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Die Geldmarie

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Ausgleichszulage


Ausgleichszulage oder Mindestpension

Wenn jemand sagt, er bekommt die Mindestpension, dann bekommt er mit einiger Sicherheit auch die sogenannte Ausgleichszulage. Denn die Ausgleichszulage ist der Betrag, der zum Erreichen des Richtsatzes für Pensionen (Mindestpension) fehlt.

Anspruch auf Ausgleichszulage

Jeder Pensionsbezieher der im Inland lebt hat also diesen Anspruch auf Ausgleichszulage, sofern das gesamte Einkommen (Pension + sonstige Einkommen + Unterhaltsansprüche) unter dem jeweils geltenden Richtsatz (Mindestpension) liegt.

Antragstellung Ausgleichszulage

Ein Antrag auf Pension ist gleichzeitig auch ein Antrag auf Ausgleichszulage (wenn der Richtsatz nicht erreicht wird). In einigen Fällen (z.B. Scheidung) kann aber auch nach bereits erfolgter Pensionierung die Ausgleichszulage beantragt werden - zuständig ist hier der jeweilige Pensionsversicherungsträger (SVA, PVA, etc.). Bei späterem Entstehen des Anspruches auf Ausgleichzulage ist der Antrag in einer Frist von einem Monat zu stellen. Versäumen Sie diese Frist nicht, da ansonsten ältere Ansprüche verlorengehen!

Höhe Ausgleichszulage

Derzeit (Stand 2019) liegt der Richtsatz für die Ausgleichszulage alleinstehender Pensionisten (auch für Witwen und Witwer gültig) bei Euro 933,06 pro Monat.
Wenn also der selbst erworbene Pensionsanspruch bei z.B. nur 600 Euro liegen würde, wäre die (eigentliche) Höhe der monatlichen Ausgleichszulage Euro 333,06 Euro.

Für alleinstehende Pensionisten (aber nicht für Witwen und Witwer gültig!), welche zumindestens 360 Beitragsmonate der Pflichtversicherung auf Grund einer Erwerbstätigkeit erworben haben, liegt der Richtsatz für die Ausgleichszulage 2018 bei (etwas höheren) 1.048,57 Euro.

Der Richtsatz für Pensionisten, die mit dem Ehepartner im gleichen Haushalt leben liegt derzeit (Stand 2019) bei 1.398,97 Euro.

Weitere Richtsätze (z.B. für Halbwaisen und Waisen) finden Sie übrigens beim Link ganz unten.

Die Geldmarie meint:

Gute Sache, die Ausgleichzulage, welche eigentlich eine Grundsicherung für Pensionisten darstellt. Man könnte sich sehr viel Administrationskosten ersparen, würde man die Grundsicherung auch für Erwerbstätige einführen - und zwar in eindeutiger Form und nicht in konfuser und politisch abhängiger Länderkompetenz wie aktuell gegeben.

Denn gerade in Zukunft wird es aufgrund des evidenten Unterfinanzierungsgrades des staatlichen Pensionssystems, der steigenden Lebenserwartung, der schlechteren Beschäftigungsverhältnisse (Stichworte: Kurzarbeit, Teilzeitarbeit, unfreiwillige Selbständige, fehlende Ausbildung, Ausgliederung der Arbeit in Billiglohnländer etc.) weiterhin zu krassen Reformen im Pensionssystem kommen müssen.

Auch wenn heutzutage viel mehr Frauen (die ob damaliger Lebensplanung vielfach zu Hause blieben oder erst spät ins Erwerbsleben eintraten) eine eigene Pension erwerben - vielfach reicht es dann doch nur für eine Mindestpension.

Das Problem trifft aber auch immer häufiger Männer - und über tolle Privatpensionen oder Firmenpensionen verfügen alle diese Menschen nicht. Wie man die Ausgleichzulage (Mindestpension) auch immer in naher Zukunft bezeichnen wird: Sie wird leider schwer notwendig bleiben.

Geldmarie-Linktipp:

Zuletzt verändert: 02. 01. 2019, 16h35