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Die Geldmarie

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Warum Aktien kaufen?


Warum sollte man Aktien kaufen?

Hier gibt es eine häufige (sehr klare, wenn auch für den Laien durchaus gefährliche) Antwort:

Weil mit Aktien mehr Rendite erziehlt wird als mit anderen Wertpapieren.

Diese Antwort stimmt, und ist aber gleichzeitig sowas von falsch!

Stimmt: Auf längere Sicht betrachtet ist ein solides Aktienportfolio sicher ertragreicher als z.B. festverzinsliche Wertpapiere, Bausparverträge oder gar Sparbücher.
In den letzten Jahrzehnten siegte beim Jahresvergleich Aktie - Anleihe fast immer die Aktie. Dazu hat auch die Globalisierung der letzten Jahrzehnte massiv beigetragen. Wer ein gut selektiertes Aktienportfolio hatte, musste fast nette Gewinne machen.

Stimmt nicht: Mit Optionsscheinen, Derivaten oder auch Lottoscheinen können Sie z.B. wesentlich schneller reich (oder auch arm) werden. Mit Aktien sind rasche aber auch langfristige Verluste durchaus möglich - ein Ausstieg ist zwar meistens sehr einfach (Verkauf an der Börse) - aber der Aktienkurs ist gerade dann eine Katastrophe, wenn man das Geld dringend benötigt.

Daraus resultierend einige Tipps für "Aktieneinsteiger":

  • Kaufen Sie nur Aktien, wenn Sie das Geld dafür auch haben - nehmen Sie keinesfalls einen Kredit dafür auf bzw. überziehen Sie das Konto - das kann ziemlich ins Auge gehen.
  • Betrachten Sie das Geld, das Sie einsetzen als reines Spekulationskapital. Es ist nämlich jedenfalls ein solches.
    Der Totalverlust sollte in Ihrem Haushaltsplan keine Katastrophe verursachen.
  • Kaufen Sie sich nur einzelne Aktien (also Aktien eines einzelnen Unternehmens), wenn Sie sich wirklich schon ein wenig in der Börsenwelt umgesehen haben. Für weniger informierte Freizeitaktionäre sind Fonds aufgrund der Risikostreuung (mehrere Aktientitel im Portfolio des Fonds / die Fonds werden darüber hinaus von mehr oder minder geschulten Fachleuten gemanagt) wesentlich sicherer.
  • Kaufen Sie "Blue Chips" - also Aktien von größeren Aktiengesellschaften, die man auch kennt. Die werden nämlich (höchstwahrscheinlich) nicht so schnell in eine schwere und dauerhafte Krise geraten wie ein kleines Start-up-Unternehmen. Auch ein Blick auf die Dividenden der letzten Jahre kann einigermaßen Aufschluss geben - was aber nicht heißt, daß Unternehmen, die heuer noch gute Dividenden ausschütten, nicht im nächsten Jahr schwächere Ergebnisse erzielen und man auf Dividende verzichten muss...
  • Kaufen Sie als Börsenneuling nur solide Aktien, die auch an der heimischen Börse gehandelt werden - nicht irgendwelche Papiere über Schweinebäuche in La Paz oder Umgebung, die Ihnen am Wirtshausstammtisch von "hochseriösen" Finanzberatern als "der Krocha" empfohlen wurden.
  • Setzen Sie nicht alles auf eine Karte - mehrere Aktien im Depot reduzieren Ihr Riskio ("Risikostreuung"), aber natürlich auch Ihre Erfolgschancen.
  • Unter 5000 Euro Kapital sollten Sie das Geld besser in Fonds anlegen: Die Depotkosten bzw. die Transaktionskosten beim Verkauf reduzieren nämlich Ihren eventuellen Gewinn gewaltig. Und gibt es Gewinne, so schlägt dann auch noch die Kursgewinnsteuer zu...
  • Bleiben Sie bei Ihren ersten Investments in Österreich oder in der Eurozone. Denn es kann schon vorkommen, daß Ihr Kursgewinn durch Währungsschwankungen vernichtet wird bzw. auch in ein Minus führt. Natürlich auch umgekehrt;-)
  • Kaufen Sie keine "Insidertipps" oder Aktien, die gerade medial hochgejubelt werden. Denn hier ist der Höchstkurs oft schon sehr nahe.
  • Investieren Sie nicht in Tipps, die Sie via Email erhalten. Die haben meistens ein Ziel: Den Kurs von exotischen Aktien kurz hochtreiben. Und wenn Sie dann zu noch höheren Kursen einkaufen, verkauft der Auftraggeber der Spam-Mails ganz rasch....
  • Wenn Sie Ihren Bankberater oder Finanzberater um Tipps bitten, sollten Sie wissen, daß auch dieser keine absolute Sicherheit geben kann. Schließlich muss er noch immer arbeiten - kann also kein so toller Aktienprofi sein. Diese sitzen nämlich nur ganz selten länger in den Filialen und Zweigstellen einer Bank...
Zuletzt verändert: 19. 10. 2018, 10h34