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Die Geldmarie

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Spareinlagensicherung


Einlagensicherung von Spareinlagen für Private

Als Spareinlagensicherung oder Einlagensicherung werden gesetzliche und freiwillige Maßnahmen zum Schutz von Sparguthaben sowie Gehaltskonten (auch Pensionskonten, Festgelder, Tagesgelder, Sparcards u.ä.) bei inländischen Banken und Sparkassen bezeichnet.

Einlagensicherung seit 2015 neu geregelt

Seit Mitte 2015 erfolgt auch in Österreich die Sicherung über das Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes (ESAEG) - welches aber primär für die Banken relevant ist. An den Sicherungsbeträgen ändert sich für etwaig betroffene Kunden vorerst wenig.

Die Höchstgrenze von 100.000 Euro bleibt unverändert, betroffen sind sind Guthaben auf Bankkonten, Sparbüchern und Bauspareinlagen.

Ab 2019 werden genannte Einlagen im Falle einer Pleite dann gänzlich aus einem Sicherungsfonds bezahlt, welchen die Banken durch Einzahlungen von (insgesamt) 0,8 Prozent der Einlagen (das wären 2015 ca. 1,5 Mrd. Euro) auffüllen. Gleichzeitig reduziert sich die Erstattungsfrist der Einlagen von derzeit maximal 20 Tagen schrittweise bis 2024 auf höchstens sieben Arbeitstage nach Eintritt des Sicherungsfalls. Ab 2019 beträgt die Frist 15 Arbeitstage, ab 2021 sind es 10 Arbeitstage ab 2014 dann die besagten sieben Tage.

Höhe Einlagensicherung

Der Höchstbetrag pro Person und Bank beträgt 100.000 Euro. Dieser Betrag gilt auch für Unternehmen, es sei denn, eine Sicherung ist lt. § 10 ESAEG explizit ausgeschlossen (z.B. Einlagen von Banken, Pensionsfonds, Staaten, Länder, Gemeinden).

In manchen Fällen ("zeitlich begrenzt gedeckte Einlagen" sind auch spezielle Guthaben bis 500.000 Euro gesichert - so z.b. bei privaten Immobilientransaktionenis. Dies gilt aber nur, wenn der Sicherungsfall innerhalb von 12 Monaten nach Gutschrift eintrat - hohe Sparguthaben sollten demnach sehr bald auf mehrere Banken verteilt werden...

Bei der Einlagensicherung sind Kapital und Zinsen auf Sparbüchern, Konten, Sparkarten und Bausparkonto pro natürliche Person und pro Bank bis zu einem Betrag von 100.000 Euro gesichert - beachten Sie aber, dass (insbesondere in Zeiten hoher Zinsen) die Zinsgutschriften die 100.000-Euro-Grenze überschreiten könnten, dann wäre der übersteigende Betrag im Sicherungsfall weg...

Trotz Einlagensicherung vorsichtig auswählen

Schon in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass hohe Zinsversprechungen -weit außerhalb der Norm- oft mit Kapitalproblemen der Banken einhergingen. Ein klassisches Beispiel war die Rieger-Bank - dort hätte sogar der oft zweifelhafte "gesunde Menschenverstand" viele Sorgen und Probleme vermieden. Und die Einlagensicherung war damals noch nicht so hoch wie heute...

Bevor Sie einer relativ unbekannten Bank Gelder überlassen, sollten Sie jedenfalls wissen, ob diese in den heimischen Haftungsverbänden Mitglied sind bzw. wie hoch die jeweilige Einlagensicherung des Stammhauses (im Ausland) ist.

