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Heizsystem im Vergleich


Welches Heizsystem zu Ihnen passen könnte

Eine der wohl schwierigsten Entscheidungen beim Planen eines Eigenheims ist die Entscheidung, welches Heizsystem in den nächsten Jahrzehnten für wohlige Wärme sorgen soll bzw. welche Heizung das Warmwasser liefern wird.

Aber nicht nur für Häuslbauer ist das Thema Heizung relevant: Aufgrund der laufend steigenden Energiepreise macht es auch für bestehende Wohnungen und Häuser absolut Sinn, den Rechenstift zu zücken und Alternativen zur aktuellen (vielleicht schon etwas alten) Heizung zu suchen.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen die Vor- und Nachteile der populärsten Heizsysteme in Österreich auflisten - als Grundlage für eine spätere Detailinformation.

Viele interessante und moderne Heizformen finden Sie übrigens in der Übersicht unserer Rubrik Energiesparen.

Das größte Problem in Sachen Neuinstallation bzw. Umrüsten auf moderne Heizungssysteme ist zumeist der Preis: Zukunftsorientiertes Heizen erfordert leider immer eine höhere Investition.

Heizsystem im Vergleich

Die Ölheizung

Vorteile:

  • Ölkessel sind relativ günstig in der Anschaffung - insbesondere, wenn schon ein Tankraum vorhanden ist
  • Kaum Wartungsaufwand und Schmutz
  • Versorgung mit Heizöl ist leicht mögich

Nachteile:

  • Heizöl ist teuer, schwankt stark im Preis, ist nicht erneuerbar und eine Abhängigkeit von erdölproduzierenden Staaten ist auch noch gegeben
  • Umweltbelastung - nicht CO2-neutal
  • Öltank benötigt viel Raum

Heizen mit Holz

Vorteile:

  • Günstige Anschaffung von Holzkesseln (im Vergleich zu moderneren Heizsystemen), Förderungen möglich
  • Hohe Versorgungsqualität (Österreich!)
  • Preis für Holz relativ stabil und günstig - Holz ist die günstigste Heizform! Hier mehr Infos zum Preis von Brennholz
  • Teilweise auch Holz im Garten, Wald etc. verfügbar
  • CO2-neutral

Nachteile:

  • Viel Schmutz (Asche, Holz)
  • Viel Arbeit: Nachlegen (wenn nicht automatisiert), Asche entfernen
  • Viel Raum für Holzlager bzw. Lager im Garten (zum Trocknen von Schnittholz) benötigt

Heizen mit Pellets

Vorteile:

  • Versorgung durch Produktion in Österreich gesichert
  • Relativ preisstabil und günstiger als nicht erneuerbare Energieträger (nach anfänglichen Engpässen durch "Pellets-Boom") - zählt zu den günstigsten Heizvarianten
  • CO2-neutral
  • Förderungen bei Einbau möglich
  • Automatisierter Ablauf (im Vergleich zu Holz)
  • Umbau von vielen Öltanks in Pelletstanks möglich

Nachteile:

  • Anschaffungskosten von Pelletskessel und Pelletsspeicher relativ teuer
  • Lagerraum erforderlich
  • Asche muss ab und an entfernt werden

Heizen mit Erdwärmeheizung bzw. Luftwärmepumpe

Vorteile:

  • Kostenlose Energie (abgesehen vom Stromanteil) - zählt mit Holz zu den günstigsten Heizvarianten
  • CO2-Neutral
  • Förderungen bei Errichtung
  • Kein Lagerraum für Brennstoffe notwendig

Nachteile:

  • Sehr hohe Anschaffungskosten
  • Benötigt zum Betrieb Strom - Abhängigkeit von Strompreis
  • Platzbedarf im Garten bei Erdwärme (auch wenn es unter der Erde ist) bzw. Tiefenbohrung
  • Weiteres, unterstützendes Heizungssystem bei kalten Wintertagen notwendig

Solarheizungen - Heizen mit Sonnenenergie

Vorteile:

