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Die Geldmarie

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Zinsberechnung Sparbuch


Sparbuchzinsen selbst berechnen

Es kann schon ab und zu vorkommen, dass man selber berechnen will, wie hoch die Zinsen am Sparbuch ausfallen werden. Egal ob man ganz einfach die EDV-Rechner der Bank nachvollziehen will (welche höchstwahrscheinlich richtig rechnen) - oder ob aus anderen Gründen (wenn man z.B. jemanden Geld leiht und dafür netterweise nur die Sparbuchzinsen für einen gewissen Zeitraum verlangt).

Und genau da steht man zumeist an und kramt in alten Erinnerungen. Selbst die Geldmarie, die lange Jahre im Bankwesen auf "DU und DU" mit Zinsberechnungen war, musste erst kurz einmal nachdenken, wie denn da noch die Formel zur Zinsenberechnung ging.

Denn zumeist verlässt man sich dieser Tage automatisch auf vollautomatische Zinsberechnungen - zu sehr traut man den Berechnungsprogrammen von Banken & Co. Ein wenig Grundwissen über die Berechnung von Habenzinsen kann aber sicher nicht schaden...

Grundlage Verzinsung Sparbuch

  • Einlagen werden erst ab dem der Einzahlung folgenden Tag verzinst
  • Abhebungen werden sofort berechnet und gehen zu Lasten der zuletzt eingezahlten Beträge
  • Einzahlungen, die innerhalb von 14 Tagen wieder abgehoben werden, werden zumeist nicht verzinst
  • Das Monat wird mit 30 Tagen gerechnet (egal wie lange es wirklich ist), das Jahr mit 360 Tagen

Formel Verzinsung Sparbuchzinsen

Banken verwenden bei der Verzinsung von Habenkonten (Sparbücher, Sparcards etc.) folgende Formel:

Kapital (K) x Prozentsatz (P) x Tage (T) geteilt durch 36.000 (= 100x360)

Ein einfaches Beispiel:

Am 8.10 eröffnen Sie ein Sparbuch mit einer Einlage von 1.000 Euro und erhalten dafür 2% Zinsen. Zinsberechnung bis zum Jahresende (31.12):

1.000 (Kapital) x 2 (Prozentsatz) x 82 Tage (22 Tage Oktober, 30 Tage November, 30 Tage Dezember) geteilt durch 36.000 = 4,56 Euro abzüglich Kapitalertragsteuer.

Schon ein wenig schwieriger wird es, wenn Sie laufende Ein- und Auszahlungen haben, sich der Zinssatz mehrmals im Jahr ändert oder auch wenn Bindungen vorhanden sind, welche nicht eingehalten werden - Vorschusszinsen sind dann die Konsequenz. Mehr zu den Vorschusszinsen in der entsprechenden Rubrik.

Die Zinsen müssen Sie übrigens nicht im Jänner des neuen Jahres nachtragen: Sie werden automatisch per Jahresanfang saldiert und hinkünfig auch in der Zinsberechnung (Stichwort: Zinseszinsen) miteinbezogen.

Bei Sparbüchern, auf denen laufend Einzahlungen und Behebungen durchgeführt werden, sind aber in der Regel ohnehin kaum Bindungen bzw. nennenswerte Beträge vorhanden - und eine Zinsberechnung bei täglich fälligen Sparbüchern lohnt aufgrund der geringen Zinsen ebenso kaum.

Alternativen zum täglich fälligen Sparbuch finden Sie unter: Sparformen im Überblick.

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Zuletzt verändert: 29. 01. 2016, 12h44