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Energiesparlampen


Engeriesparlampen - effizient und günstig im Stromverbrauch

Die Energiesparlampe ist schon eine seltsame Sache: Schon der Name ist irgendwie nicht sehr originell. Denn während die Glühbirne, der Halogenscheinwerfer, die Leuchtstoffröhre etc. alle einen "eigenen" Namen erhielten, so entwickelte sich bei der Energiesparlampe der Trend, das Ding beim Namen zu nennen - eine Lampe, die Energie spart.

So schlicht also die Namensgebung funktionierte, so toll der Siegeszug, den die Energiesparlampe (deren kommerzielle Entwicklung vor allem der niederländische Konzern Philips erfolgreich vorantrieb) in den letzten Jahren antrat.

2007 überraschte die australische Regierung mit der Ankündigung, dass ab 2010 nur noch Energiesparlampen statt herkömmlichen Glühbirnen zum Einsatz kommen dürfen. Und das von einem Land, welches in Sachen Klimaschutz und Umweltsünden nicht gerade Lorbeeren verdiente. Selbst im in Sachen Klimaschutz durchaus bemühten (wenn auch nicht sehr erfolgreichen) Europa war man erstaunt. Denn hier waren Energiesparlampen schon ein paar Jahrzehnte im Einsatz - aber eine zwangsweise Umstellung hätte sich wohl kein Politiker zu verordnen getraut.

Ende 2008 zog die EU dann nach und verordnete der Glühlampe ein langsames "Ausbrennen".

Aber was sind denn jetzt die möglichen Beweggründe, um eine billige Glühbirne gegen eine teurere Energiesparlampe zu tauschen? Der wesentliche Faktor: Die Wirtschaftlichkeit!

Ca. 10% des Stromverbrauches eines durchschnittlichen Haushaltes resultieren aus der Beleuchtung. Diese wird auch im 21. Jahrhundert noch immer vielfach mit Glühbirnen erzielt. Und genau hier liegt großes Einsparungspotenzial:
Wenn ein Haushalt sämliche Glühbirnen gegen Energiesparlampen tauscht, spart dieser ca. 50 bis 150 Euro pro Jahr (je nach Größe des Haushalts, dessen Ausstattung und der Dauer der Beleuchtung). Energiesparlampen benötigen 70% bis 85% weniger Strom als die "gute alte" Glühlampe mit dem Glühfaden (der hier bestenfalls ob seiner hohen Wärmeabgabe noch ein wenig in Schutz genommen wird).

Diese Energieersparnis sollte eigentlich Motivation sein, sofort in den nächsten Baumarkt zu eilen. Wenn nicht, möchten wir uns hier noch ein wenig mit den (oft irrationalen) Argumenten der Gegnerschaft von Energiesparlampen auseinandersetzten:

Die Energiesparlampen sind zu teuer

Blödsinn.
Natürlich sind diese noch teurer als die herkömmliche Glühlampe. Aber schon nach ca. 100 Stunden Einsatz hat sich bei den meisten Lampen diese Differenz amortisiert. Es muss auch nicht mehr unbedingt eine Markenlampe sein - es gibt auch schon jede Menge Billiganbieter.

Die Lebensdauer der Energiesparlampen ist nicht so toll

Natürlich wird es immer wieder auch Energiesparlampen geben, die irgendwann verfrüht den Geist aufgeben. Aber dieses minimale Risiko (die Qualität von Energiesparlampen wird jährlich noch besser) haben Sie auch bei der Glühbirne. Bei mehreren Lampen ist also auch der statistische Ausreißer kein Problem mehr. Eine Energiesparlampe hält ca. 10x so lang wie eine Glühbirne und braucht nur 20% so viel Strom.

Während eine normale Glühbirne also ca. 1000 Stunden leuchtet, kann die neue Generation der Energiesparlampen schon einmal über 20.000 Stunden (und mehr) leuchten. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Und diese Regel lautet: Energiesparlampen halten 10x bis 20x länger als Glühbirnen.

