Rubriken |
IBANIBAN - der Versuch eines Standards für KontonummernSeit einigen Jahren ist die IBAN auf Kontoauszügen und Banknachrichten nicht mehr zu übersehen. Die International Bank Account Number ist ein europäisches Produkt, welches darauf abzielt, einen einheitlichen Standard für Bankkontonummern herzustellen. Historisch betrachtet haben die Bankkontonummern in fast allen Ländern unterschiedliches Aussehen - auch in Österreich gab es immer unterschiedliche Längen bei der Anzahl der Zahlen: Von 4444 bis 11111111100 war (und ist) da einiges zu finden. International gab es also schon ewig ein buntes Durcheinander von verschiedenen Systemen. Es galt nun -insbesondere durch die EU bzw. der Euroeinführung- eine Vereinheitlichung und Erleichterung des Zahlungsverkehrs anzustreben. Sämtliche Kontonummern in Europa zu ändern wäre mit hohen Kosten und wohl schweren Protesten verbunden gewesen - so schuf man die IBAN und auch gleich den BIC (Bank Identifier Code). Eine IBAN besteht aus maximal 34 Stellen - die Länge der IBAN ist in fast allen Ländern Europas unterschiedlich. In Österreich hat eine IBAN 20 Stellen, in Deutschland sind es 24 Stellen und in Malta gar 31 Stellen. Auf den ersten beiden Stellen der IBAN befindet sich der 2-stellige Ländercode (für Österreich: AT, Deutschland: DE). Danach folgt eine 2-stellige Prüfziffer. Dieser Prüfziffer folgt nun eine bis zu 30 Stellen lange Kontoidentifikation, die sich zumeist aus der heimischen Bankleitzahl sowie der heimischen Kontonummer zusammensetzt - in Österreich sind es z.B. 5 Stellen für die Bankleitzahl sowie 11 Stellen für die Kontonummer. Und schon hat man in einer langen Wurst die IBAN. Ein Beispiel: AT59 1200 0111 1111 0000. Das wäre z.B. eine IBAN aus Österreich bei der Bank Austria (Bankleitzahl 12000) mit der Kontonummer: 111 111 100 00. Wie im obigen Beispiel angeführt, listet man die IBAN aus Gründen der Übersichtlichkeit immer in Vierergruppen auf. Bei Onlineüberweisungen muss man aber die Leerzeichen unbedingt entfernen! Im heimischen Zahlungsverkehr kommt die IBAN (und der BIC) übrigens nach wie vor nicht zur Anwendung - hier werden weiterhin die klassischen Kontonummern und Bankleitzahlen verwendet. Wenn Sie aber in ein EU- bzw. Euroland überweisen müssen, erfragen Sie unbedingt beim Zahlungsempfänger seine internationale Bankverbindung (IBAN und BIC) - das erspart Ihnen hohe Überweisungsspesen! Mehr dazu unter: EU-Überweisung. Geldmarie-Linktipp: Zuletzt verändert: 18. 02. 2011, 11h10
|
|