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Die Geldmarie

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Reiseschecks


Reiseschecks - nicht mehr häufig in Verwendung

Die große Zeit der Reiseschecks ist vorbei - vor vielen Jahren waren diesen noch für fast jede Reise ins Ausland brauchbar. Dieser Tage sind Bankomatkarte (Maestro-karte) und Kreditkarte weit verbreitet und europaweit bzw. weltweit (Kreditkarten) leicht und günstig einsetzbar.

Und doch gibt es noch einzelne Reiseziele und Länder, in denen die Bargeldbeschaffung noch nicht oder nicht ideal funktioniert - und da stellen Reiseschecks noch immer einen Alternative zu Bargeld bzw. Valuten dar.

In Europa bzw. in touristisch stark freuqentierten Gegenden werden Sie wohl überall mit den Karten (Bankomatkarte, Kreditkarte etc.) auskommen - doch bei Fernreisen sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Reiseschecks wären zwar hier noch eine Möglichkeit - sie sind aber kaum mehr zu bekommen...

Reiseschecks in der Praxis

Egal ob als Sicherheitsreserve oder als Basiszahlungsmittel für Ihre Reise - wenn man sich für Reiseschecks entscheidet, sollte Sie einige Tage vor Antritt der Reise Ihre Bank kontaktieren: Denn Reiseschecks sind aufgrund der heutzutage geringen Nachfragen meistens nicht mehr lagernd bzw. werden von den meisten Banken gar nicht mehr angeboten.

Die meisten Banken haben nämlich den Verkauf von Reiseschecks schon länger eingestellt. So verkauft z.B. die Bank Austria keine Reiseschecks mehr - der Ankauf von Reiseschecks ist jedoch weiterhin möglich. Die erste Bank hat z.b. auch schon länger den Verkauf eingestellt, früher verkaufte Reiseschecks konnten nur noch bis 30.7.2018 eingelöst werden...

Zumeist wurden von Fernreisenden US-Dollar-Reiseschecks bestellt - Thomas Cook hat aber auch Australische Dollar, Kanadische Dollar, Britisches Pfund oder sogar Euro-Reiseschecks im Portfolio. Ein weitere Anbieter von Reiseschecks: Amexco, American Express...

Wenn man Reiseschecks erwirbt (zum Umrechnungkurs der entsprechenden Währung + Spesen), unterschreibt man gleich direkt auf den Reiseschecks. Bei der Einlösung im Urlaubsland müssen Sie dann (unter Vorlage einer offiziellen Legimation - z.B. Reisepass) die (gleiche) Gegenzeichnung (Unterschrift) leisten - damit kann der Reisescheck zu Bargeld gemacht werden und gilt dann auch als solches.

Nur noch vereinzelt nehmen Geschäfte Reiseschecks an - zumeist müssen Sie zum Einlösen in eine Bank gehen, auch hier kann man sich leider nicht mehr sicher sein, noch Annahmestellen zu finden.

Der wesentliche Vorteil von Reiseschecks ist die Sicherheit - werden diese gestohlen, so wird binnen 24 Ersatz versprochen. Dazu ist es notwendig, die Abrechnung des Reisescheckankaufs präsentieren zu können (also unbedingt separat aufbewahren) und sich auch die Seriennummern der Reiseschecks (soweit die nicht auf der Abrechnung verzeichnet sind) zu notieren. So können diese Schecks dann zur Einlösung gesperrt werden und Sie erhalten Ersatz.

Auch dass man fast auf jeder Bank der Welt diese Schecks zu Bargeld machen kann, darf als Vorteil vermerkt werden - ein Vorteil, der sich aber ob der massiv sinkenden Akzeptanz von Reiseschecks zum Nachteil gewandelt hat.

Die Nachteile von Reiseschecks liegen auch auf der Hand: Die Gebühren beim Kauf und bei der Einlösung sind relativ hoch - insgesamt +/- 5% des Nominalwertes der Schecks. Besonders bei kleineren Einheiten machen die Mindestspesen die Reiseschecks oft eher unattraktiv - lösen Sie also bei Möglichkeit eher größere Beträge auf einmal ein (insbesondere, wenn die Mindestspesen zu hoch sind). Jedenfalls vor der Einlösung die Spesen erfragen!

Als Vor- und Nachteil kann sich folgendes herausstellen: Wenn Sie z.B. Dollarreiseschecks erwerben, kann der Dollar ab Erwerb (=Zahlung) der Reiseschecks bis zur Einlösung dieser noch steigen oder fallen. Also Währungschance und Währungsrisiko zugleich.

Bei einer Zahlung bzw. Behebung mit Kreditkarte wird im Gegensatz dazu der (relativ) aktuelle Kurs der Landeswährung herangezogen.

So Sie im Ausland plötzlich ganz ohne Geld und (funktonierenden) Karten dastehen, könnte ein Geldtransfer mit Western Union eine brauchbare (wiewohl teure) Variante darstellen.

Reiseschecks sind demnach eine aussterbende Gattung - die modernen Zahlungsmöglichkeiten in den meisten Ländern dieser Welt haben die Mittnahme von Reiseschecks ziemlich unnötig gemacht.

Zum Abschluss noch eine moderne Alternative (für Menschen, die nicht dauerhaft Plastikgeld haben wollen) zu Reiseschecks: Prepaid-Kreditkarten.

Geldmarie-Linktipp:

Zuletzt verändert: 06. 11. 2018, 12h11