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Die Geldmarie

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Der Mitläufer-Effekt


Beim Aktienkauf Trends erkennen

Beobachtet man Kapitalmärkte über längere Zeiträume (einige Jahrzehnte) und analysiert man auch sein eigenes Kaufverhalten (in Sachen Aktien), wird man nach einiger Zeit wohl feststellen, dass man so manches Wertpapier gerade dann gekauft hat, wenn es gerade einen neuen Höchststand erreicht hat. Was bei Aktienkäufen bekanntlichermaßen ja nicht gerade eine gute Ausgangsbasis ist...

Bei der Analyse dieses Fehlers kam der Geldmarie der Name "Mitläufer-Effekt" in den Sinn. Und siehe da - diesen gibt es tatsächlich (siehe Link unten), allerdings nicht in direkter Verbindung mit der Börsenwelt.

Aktien zu Höchstkursen kaufen

Es ist gar nicht so schwer, die klassischen Fehler von Neueinsteigern zu machen. Einer der häufigsten Fehler ist wohl die Angst, einen Trend zu versäumen.

Egal ob es die großen Trends "Asien", "Südamerika" oder auch "Osteuropa-Börsen" waren - die breite Masse der Privatanleger hat zu relativ hohen Kursen eingekauft. Die Spekulanten und Spezialisten haben den Trendmarkt entdeckt, die Medien transportieren nach einiger Zeit die tollen Chancen und sobald die breite Masse sich einkauft, werden durch die Profis die ersten Positionen abgezogen bzw. Gewinne mitgenommen ("realisiert").

Natürlich ist bei dem einen oder anderen Wert noch immer etwas Spielraum nach oben offen - doch sobald der Trendmarkt überhitzt, ist kaum mit einer weiteren Kursrallye zu rechnen. Während die Mitläufer auf den (schon abgefahrenen) Zug aufspringen wollen, fahren die Aktienprofis schon wieder längst auf einer anderen Linie (auf einem anderen Markt).

Im Gegensatz zu einer Produkteinführung eines völlig neuen Artikels zahlen hier nicht die "Early-Adopter" (also die, die schnell das neue Produkt haben wollen und daher die Entwicklungskosten mitzahlen) die Zeche - sondern die breite Masse verliert bzw. steigt zumeist bestenfalls pari aus.

Höchstkurs erreicht - verkaufen?

Wie lange ein Trend (oder auch eine "Börsenhausse") andauert, weiss natürlich niemand genau.

Profis verlassen sich hier oft auf EDV-gestützte Chartanalysen - welche dem Kleinanleger fast nie zur Verfügung stehen. Dieser agiert nach Bauchgefühl - welches medial oft fehlgeleitet wird.

In der Praxis hat es sich schon oft bewährt, mediale Schlagzeilen a la "Börse auf Jahreshoch", "All-time-high erreicht", "Riesengewinne an Börse X" etc. zur Gewinnmitnahme zu nutzen. Nach stärkeren Rückschlägen (die immer irgendwann kommen) kann man dann oft wieder wesentlich günstiger einsteigen.

Werden Tag für Tag Rekordstände vermeldet, ist dies oft ein klares Verkaufssignal.

Börsenprofis gehen (nicht nur) auf stark schwankenden ("volatilen") Märkten oft schon gleich nach dem Kauf "Stopp-loss-Limits". Mit solchen Limits setzt man sich gleich von Haus aus eine (individuelle) Verlustbegrenzung - fallen die Aktien unter diese Marke, werden Sie sofort verkauft.

Das ist zwar oft schmerzhaft - verhindert aber, dass man die nächsten Jahre in einem wieder uninteressant gewordenen Markt/Titel investiert bleibt, welcher den historischen Höchststand so bald nicht mehr erreichen wird.

Wohl auch lesenswert für Aktieneinsteiger: Vom richtigen Zeitpunkt, Aktien zu kaufen

Geldmarie-Linktipp:

Zuletzt verändert: 22. 01. 2018, 17h43