen.

0,2% bis 0,25% zahlen die Bausparkassen derzeit Zinsen, dazu kommt noch die staatliche Förderung von 1,5% auf die jährliche Einzahlung (nicht auf das Guthaben!). Maximal sind das pro voll bespartem Bausparvertrag (1.200 Euro jährlich oder 100 Euro pro Monat) derzeit 18 Euro - die machen dann das Kraut auch nicht wirklich fett...

Alle 4 Bausparkassen locken zwar mit sogenannten "Startzinsen" - diese 1% bis 2,5% werden aber auch nur auf maximal 6 bis 12 Monate bezahlt. Nach 6 Jahren werden dann aus 7.200 Euro Einzahlung 7.300 bis 7.318 Euro - ob der Niedrigzinslage (die wohl noch anhalten wird) ist auch in den nächsten Jahren kaum mit höheren Zinsen beim Bausparen zu rechnen.

Um diese 0,6 bis 0,7% Effektivzinssatz zu erreichen, würde auch ein Mix aus Tagesgeldaktionen und Festgeld reichen. Da wie dort ist aber ein Realwertverlust für die Sparer fix.

Sinkende Einlagen, Erhöhung der Maximalprämie sinnvoll

Für 2018 ist bei den Bausparkassen sowohl mit weniger neuen bzw. auch bestehenden Bausparverträgen zu rechnen. Die Bausparklientel wird immer älter, jüngere Menschen lassen sich von diesen Niedrigzinsen kaum mehr locken und steigen auch auf modernere Sparformen um.

Die Einlagensumme wird demnach wohl rückläufig sein, die Bausparen müssen sich somit in nächster Zeit (gemeinsam mit dem Finanzminister) etwas einfallen lassen. Sinnvoll könnte hier z.B. eine (schon schön langsam fällige) Erhöhung der maximal geförderten Jahreseinzahlung von 1.200 Euro auf 1.500 bis 1.800 Euro sein. Der dadurch entstehende Förderaufwand für den Finanzminister wäre (ob der ohnehin geringen Prämie) überschaubar.

Auch die Motivation der Bausparvertragsverkäufer dürfte 2018 deutlich leiden: Die Bausparprovisionen wurden nämlich um 50% gekürzt - da überlegt man sich den einen oder anderen Weg als Bausparberater schon genau. Auch Bausparaktionen wie "Vignette" oder "Bonus" sind nur noch selten zu finden.

Auch 2019 wird sich an den geringen Erträgen beim Bausparen nichts ändern - die Prämie für 2019 bleibt gleich (1,5% der Jahreseinzahlung, max. also 18 Euro) und auch die Zinslandschaft wird sich wohl kaum verändern.

Was aber (trotz niedriger Prämien und Zinsen bzw. Realwertverlust) nach wie vor für das Bausparen spricht: Einerseits die sichere Möglichkeit, sich in 6 Jahren einen netten Betrag anzusparen, andererseits die Option auf einen günstigen Bausparkredit.

Ad hoc-Meldung - November 2018

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Zuletzt verändert: 20. 11. 2018, 09h48