Sollte eine Energiesparlampe defekt werden, entsorgen Sie diese als Sondermüll am Mistplatz - keinesfalls in den Restmüll werfen. Sehr wohl bedenklich ist nämlich die Umwelt- und Gesundheitsbelastung durch das in der Energiesparlampe vorkommende Quecksilber. Zerbricht eine Energiesparlampe, sollte man das Fenster des betreffenden Raumes öffnen und sicherheitshalber für zumindest eine halbe Stunde den Raum verlassen.

Die Helligkeit beim Leuchten nimmt bei Energiesparlampen ab

Stimmt. Allerdings sehr langsam und unmerklich. Negativ wirkt sich hier häufiges An- und Ausschalten aus.

Energiesparlampen leuchten zu wenig hell

Wenn Sie eine rosarote Wohnung haben, könnte das durchaus stimmen. Denn Energiesparlampen leuchten durch Gasentladung - und das daraus resultierende Leuchten hat keine Rotkomponente. Für alle anderen Wohnungen gilt: Die neueren Generationen der Lampen leuchten schon sehr bald. Ältere Baujahre hatten da durchaus Probleme.

Energiesparlampen sind hässlich

Ein häufiges Killerargument von Damen (Achtung: Vorurteil;-) - welches in der Vergangenheit auch durchaus stimmig war. Denn die ersten Energiesparlampen waren riesig und hässlich. Mittlerweile hat sich das Angebot in den Regalen von Baumärkten & Co. schon der Nachfrage angepasst: Es gibt für fast jede Glühbirne einen optisch passenden Ersatz.

Geldmarie-Tipps:

Die Lebensdauer von Energiesparlampen wird auch heute noch oft durch häufiges Aus- und Einschalten verkürzt. Wenn Sie also nicht das ganze Haus (die ganze Wohnung) mit Energiesparlampen auswechseln, beschränken Sie sich primär auf die Lampen, die länger im Einsatz sind (Wohnzimmer, Küche, Lampen im Außenbereich, welche ständig leuchten etc.). Bei "Kurzleuchtern" können Sie durchaus noch mit der alten Glübbirne weiterleuchten. Beim WC könnte sich die Entscheidung z.B. nach Ihrer "Sitzungsdauer" richten;-)

Ein kompletter Umstieg ist sicher eine interessante Möglichkeit - auch wenn die Erstinvestition vielleicht ein paar Euro kostet: Nach der nächsten Stromrechnung sollten Sie sich freuen können. Vergleichen Sie aber nicht Äpfel mit Birnen - denn wenn Sie sich im selben Abrechnungsjahr eine Erdwärmeheizung zugelegt haben, wird natürlich der Einsatz von 3 Energiesparlampen kaum sichtbar sein... Aber auch ein langfristiger Umstieg ist sehr sinnvoll: Legen Sie sich einfach in Zukunft ein paar Energiesparlampen auf Depot und setzen Sie diese dann ein, wenn die alten Glühbirnen den Dienst versagen.

Das bringt zwar kurzfristig vielleicht wenig sichtbaren Erfolg, geht aber mittel- bzw. langfristig sicher in die richtige Richtung. Und zwar in Richtung Senken des Energiebedarf (und der Stromrechnung).Wenn es Sie optisch nicht stört, können Sie auch "mischen" - d.h. einen Beleuchtungskörper gleichzeitig mit Glühbirnen und Energiesparlampen bestücken. Hier können Sie dann auch gleich direkt die Lebensdauer testen;-)

Achten Sie beim Kauf der Lampen auf die Leistung. Eine herkömmliche 60-Watt-Glühbirne kann z.B. ideal durch eine 12-Watt-Energiesparlampe ersetzt werden. Die meisten Anbieter machen ohnehin entsprechende Angaben auf den Verpackungen der Energiesparlampen. Sparen Sie hier nicht am falschen Platz - denn ist macht keine Freude, im "Funserl" einer falsch gekauften Energiesparlampe zu lesen.

Wer seinen Haushalt mit Energiesparlampen ausgestattet hat, neigt dazu, diese auch nach dem Motto "verbraucht und kostet eh nix" unnötig brennen zu lassen. Auch das Abschalten von Energiesparlampen spart Energie!;-)

Geldmarie-Linktipps:

Zuletzt verändert: 21. 07. 2011, 13h17