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Bausparprämien und Bausparzinsen


Zinsen und Prämien beim Bausparvertrag

Die Voraussetzung, in den Genuss der Bausparprämie in Österreich zu kommen ist einfach: Der Vertragsinhaber muss in Österreich steuerpflichtig sein.

Die Staatsbürgerschaft Österreichs ist nicht zwingend vorgeschrieben - es muss jedoch der ordentliche Wohnsitz (hauptgemeldet) in Österreich liegen. Auch das Alter ist egal - vom Baby bis zum Greis kann jedermann und jede Frau einen staatlich geförderten Bausparvertrag besitzen.

Ursprünglich als Anspareinstieg für Häuslbauer gedacht (mit folgendem Ansparen auf eine Höhe, bei welcher dann die Zuteilung eines Bausparkredites möglich ist), hat sich das Bausparen dann eher zur allgemeinen Sparform entwickelt. Und zwar solchermaßen, dass es derzeit (trotz sehr niedriger Zinsen) laufend Nr. 1 oder Nr. 2 bei den beliebtesten Sparformen in Österreich ist (jedenfalls was die Menge der Bausparer betrifft, sicher nicht bezüglich Volumen).

Die Erträge resultieren aus 2 Komponenten: Bausparzinsen und staatliche Prämie.

Bausparzinsen

Die Bausparzinsen sind je nach gewählter Produktvariante durchaus leicht unterschiedlich: Sie liegen derzeit (Stand 2017) schon deutlich unter einem Prozent und beziehen sich auf das auf dem Bausparvertrag eingelangte bzw. kapitalisierte Guthaben (später auch inklusive gutgeschriebener Prämien).

Die Zinsen liegen über die 6 Jahre aktuell sogar schon deutlich unter einem Prozent (oft 0,25 oder 0,50%) - 1% oder mehr gibt es maximal noch für eine gewissen Zeit aber sicher nicht mehr über die gesamten 6 Jahre. Fixzinsen sind derzeit rar geworden, die Renditen (inklusive staatliche Prämie) liegen leider nur noch unter einem Prozent...

Bausparkassen locken immer wieder mit scheinbar tollen Angeboten - welche aber meistens nur für ein paar Monate oder ein Jahr gelten, also über die Gesamtlaufzeit wenig Auswirkungen bezüglich Effektivverzinsung haben. Die Zinsen unterliegen darüber hinaus auch noch der KESt. (Kapitalertragssteuer).

Staatliche Bausparprämie 2017

Aufgrund des Sparpakets 2012 sanken die Bausparprämien mit 1.4.2012 auf die Mindestprämie von 1,5%. Die Prämienspanne der Folgejahre ist dann auf 1,5% bis 4% (vorher 3-8%) begrenzt.

2017 liegt die Bausparprämie wieder auf dem Mindestsatz von 1,5%, und auch in den nachfolgenden Jahre ist aufgrund der Niedrigzinslandschaft weiterhin mit den bescheidenen 1,5% zu rechnen.

Diese Prämie ist KESt-frei, bezieht sich allerdings nur auf die im laufenden Jahr geleisteten Einzahlungen (bei Einmalerlägen immer anteilig pro Jahr) - also nicht mehr auf das schon auf dem Bausparvertrag liegende Kapital. Dieses Kapital wird allerdings laufend weiterverzinst - am Jahresanfang erhält der Bausparer immer einen Kontoauszug über das Vorjahr bzw. die zum Jahreswechsel angefallenen Zinsen minus KESt + staatliche Prämie.

Maximal mögliche Bauspareinzahlungen pro Person 2017

100 Euro bei monatlicher Zahlung
1200 Euro bei jährlicher Zahlung
7200 Euro beim Einmalerlag ("Goldener Vertrag")
12.000 Euro beim Bausparvertrag mit 10 Jahren Laufezeit

Bitte beachten Sie, dass seit wenigen Jahren beim Bausparen oft auch ein "Index" angeboten wird - hier handelt es sich z.B. um eine jährliche Wertanpassung der Prämien um 4 Prozent - Sie zahlen dann im 2. Jahr des Vertrages z.B. 104 Euro pro Monat ein (bei einer ursprünglichen Monatsprämie von 100 Euro). Die Bausparprämie gibt es nur auf die 100 Euro (monatliche Maximalzahlung), die Zinsen erhalten Sie aber sehr wohl für den ganzen Betrag.

Schon beim Vertragsabschluss sollte man erfragen, ob hier eine Indexvereinbarung gegeben ist - diese kann man schon beim Abschluss aus- oder einschließen.

