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Die Geldmarie

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Vorsicht vor Internetbetrug


Betrug beim Netbanking rechtzeitig erkennen

Internetbanking ist schon eine feine Sache: Der Besuch in der Bankfiliale (welche oft gar nicht so nahe ist) fällt damit fast gänzlich weg - nahezu alle Bankgeschäfte können schon lange online erledigt werden. Und auch Einkaufen im Internet ist einfach geworden. Es gibt fast nichts mehr, was man im Net nicht kaufen könnte.

Aber wo viel Geld fließt, sind auch Betrüger nicht weit - und auf Internetbetrug haben sich schon viele Online-Gangster (vorwiegend aus dem Ausland) eingestellt. Leider immer noch häufig mit Erfolg.

Phishing von Bankdaten

Eine der populärsten Betrugsmethoden ist das "Phishing" - abgeleitet aus dem englischen "fishing", welches für "fischen" steht.

Dabei versuchen Online-Betrüger an Kontodaten, Passwörter (Login-Daten) und TAN's (i-Tan für die Freigabe von Überweisungen) zu kommen.

Mit gefälschten Bankseiten (die der Originalseite oft optisch sehr ähnlich sind) und mit gefälschten Mails der Bank fordert man die Bankkunden auf, sich in ihr Bankkonto einzuloggen und dort einen oder mehrere TAN's einzugeben um diverse Sperren etc. (die Begründung variiert hier häufig) aufzulösen.

Tatsächlich landet der getäuschte Bankkunde dann aber auf einer gefälschten Seite, deren "Erbauer" dann mit den eingegebenen Daten (die die Betrüger natürlich aufzeichnen) versucht, vom echten Konto Geld abzubuchen.

Modernere Varianten (die aber sehr selten vorkommen) sind diesbezüglich Malware-Programme, welche unbemerkt auf dem Onlinegeräte (PC, Laptop, Phone) landen und dort die Kommunikation mit der Bank aufzeichnen.

Einfaches Phishing leicht zu vermeiden

Es ist relativ einfach einen normalen Phishing-Versuch zu erkennen: Zumeist beginnt dieser mit einer Aufforderung via Mail, sein Konto zu (re-)aktivieren. Man möge sich doch gleich einloggen und dort den einen oder anderen Code (TAN, iTAN etc.) eingeben.

Wer dies tut, ist selber schuld - Banken versenden nämlich solche Aufforderungen keinesfalls!

Auch andere Zahlungsdienstleister (wie z.B. Paypal) machen das nicht!

Sollten Sie ein solches Mail erhalten und dem Link folgen, wird die Webseite wahrscheinlich ähnlich aussehen, wie die Login-Seite Ihre Hausbank. Das können Betrüger noch relativ einfach fälschen - den Sicherheitszugang ("https":www.bank-xxx.at) schon weniger und die URL (Homepage) wird auch nicht mit der Hausbank ident sein. An der anderen URL (sehen Sie oben in der Browserleiste) sollten Sie einen Phishingversuch schnell erkennen.

Das Erkennen von gefälschten Bankseiten sollte also recht einfach sein - notfalls (so noch immer Unsicherheit besteht) können Sie ja vorher bei der Bank anrufen. Im Normalfall handelt es sich bei Eingabeaufforderungen bezüglich Login und TAN-Daten aber um einen Phishingversuch - Banken fordern Sie (wie schon erwähnt) nämlich NIEMALS dazu auf, Sicherheitsdaten bekanntzugeben.

Oft reicht aber auch schon das holprige Deutsch des Betrugsmails aus, den Phishingversuch zu erkennen - Onlinebetrug wird fast ausschließlich aus dem Ausland versucht und die Übersetzungen sind häufig ziemlich plump.

Internetbetrug in vielen Varianten

Betrüger haben es aber nicht nur auf Ihr Bankkonto (bzw. Ihre Zugangs- und Freigabedaten) abgesehen.

Einer der häufigsten Versuche, Menschen zu ködern, ist das "Nigeria-Erbschafts-Mail" (das Land kann man hier beliebig ändern, Nigeria war aber einige Zeit sehr beliebt):

Jemand aus einem fernen Land (zumeist Afrika) sendet Ihnen eine Mail mit der Nachricht (kurz zusammengefasst), dass eine Riesensumme einer Erbschaft (ohne Erben) in Afrika (etc.) verfügbar wäre. Dazu benötige er (oft ein "Herr Doktor") aber ein Konto im Ausland. Für die Mithilfe, den Riesenbetrag außer Landes zu überweisen, werden hohe Summen in Aussicht gestellt.

Gierige Menschen sehen schon die Millionen auf dem eigenen Konto und überweisen dem vermeintlichen Wohltäter einen Kostenvorschuss (wie auch immer dieser begründet wird) - den man natürlich nie wieder sieht. Dass die angebliche Erbschaft ein aufgelegter Blödsinn ist, versteht sich von selbst...

Auch "beliebt": Vermeintliche Polizeistrafen, diverse Mahngebühren etc. - zahlen Sie niemals etwas, was Ihnen nicht bekannt ist bzw. wofür Sie keine Leistung erhalten haben.

Anbietern von Medikamenten (Viagra etc.) via Mail sollten Sie ebenfalls meiden, selbiges gilt für verlockene Online-Jobangebote (wo Sie sich niemals beworben haben), welche via Heimarbeit nette Beträge in Aussicht stellen - im Normalfall möchte man Sie hier aber gerne "abzocken".

Und Gratulationen zu Lottogewinnen via Email sollten Sie ebenso umgehend in den Papierkorb verfrachten.

Eine weitere (ungute) Methode des Onlinebetrugs: Ein weitschichtiger Verwandter bittet Sie in Notlage (auf Auslandsaufenthalt) via Email (aber oft auch am Telefon) um Geld - hinterfragen Sie aber unbedingt zuerst, ob es diese Person überhaupt gibt bzw. ob diese wirklich in Not ist (über Dritte).

Auch durchaus böse: Eine junge, hübsche Dame kontaktiert Sie zufällig - aus der Mailfreundschaft resultiert dann früher oder später der Wunsch auf Besuch in Österreich (den Sie aus Armut der lieben Dame vorfinanzieren dürfen) - dass hier dann niemand kommt, versteht sich (fast) von selbst... Auch angeblich sterbenskranke Verwandte der neuen "Mailfreundin" sind ein häufiger Grund, Geld ins Ausland zu schicken, welches man nie wieder sieht...

Auch schon selbst erlebt: Die Kontonummer/IBAN wird aus dem Web ausgelesen und z.B. bei einem Downloadportal (mit völlig falschen Adressdaten) zum Kontoeinzug verwendet.

Solche Abbuchungen kann man dann (so man diese rasch entdeckt) recht einfach seitens Bank zurückbuchen lassen - die Schwierigkeiten können Sie aber schon dadurch vermeiden, im Net keine Kontonummern zu hinterlassen (ausgenommen bei verschlüsselten Zahlungsseiten von vertrauensvollen Firmen).

Der Geldverkehr im Net ist zwar in der Regel sicher - Vorsicht und Aufmerksamkeit ist allerdings immer wieder angebracht.

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Zuletzt verändert: 22. 10. 2018, 09h43