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Die Geldmarie

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Ende der Glühbirne


Das langsame Ende der Glühbirne

Kennen Sie noch die Öllampe? Vielleicht haben Sie zu Dekorationszwecken so ein Ding ja noch im Hause stehen - wohl die wenigsten Menschen werden diese aber noch verwenden.

Ein ähnliches Schicksal wie der Öllampe droht auch der Glühbirne:

1880 von Thomas Alva Edison zur Reife gebracht und patentiert (nach einigen Streitigkeiten mit dem einen oder anderen Erfinder, der an einem ähnlichen Produkt arbeitete), setzte die Glühbirne zu einem weltweiten Siegeszug an.

Erst ca. 100 Jahre später kamen die ersten Konkurrenten der Glühbirne in die Läden und wurden fortan auch immer häufiger gekauft: Die Energiesparlampen.

Denn langsam, aber sicher, sprach sich in kosten- und umweltbewussten Haushalten herum, dass der Einsatz von Glühbirnen teuer kommt: Denn sie setzen von der gesamten Energie nur ca. 5% in Licht um, der Rest wird in Wärme umgewandelt. Nicht unbedingt sehr effizient. Aber auch die gefürchtete Lobby der Beleuchtungsindustrie machte ganze Arbeit...

Eine vergleichbare Energiesparlampe braucht ca. 70-80% weniger Strom als eine altmodische Glühbirne. Energiesparlampen sind zwar in der Anschaffung klar teurer (auch das hat sich schon ziemlich relativiert), haben dafür aber eine wesentlich längere Lebensdauer. Mehr zu Energiesparlampen finden Sie übrigens in der entsprechenden Rubrik: Energiesparlampen. Mittlerweile noch empfehlenswerter: Der Wechsel zu LED-Leuchten

Abschaffung der Glühbirne

Nein, es wird wohl nicht verboten sein, wenn auch in vielen Jahren (und auch vielleicht in ein paar Jahrzehnten) noch irgendeine (oder mehrere) Glühbirne im Haushalt brennt. Die EU hat sich aber darauf festgelegt, dass die Glühbirne sukzessive aus den europäischen Geschäften verschwindet:

  • Seit 1.9.2009 dürfen in der EU keine 100-Watt-Glühbirnen mehr verkauft werden.
  • Seit 1.9.2010 gilt dies auch für Glühbirnen über 75 Watt
  • Seit 1.9.2011 verschwinden Glühbirnen über 60 Watt langsam aber sicher aus dem Handel
  • Seit 1.9.2012 geht es den Glühbirnen mit 25 und 40 Watt an den Kragen
  • Und mit 1.9.2016 verschwanden auch die ineffizienten Halogenspots (Halogenlampen) langsam aus dem Verkauf

Lagerbestände der Beleuchtungskörperproduzenten dürfen ab den genannten Zeitpunkten noch verkauft werden, Importe oder Neuproduktion ist dann untersagt.

Die logische Konsequenz: Die Regale mit den herkömmlichen Glühbirnen werden dünner und dünner werden auch bald verschwinden. In der Branche der Energiesparlampen tat sich einiges Qualitativ bessere Energiesparlampen entstanden und die Preise für diese hielten sich in Grenzen. Mittlerweile ist wohl schon die LED-Lampe Ersatzprodukt Nr. 1.

Für Anhänger der alten Glühbirnen (und Menschen, die gerne ein wenig mehr Stromrechnung zahlen) empfiehlt es sich, solange noch Glühbirnen im Handel günstig erhältlich sind, einen kleinen Vorrat davon anzulegen. Denn die Lebensdauer von herkömmlichen Glühbirnen ist mit ca. 1.000 Stunden nicht unbedingt sehr lang.

Die Weiterentwicklung auf dem Markt der alternativen Leuchten und Lampen ist jedoch vorauszusehen - und damit werden wohl auch in ein paar Jahren die Bedenken der Alternativen (LED-Lampe, teilweise auch noch Energiesparlampe ("dauert lange, bis sie leuchten", "leuchten nicht hell genug", "kein dimmen möglich" etc.) zerstreut sein.

Die Geldmarie meint: Durchaus ein progressiver (wiewohl auch umstrittener) Zug der EU, der den Haushalten Geld sparen hilft und der auch ökologisch sinnvoll ist. Gäbe es nicht hartnäckige Gerüchte über die "Beleuchtungs-Mafia" (die die Weiterentwicklung der Glühbirne absichtlich verhindert hat), welche sich bei der Politik für die wesentlich gewinnträchtigeren Energiesparlampen eingesetzt haben, hätte die Abschaffung der Glühbirne nicht so einen negativen Beigeschmack...

So Sie bisweilen die modernen Beleuchtungsvarianten gemieden haben, testen Sie doch einfach ein wenig die aktuellen Produkte und setzen diese primär dort ein, wo die Lampen länger brennen. Der letzte Tag der letzten Glübbirne im Haushalt ist zwar noch weit entfernt - aber kommt sicher.

Auch wenn die Sache mit dem Produktionsverbot von Glühbirnen in der EU recht rasch kam (und daher einen dubiosen Beigeschmack hat) und gute Argumente gegen die Energiesparlampen (gefährlicher Quecksilberanteil, unklare Entsorgung dieser kleinen Giftbomben) gibt - es ist dies ein toller Anreiz für die Beleuchtungsindustrie, innovative, funktionierende und energiesparende Produkte zu entwickeln. Die Karten werden neu gemischt - und es bieten sich nicht nur die klassischen Energiesparlampen sondern auch die LED-Leuchten immer häufiger an.

Glühbirnen in allen Stärken auch nach 2012 einfach zu kriegen

Zu wirklichen Engpässen in Sachen Glühbirne wird es aber weiterhin nicht wirklich kommen: Notfalls kann man sich wohl auch weiterhin spezielle Glühbirnen (die ob anderer vorgesehener Verwendungszwecke nach wie vor im Handel sind) für den eigenen Haushalt verwenden. Diese Spezialglühbirnen werden z.B. als "Stoßfeste Glühbirnen" angeboten - passen aber natürlich nicht nur auf der Baustelle sondern auch im eigenen Haushalt...

Auch via Internet (Ebay oder einfach via Google nach Glühbirnen suchen) lassen sich weiterhin sehr leicht alle Wattstärken kaufen.

Eine weitere Möglichkeit: Das Glühbirnenverbot bezieht sich nur auf EU-Länder - in Nicht-EU-Ländern kann man nach wie vor alle Sorten von Glühbirnen kaufen.

Aber wie schon gesagt: Ein paar Versuche mit LED-Lampen (Energiesparlampen werden hier wohl nur eine Zeiterscheinung bleiben) sollte man aber durchaus unternehmen - es wird sich (langfristig) auszahlen!

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Zuletzt verändert: 02. 09. 2016, 12h55