Verträge mit 2 Vertragsinhabern sind derzeit übrigens nicht attraktiv genug (kaum Unterschiede) - hier sind Einzelverträge ob der Flexibilität wohl zumeist die bessere Variante.

Ertrag Bausparen 2017 - Rechenbeispiele:

Klassisches Bausparen mit variablen Zinsen:

Monatsprämie 50 Euro
Gesamte Einzahlungen: 3600 Euro
Endguthaben nach 6 Jahren (vor KESt.) minimal: 3.650 Euro
Endguthaben nach 6 Jahren (vor KESt.) maximal: 4.156 Euro

Monatsprämie 100 Euro
Gesamte Einzahlungen: 7.200 Euro
Endguthaben nach 6 Jahren (vor KESt.) minimal: 7.335 Euro
Endguthaben nach 6 Jahren (vor KESt.) maximal: 8.351 Euro

Ein wenig mehr wird der Gesamtbetrag noch bei jährlicher Zahlung oder beim Einmalerlag - derzeit ist das aber nicht übermäßig attraktiv, da ja das Geld auch durchschnittlich länger gebunden ist (beim Monatssparen nur durchschnittlich 3 Jahre lang).

Jahresprämie 1.200 Euro
Gesamte Einzahlungen: 7.200 Euro
Endguthaben nach 6 Jahren (vor KESt.) minimal: 7.349 Euro
Endguthaben nach 6 Jahren (vor KESt.) maximal: 8.478 Euro

Einmalerlag 7.200 Euro
Endguthaben nach 6 Jahren (vor KESt.) minimal: 7.455 Euro
Endguthaben nach 6 Jahren (vor KESt.) maximal: 9.110 Euro

Stand November 2017, Quelle: sBausparkasse, klassisches Bausparen mit variablen Zinsen, derzeit 0,25% + erste 12 Monate 1,25%, inklusive Abzug der Kontoführung (5,78 Euro pro Jahr)

Aktuell ist ob der Niedrigzinslandschaft ziemlich klar davon auszugehen, dass die Endguthaben ziemlich genau im Bereich "minimal" landen werden.

Derzeit ist es sicher kein grober Schaden, monatliche Zahlungen vorzunehmen - im Vergleich zur Jahreseinzahlung resultieren bei 100 Euro aktuell rund 14 Euro mehr. Aber dies kann sich natürlich noch (bei massiven Änderungen in der Zinslandschaft) ändern. Auch innerhalb der Laufzeit eines Bausparvertrages.

Die staatlichen Prämien sind in ihrer Entwicklung seitens Bausparer nicht beeinflussbar - sehr wohl bieten die Bausparkassen auch immer ab und an Produkte an, die über die gesamte Laufzeit einen fixen Zinssatz haben. Vor Niedrigzinsphasen durchaus eine gute Option!

Weitere Infos und Tipps:

  • Die Bausparbeiträge müssen noch unbedingt im alten Jahr eingezahlt werden - ansonsten gibt es keine Förderung. Nachzahlen ist nicht möglich - ausgenommen Prämien innerhalb eines Jahres.
  • Beim Abschluss des Vertrages realistisch sein - eine Reduktion der Prämien wirkt sich negativ auf die Effektivverzinsung aus.
  • Erhöhungen sind möglich - meistens wird den Bausparern am Ende des Jahres auch noch die Möglichkeit geboten, den Rest auf die maximal geförderte Summe einzubezahlen. Ist durchaus eine interessante Option.
  • Eine vorzeitige Auflösung (Kündigung) ist mit Kosten verbunden - höchstwahrscheinlich erhalten Sie weniger zurück, als Sie einbezahlt haben. Mehr Infos hier: Vorzeitige Auflösung Bausparvertrag
  • Was Sie beim Abschluss eines Bausparvertrages wissen sollten bzw. dabeihaben sollten: Versicherungsnummer des Vertragsinhabers, Legitimation, Bankverbindung. (Den Rest wissen Sie hoffentlich auswendig;-)
  • Wenn Ihr alter Bausparvertrag z.B. per 1.4 ausläuft, können Sie immer noch den Rest des Jahres die Prämien (plus Zinsen) via neuem Bausparvertrag (kann gleich wieder mit 1.4. beginnen) kassieren - es sei denn, Sie haben die Jahresprämie schon auf den alten Vertrag eingezahlt.
  • Bausparvertrag ist nicht gleich Bausparvertrag - hier mehr Informationen zu: Varianten beim Bausparen

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Zuletzt verändert: 06. 11. 2017, 13h44