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JugendkontoDas erste Girokonto: JugendkontoMit 10 Jahren haben fast alle Jugendlichen dieser Tage schon ein Mobiltelefon - da ist es nicht weiter verwunderlich, dass mit 15 auch schon das eigene Jugendkonto eröffnet wird. Ist ja auch gar nicht so unpraktisch für Eltern und Jugendliche: Man errichtet einen Dauerauftrag und überweist monatlich das Taschengeld auf das Konto - und der Jugendliche teilt sich das dann (mehr oder minder erfolgreich) selber ein. Neben Jugendkonten für Schüler ist es für Lehrlinge absolut notwendig, ein Konto zu eröffnen: Denn welcher Arbeitgeber zahlt heute noch Löhne bar aus? Auch die Versicherung für das Moped kann man sich vom Jugendkonto abbuchen lassen - oder auch die (eventuell notwendige) Kostgeldzahlung an die Eltern. Auch die (meist kostenlose) Mitgliedschaft in Jugendclubs (bei fast allen Banken vorhanden) wird von den Banken massiv beworben: Geringerer Eintritt für Veranstaltungen (Konzerte, Aussstellungen, Sportveranstaltungen etc.) oder Willkommensgeschenke sind für viele Jugendliche ein triftiger Grund für die Eröffnung eines Jugendkontos. Kostenfalle JugendkontoWas sich in der Theorie ganz praktisch anhört, ist aber oft mit erheblichen Kosten verbunden. Die Angebote der Bankenlandschaft sind unterschiedlicher wie sonst kaum bei ähnlichen Bankprodukten: Von Null Euro Kosten pro Jahr bis mehr als 100 Euro (ohne Kontoüberziehung) sind da auf dem Markt zu finden. Zumeist ist zwar die Kontoführung gratis - für verschiedene Dienstleistungen (Dauerauftrag, Behebung, Einzahlung u.a.) werden aber oft sehr wohl Gebühren in Rechnung gestellt. Bevor man ein Jugendkonto eröffnet, sollte man also unbedingt einen aktuellen Vergleich der Anbieter durchführen: Eine gute Vergleichsmöglichkeit bietet der Link (AK-Bankenrechner) ganz unten. Beachten Sie auch, dass das Jugendkonto sehr oft nur bis zum 18. Lebensjahr gilt - ab dann hat man die normalen (höheren) Kontogebühren zu bezahlen. Für einen Präsenz- oder Zivildiener oder einem Schulabgänger ohne Job sicher nicht sehr angenehm, wenn da plötzlich Kosten auftauchen... Also unbedingt den 18.Geburtstag im Auge halten - bzw. abklären, wie lange das Konto als Jugendkonto geführt wird. Sollten Sie nach der Matura studieren, kann (gegen Vorlage der Inskriptionsbestätigung) das Jugendkonto auf ein (begünstigtes) Studentenkonto umgestellt werden. Bankomatkarten sind für Jugendliche ohne eigenes Einkommen eigentlich nicht vorgesehen - die Ausstellung einer Bankomatkarte bedarf der Zustimmung eines gesetztlichen Vertreters. Diese Karten sind dann mit einem Wochenlimit von 400 Euro versehen. Durchaus sinnvoll - denn eine Überziehung des Jugendkontos ist (wie auch ein Kredit an Jugendliche) nicht vorgesehen und nur in Ausnahmefällen (z.B. bei Lehrlingen) möglich. Wenn auf dem Konto Gebühren anfallen, sollte der Kontoinhaber aufpassen, dass er vor dem Quartalsabschluss auch ein wenig Geld auf dem Konto belässt: Die meisten Jugendlichen kennen Abschlüsse nämlich nur vom Sparbuch - und da gibt es die Zinsen immer zum 1.1. Auf Girokonten gibt es aber (zumeist) einen Quartalsabschluss (1.1.,1.4,1.7.,1.10) - und schon ist man ein paar Euro ins Minus gerutscht und hat Sollzinsen zu zahlen. Das ist zwar bei baldiger Abdeckung kein Problem - prinzipiell aber ärgerlich. Also idealerweise nicht immer alles beheben - sondern ein paar Euro drauflassen. Die Sollzinsen (Minuszinsen) entsprechen in etwa den Konditionen bei Girokonten für Erwachsene - die Habenzinsen sind oft etwas höher (was keine Kunst ist, da die Habenverzinsung der meisten Girokonten schlichtweg ein schlechter Witz ist). Bei guten Habenzinsen (Guthabenzinsen) kann man sogar auf ein (schlecht verzinstes) Sparbuch verzichten und das Geld auf das Konto umlegen. Einfach erfragen, was die Hausbank da so an Habenzinsen anbietet bzw. beim Link unten auf Banksuche gehen. Die erste Bankwahl ist oft gar nicht so unwesentlich - denn erfahrungsgemäß führt man das Konto dann auch im Erwerbsleben weiter (worauf die Banken ja hoffen)- und dann verdient die Bank auch wesentlich mehr Geld (Kreditvergaben, Überziehungen, Kreditkarten, Wertpapierdepots, Bausparen, Versicherungen, Leasing etc.). Einen guten Start ins Finanzleben wünscht die Geldmarie! Geldmarie-Linktipp: Zuletzt verändert: 18. 02. 2011, 11h11
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