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Photovoltaikanlagen


Photovoltaik gehört ein Teil der Energiezukunft

Die Sonne ist gratis - die Photovoltaikanlage leider nicht - ansonsten hätten wohl schon 100% der heimischen Häuser eine solche integriert. Gegenwärtig wartet diese Technik in Österreich noch auf den wirklich großen kommerziellen Durchbruch. Sehr wohl sind aber in den letzten Jahren aufgrund des höheren Bewusstseins (Stichwort: wiedererneubare Energieträger) immer mehr Photovoltaikanlagen im Einsatz - aber leider sind diese in der Anschaffung noch ein ziemlich dicker Brocken. Selbst wenn sich beim Preis für Photovoltaikmodule zuletzt schon viel nach unten bewegt hat.

Auch die Förderungen für grünen Strom vom Dach sind in Österreich eher kompliziert zu bekommen und wurden sogar schon deutlich reduziert.

Es kann sich aber nur noch um wenige Jahre handeln, bis die Photovoltaik auch in Österreich (wo durchaus schon ein Markt mit vielen Anbietern vorhanden ist) absolut salonfähig wird. Und dann wird wohl (ähnlich wie in Deutschland anlässlich des Atomaustiegs) einmal "die Post abgehen" - denn wenn die Entwicklungskosten von Produkten aufgrund höherer Produktionszahlen geringer werden (und China hat hier schon längst Witterung aufgenommen) und vielleicht auch noch der Wirkungsgrad der Module erhöht werden kann und dann -noch etwas später- auch noch das günstige Speichern von selbstproduzierten Strom hinzukommt, wird diese Branche bzw. das Produkt mit absoluter Sicherheit den endgültigen Durchbruch schaffen.

Was ist Photovoltaik

Die Photovoltaik (auch "Fotovoltaik") ist die direkte Umwandlung der Strahlenenergie des Sonnenlichts in elektrische Energie (Strom). Sie ist ein Teilbereich der Solartechnik und kommt schon heute häufig zum Einsatz: Verkehrsanlagen werden mit Strom versorgt oder auch (die uns bekannteste Anwendung) Taschenrechner oder Uhren werden seit Jahrzehnten mittels Photovoltaik gespeist. In der Stromerzeugung für den Haushalt (bzw. für gewerbliche Objekte oder Wohnhäuser) entwickelt sich die Photovoltaik aktuell zur höchst interessanten Alternative, ist aber auch noch von Investitionsförderungen und Standortgenehmigungen abhängig.

Auch bei dem bei uns bekannten Begriff "Solaranlage" kommt die Photovoltaik zum Einsatz - hier wird allerdings zumeist "nur" in Wärme für das Warmwasser umgewandelt und es handelt sich um kleinere Anlagen (zumeist Module mit ca. 5-6 m2).

Wie funktioniert Photovoltaik

Wenn Licht auf die Solarzellen fällt, resultiert daraus elektrische Spannung zwischen den dort vorhandenen Schichten. Daraus resultiert ein gerichteter Elektronenstrom vom Minuspol zum Pluspol. Wenn ein sogenannter Verbraucher angeschlossen ist, kann Gleichstrom entstehen. Dieser kann mit einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt werden, welcher somit verwertbar ist.

Wissenswertes über den Einsatz von Photovoltaik

Für die komplette (rechnerische) Abdeckung des Strombedarfs eines normales Einfamilienhauses (4 Personen) benötigt man derzeit noch eine Kollektorenfläche von ca. 35-40 m2 auf dem Dach (oder aber auch auf einer geeigneten Hanglage bzw. der Fassade). Passivhäuser und ähnliches benötigen natürlich deutlich weniger.

