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Sparformen beim SparbuchSparmöglichkeiten beim Sparbuch im ÜberblickJedes Bankinstitut und jede Sparkasse bietet ein breites Angebot an möglichen Sparformen. Egal ob als klassisches Sparbuch in Bücherlform oder Sparkarte im handlich Kartenformat - das Sparbuch ist wohl immer noch die einfachste (wenn auch wohl nicht die ertragreichste) Sparform. Ob Sie jetzt einen Notgroschen für unvorhergesehene Anlässe (Waschmaschine, TV-Gerät, Stromrechnung, Autoreparatur etc.) anlegen wollen oder ein größeres Ansparziel (Weltreise, Auto, Wohnung, Studium der Kinder etc.) haben: Die Auswahl der Sparbuchprodukte hat sich ob der Beliebtheit des Sparbuches an sich schon durchaus perfektioniert. Die Geldmarie hat versucht, Ihnen für verschiedene Lebenslagen und Sparziele die wesentlichsten Sparbuchprodukte zusammenzustellen. Nicht ohne auf den einen oder anderen Haken an der oft so einfach klingenden Sache hinzuweisen. Das Eckzinssatzsparbuch, täglich fälligDen klassischen Eckzins gibt es eigentlich gar nicht mehr. Und doch hat sich dieser Begriff ins heutige Zeitalter hinübergerettet: Denn hiebei handelt es sich um ein Sparbuch mit (früher einheitlicher) Mindestverzinsung für täglich fällige (also täglich behebbare) Spareinlagen. Da die meisten Banken diese Sparbücher mit ca. 0,125% verzinsen (wo sogar noch die 25% KESt drüberfahren) ist es wohl klar, daß ich diese Variante kaum empfehlen würde. Diese Sparform ist natürlich besser und sicherer als das Geld zu Hause im Strumpf oder Glas zu horten. Fazit: Wirklich nur für minimale Beträge geeignet, die laufend verfügbar sein sollen. Sparkarte, täglich fällig
Nachdem die Manipulation mit den Sparbüchern für die Banken sehr aufwändig ist (was ich aufgrund meiner Erfahrungen
in der Kassa durchaus bestätigen kann - ein mühsames Gröscherlgeschäft), versuchten die Banken und Sparkassen
Anfang der 90er-Jahre die Menschen weg von der Kassa zu bringen. Der Geldausgabeautomat war da die ideale Basis.
Der Plan, die kleinen Sparbuchsparer zumindest bei der Auszahlung (auch Einzahlungen auf Sparkarten sind natürlich
schon lange beim Automaten möglich) weg von der Kassa zu bringen, hatte nur teilweise Erfolg:
Fazit: Zwar nicht so übersichtlich wie das Sparbuch (auch wenn es Kontoauszüge gibt) - aber für jüngere Menschen sicher eine intelligente Alternative zum "Eckzinssatzsparbuch". Größere Beträge, die man binden könnte, sollte man aber nicht auf der Sparkarte herumliegen lassen. Direktbanken, täglich fälligAuch wenn Ihnen hier das geliebte Sparbuch abgehen wird: Die Verzinsung dieser Sparkonten, die über das Internet dotiert und abgeschöpft werden, kann man fast als "attraktiv" bezeichnen. Keine Kontoführungsgebühr - das Sparkonto dient aber nicht dem Zahlungsverkehr! (es muss ein bestehendes Girokonto als Referenzkonto angegeben werden). Fazit: Wohl die interessanteste Sparform im Bereich "täglich fällig" - denn sie deckt (nach Abzug der KESt) zumeist die Inflationsrate. Gebundenes Sparbuch
Diese Sparform ist erfahrungsgemäß die Lieblingsform der Kundengruppe "Verhandler". Zumeist wird eine Bindung von
6 Monaten (aber auch mehr wäre möglich) vereinbart. Die Höhe der Zinsen richten sich nach dem aktuellen Zinsniveau
bzw. natürlich auch nach der Höhe der Einlage, ist also sehr variabel.
Fazit: Aufgrund der fehlenden Zinsgarantie sollte man diese Sparform nur wählen, wenn man auch die entsprechende Zeit und das Wissen über das Produkt hat. Auch sollte man gerne verhandeln. Für mich persönlich ein zu mühsames Produkt, welches aber durchaus nette Erträge (bei hohen Einlagen) liefern kann. Kapitalsparbuch
Eine sehr beliebte (weil transparente) Sparform: Ob 6 Monate, 1 Jahr, 2 Jahre oder mehr (meistens bis ca. 6 Jahre
Bindungsdauer am Markt) - Kapitalsparbücher mit Fixzinssatz können durchaus ein "Bringer" sein.
Hier wird ein Fixbetrag (zumeist ab ca. 1.000 Euro) einbezahlt, der dann über die vereinbarte Laufzeit liegenbleiben sollte
(aber nicht muss). Verhandlungsspielraum gibt es hier keinen - es gibt fixe Zinsen, die jedoch auch über die vereinbarte Laufzeit garantiert sind.
Fazit: Das Kapitalsparbuch ist eine sehr transparente und faire Sparform. Wenn Sie z.B. ein Kapitalsparbuch auf 6 Jahre mit 6% p.a. abgeschlossen haben und das dazugehörige Zinsniveau fällt bald auf 3% sind Sie auf der Siegerstrasse: Denn der Zinssatz ist ja garantiert und fix. Im umgekehrten Fall sollten Sie eine vorzeigige Behebung und Umschichtung (auf aktuelle, bessere Konditionen) durchrechnen. Bei klaren Zinsunterschieden und langen Laufzeiten rechnet sich das! In Niedrigzinsphasen nicht lange binden! PrämiensparbuchEin wenig aus der Mode gekommen ist das Prämiensparbuch. Wohl auch deshalb, weil die Laufzeit von zumeist 4 Jahren dem Bausparvertrag schon sehr nahe kommt, dem Ertrag eines Bausparvertrages aber kaum. Früher gab es bei Prämiensparverträgen noch eine staatliche Förderung - seit deren Wegfall (die Prämien übernahmen dann die Banken) wurde das Prämiensparen eher zum Randprodukt. Produkteigenschaften: Kleinere, variable Beträge (ca. 15 bis 40 Euro) im Quartal ansparen (idealerweise mit Dauerauftrag vom Konto, kann natürlich auch monatlich sein), variable Verzinsung, Laufzeit 4 Jahre. Achtung: Achten Sie auf die regelmäßige Dotation des Prämiensparvertrages (erfragen Sie den Mindestbetrag pro Quartal). Ansonsten könnte nämlich der Zinssatz in Richtung "Eckzinssatz" taumeln. Dies steht auch ins Haus, wenn man vorzeitig behebt bzw. das Sparbuch auflöst. Fazit: Sicher eine brauchbare Variante zum Ansparen. Es sollte aber auch wirklich die Dotation bzw. die Laufzeit eingehalten werden. Vielleicht als Zusatz zum Bausparvertrag. Ideal für "Projektsparen". Manche Sparer machen auch 4 Prämiensparbücher in 4 aufeinanderfolgenden Jahren - damit wird dann jedes Jahr eines fällig und kann behoben oder weiterveranlagt werden. Geldmarie-Tipps
Eine übersichtliche Auflistung von Sparprodukten samt Risikocheck, Ertragsprognose und aktueller Einschätzung finden Sie übrigens hier: Anlagebarometer der Geldmarie Geldmarie-Linktipps: Zuletzt verändert: 18. 11. 2009, 14h45
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