In Österreich gibt es 5 wesentliche Haftungsverbände:

  • Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH
  • Sparkassen-Haftungs-AG
  • Österreichische Raiffeisen-Einlagensicherung regGenmbH
  • Volksbankensektor: Volksbank Haftungsgenossenschaft eG
  • Hypo-Haftungs-GesnbH

Die erwähnten Haftungsverbände werden dann ab 2019 dann der Vergangenheit angehören, zukünftig soll die Wirtschaftskammer (was der Bankenbranche nicht gefällt) für den Betrieb bzw. die Veranlagung der Fonds zuständig zeichnen. Nach FMA-Zusage könnten sich aber auch Bankengruppen zu Haftungsgruppen zusammenschließen und separate Fonds betreiben, was Raiffeisen- oder Sparkassenbanken wohl auch tun werden...

Einlagensicherung ING Diba

Zweigniederlassungen von ausländischen Kreditinstituten unterliegen allerdings den jeweiligen (unterschiedlichen) Einlagensicherungsrichtlinien der entsprechenden Heimatländer. Ein klassisches (und immer wieder gefragtes) Beispiel ist hier die ING DiBa, die dem soliden Sicherungssystem der deutschen Banken (gilt auch für Kunden aus Österreich) unterliegt. Weitere Informationen dazu hier: Einlagensicherung ING DiBa in Österreich

Bei der isländischen Kaupthing Edge kam es 2008 aus Sicherheitsgründen seitens FMA (Finanzmarktaufsicht) zum "Einfrieren" der Kundengelder, nach ein paar Wochen wurden den (zum Glück noch wenigen) österreichischen Kunden dann doch die Einlagen retourniert.

Relativ aktuelle Stände der Einlagensicherung in Europa sowie weltweit finden Sie übrigens beim Wikipedia-Link in der Linksammlung.

Bisherige Sicherungsfälle der Einlagensicherung in Österreich:

  • BHI-Bank (1995 Konkurs)
  • Diskont Bank (1998 Konkurs)
  • Riegerbank (1998 Konkurs)
  • Trigon Bank (2001 Konkurs)

Einlagensicherung intelligent nützen:

Mit 100.000 Euro sind die Spareinlagen für Private derzeit ausgesprochen solide gesichert. Wer über höhere Spareinlagen als 100.000 verfügt, sollte sein Geld aber unbedingt bei unterschiedlichen Banken anlegen. Z.b. 80.000 Euro da, 75.000 Euro dort. Abgesehen davon, kann man sich bei derartigem Vermögen auch durchaus vorsichtig in andere (relative sichere) Veranlagungsvarianten wagen.

Wenn ziemlich unbekannte Banken extrem nach oben abweichenden Zinsen versprechen, sollte der Sparer mit "Hausverstand" nun eigentlich ausreichend gewarnt sein und nicht alles auf eine Karte (Bank) setzen!

Einlagensicherung in der EU

Aufgrund der EU-Richtlinie 2009/14/EG (CELEX Nr: 32009L0014[28]) gibt es seitens EU-Ländern seit 31.12.2010 eine einheitliche Einlagensicherung von 100.000 Euro. Die EU-Staaten können mittels nationaler Gesetzgebung bessere Bedingungen festlegen, haben sich aber ziemlich einheitlich bei 100.000 Euro eingependelt (siehe Wikipedia-Link).

Einlagen in EU-Ländern sollten damit ebenso sicher sein, wie in Österreich. Wiewohl die Abwicklung im Insolvenzfall wohl etwas mühsamer wird: Korrespondenz in fremden Sprachen und mögliche Kursverluste außerhalb der Eurozone (der Gegenwert der Landeswährung könnte während der Bankenabwicklung massiv fallen) sind hier einzukalkulieren - so eine Bank in einem Land mit Fremdwährung pleite geht, hat das oft auch negative Auswirkungen auf die entsprechende Währung...

Einlagensicherung auch beim Bausparen

Auch Guthaben auf Bausparverträgen der 4 heimischen Bausparkassen unterliegen der Einlagensicherung - die Bausparkassen sind ebenfalls den Haftungsverbänden beigetreten.

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Zuletzt verändert: 02. 05. 2017, 10h35