Wer aber keine 40 m2 zur Verfügung hat (oder sich diese Fläche ganz einfach nicht leisten kann/will) kann auch mit anderen Heizformen (Kachelofen, Holzheizung etc.) mischen bzw. den Stromverbrauch des Hauses mit Energiesparmaßnahmen (Isolierungsmaßnahmen, Energiesparlampen, Gerätetausch auf effiziente Geräte etc.) so reduzieren, dass auch kleinere Flächen ausreichen, den Strombedarf des gesamten Hauses (allerdings nur rein theoretisch - siehe etwas weiter unten) abzudecken.

In groben Zahlen formuliert: Eine 10 m2-Fläche sorgt jährlich für ca. 1000 kWh.

Nun sollte man aber unbedingt wissen, dass auch weiterhin (auch an schönen Tagen) Strom aus dem Netzanschluss bezogen werden muss: Im Winter (vor allem im Flachland und in Nebelgebieten), bei wenig Licht bzw. in der Nacht wird kein oder zu wenig Strom aus der Photovoltaikanlage bezogen. Da der überschüssige Strom auch immer gleich ans Netz abgegeben wird (und zumeist noch keine Speicherung vor Ort erfolgt) fließt selbst an schönsten Tagen beim Einschalten von Stromfressern (z.B. E-Herd, Waschmaschine etc.) teurer Strom aus dem Netz ins Haus.

Nach Eigenerfahrungen der Geldmarie werden bei einem Durchschnittshaushalt nur ca. 25 bis 35% der Stromproduktion selbst verbraucht - der Rest fließt ins Netz. Eigenverbrauch geht (ob der niedrigen Einspeisetarife) also klar vor Einspeisen: Waschmaschine, Geschirrspüler und andere Stromfresser also besser unter Tags laufen lassen. So gerade die Sonne scheint - im Winter ist das in unseren Breiten leider eher selten der Fall.

Vielfach ist das Einspeisen auch nur dann möglich, wenn von dem gleichen Stromversorger auch Strom (natürlich teurer) bezogen wird. So man die Photovoltaikanlage vom Stromversorger (oder dessen Partner) bezieht, sind die Einspeistarife in der Regel noch deutlich höher - diese Anlagen sind aber im Normalfall deutlich teuerer als bei klassischen Photovoltaikanbietern! Oft (wie bei Photovoltaik üblich) ein schwieriges Rechenbeispiel, welches Sie bei Möglichkeit aber unbedingt anstellen sollten.

Der Kauf einer Photovoltaikanlage (wie auch einer klassischen Solaranlage, die hauptsächlich zur Warmwassergewinnung betrieben wird) ist jedenfalls eine Investition in die Zukunft. Doch fast jedes Jahr werden die Anlagen günstiger, besser entwickelt und somit auch effizienter. Mit dem wachsenden Markt wird auch das Preis-Leistungsverhältnis immer interessanter. Nunmehr ist nur noch die Poltik (Förderungssicherheit, Standorterleicherungen, Pflichtmontage etc.) gefragt...

Hier finden Sie übrigens mehr Infos zum Thema: Kauf und Förderungen Photovoltaikanlage. Und folgend gibt es eine selbst errechnete Kosten-Nutzen-Rechnung einer Photovoltaikanlage

Photovoltaikanlagen haben gegenüber der klassischen Solaranlage (für Warmwasser) einen Vorteil: Man kann den nicht verwendeten Teil der produzierten Energie in das öffentliche Stromnetz einspeisen. Hiezu bedarf es nur einer Netzzugangsvereinbarung mit dem jeweiligen Netzbetreiber und einer Stromübernahmebestätigung ("Einspeisevertrag") eines befugten Unternehmens. Diese Formalitäten (wie auch das Einreichen der Investitionsförderungen, die von Bundesland zu Bundesland und auch von Jahr zu Jahr leider verschieden sind) erledigen oft auch die Anbieter von Anlagen.