  • Energie durch die Sonne ist kostenlos
  • Wenig Abhängigkeit von Energiepreisen
  • Umweltschonend, weil CO2-Neutral
  • Keine Lagerräume
  • Kein Schmutz
  • Geringer Wartungsaufwand
  • Zumeist gute Förderungen von Solaranlagen und Photovoltaik
  • Ganz wenig Strombedarf und oft sogar Abgabe ins Stromnetz möglich (bei Überproduktion)

Nachteile:

  • Sehr hohe Anschaffungskosten
  • Große Abhängigkeit von der Sonne (die nicht immer scheint), dadurch:
  • Alternatives Heizsystem notwendig, da zumeist die Kollektorenflächen zu klein für den gesamten Heizbedarf sind
  • Optisches Erscheinungsbild der Solarkollektoren nicht Jedermanns und Jederfraus;-) Sache

Heizen mit Gas

Vorteile:

  • Installation von Gasbrenner ist relativ billig
  • Sauber
  • Kaum Platzbedarf

Nachteile:

  • Preis richtet sich zumeist nach dem instabilen Ölpreis - also hohes Risiko von extremen Schwankungen und zumeist hohe Kosten
  • Gefahr von Gasaustritt (Explosion, Vergiftung) bei Installationsfehlern oder Betriebsfehlern
  • Gasnetz nicht überall verfügbar
  • Nicht zukunftsorientiert, da kein erneuerbarer Energieträger

Heizen mit Kohle

Vorteile:

  • Anschaffungskosten von Koks und Kohlen sind (mangels Nachfrage) relativ günstig
  • Oft gibt es noch einen klassischen "Allesbrenner", der auch Kohle heizen kann - somit keine Neuanschaffungskosten

Nachteile:

  • Abhängigkeit von ausländischen Kohleproduzenten
  • Hohe Umweltbelastung
  • Viel Schmutz (Kohle und Asche)
  • Viel Arbeitsaufwand
  • Kohlelager benötigt viel Platz

Heizen mit Strom

Vorteile:

  • Geringe Kosten für Installationsarbeiten
  • Einfacher Betrieb
  • Kein Schmutz
  • Geringster Platzbedarf

Nachteile:

  • Sehr hohe Kosten
  • Nicht zukunftsorientiert
  • Oftmalig bei neuen Häusern oder Wohnungen nicht mehr zulässig oder mit dem Verlust von Förderungen verbunden

Sie sehen schon: Wo ein Vorteil, da auch ein Nachteil.

Und genau das macht die Entscheidung für ein Heizsystem so schwer. Die Geldmarie würde trotzdem empfehlen, sich bei Neuanschaffung einer Heizung eher in Richtung Solarenergie (Photovoltaik), Pelletsheizung oder auch Wärmepumpe zu orientieren. Ein Kachelofen als Ergänzung wäre sicher eine interessante Alternative - auch der Klassiker "Heizen mit Holz" wird auch in Zukunft attraktiv bleiben.

Vielleicht nicht alles auf eine Energiekarte setzen, sondern 2 oder mehrere Varianten (Solar-Pellets, Solar-Pellets-Holz, Erdwärme, Kachelofen etc.) kombinieren, sodass Sie auch in Zukunft flexibel bleiben.

Die Geldmarie hat sich beim Neubau ihres Hauses (Fertigteilhaus, Holzriegelbauweise) übrigens für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden - in Kombination mit einer Photovoltaikanlage sind die Stromkosten (für Warmwasser) im Sommer sehr gering und die höheren Heizkosten (Fußbodenheizung) im Winter (ca. 1.000 bis 1.500 Euro) werden auch etwas abgemildert.

Die aktuellen Verbrauchskosten für die jeweiligen Energieträger im Vergleich finden Sie übrigens in folgender Rubrik: Billig Heizen

Zuletzt noch (neben Umweltfaktoren) die wichtigsten Kriterien für den Vergleich von Heizkosten: Anschaffungspreis, Anschlusskosten, Nutzungsdauer, Instandhaltungskosten, Wartungskosten und -last but not least- die Energiekosten.

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Zuletzt verändert: 28. 04. 2015, 11h56