Wichtig bei der Montage von Photovoltaikanlage ist jedenfalls der Standort und der passende Neigungswinkel. Die Ausrichtung sollte nach Süden (sonnig) erfolgen, die Anlage sollte ganztägig nicht in den Schatten geraten und der Neigungswinkel sollte zwischen 25 und 45 Grad betragen. Auch eine gute Hinterlüftung der Solarmodule ist in Sachen Mehrertrag hilfreich. Aber auch Photovoltaikanlagen, welche nicht ganztägig in der direkten Sonneneinstrahlung stehen, werfen oft interessante Erträge ab - selbst an bewölkten Tagen wird (oft im Gegensatz zur Solareinlage) kräftig eingespeist.

Idealen Ertrag erzielt man z.B. an klaren und durchaus noch recht kühlen Frühlingstagen - niedrige Temperaturen aber starke Sonneneinstrahlung lässt die Kilowattstunden nur so reinlaufen. Extreme Hitze ist hingegen gar nicht so optimal wie man vielleicht denkt. Aber auch an nebeligen Wintertagen kommen ein paar Watt ins Haus - es sei denn, die Module sind komplett mit Schnee bedeckt. Mai und Juni bringen bei der Sonnenernte normalerweise die besten Erträge.

Die Lebensdauer einer Photovoltaikanlage wird derzeit mit ca. 30 Jahren angesetzt (oder auch länger). Viele Anbieter von solchen Anlagen garantieren eine Leistung von 80% der Maximalleistung auf 20 oder 25 Jahre. Bei leicht zugängigen Modulen sollte man ab und an (je nach Verschmutzung) die Module auch putzen - mehr Infos dazu unter: Photovoltaikanlagen reinigen

Je nach Anlagenqualität und Anlagengröße sowie den spezifischen Förderungen amortisieren sich Anlagen zumeist nach 5 bis 15 Jahren - der steigende Strompreis sowie die fallenden Preise für die Module sind in Sachen Rentabilität Verbündete und könnte die Amorisationsdauer zukünftig deutlich kürzer ausfallen lassen.

Strom selber speichern

Immer häufiger wird für Photovoltaikanlagen auch ein "Sonnenspeicher" abgeboten.

Ein großer Nachteil der Photovoltaikstromproduktion ist ja bisweilen die leider billige Einspeisung des Löwenanteils (65-75%) an selbstproduzierten Strom.

Gegenwärtig gibt es aber schon einige Anbieter, die einen Großteil dieses Stromes lokal speichern können - der am Tag produzierte Überschussstrom kann dann am Abend oder in der Nacht selbst verbraucht werden.

Die Lebensdauer dieser Stromspeicher beträgt derzeit ca. 20 Jahre - die Geräte sind allerdings in Österreich noch ziemlich teuer. Bei Strompreisen von über 20 Cent pro kWh und einer großen Photovoltaikanlage könnte man sich das aber schon einmal individuell vom Experten durchrechnen lassen.

In einigen Jahren sind solche lokalen Stromspeicher dann bei neuen Photovoltaikanlagen wohl schon Standard - vorausgesetzt, der Strompreis zieht noch ein wenig an (womit man a la longue aber rechnen muss).

Vorteile einer Photovoltaikanlage

  • Wiedererneubarer Energieträger - Die Sonne machts. Somit absolut umwelt- und klimaschonend.
  • Keine Rohstoffkosten und damit auch Reduktion der Abhängigkeit von Energiemärkten wie Russland, OPEC-Ländern & sonstigen Herzerln
  • Geringer Platzbedarf im Haus - die Solarmodule finden auf Dächern, Fassaden, Hängen etc. Platz und stören nicht (vielleicht optisch, aber das sollte kein Problem sein...)
  • Geringer Wartungsaufwand und kein Schmutz (z.B. Holz, Kohle, Pellets etc.)
  • Kein Lärm
  • Schon kleinere Flächen bringen Eigenstrom
  • Förderungen fast für alle Anlagen möglich
  • Selbstversorgung, wenn kein Anschluß an das Stromnetz möglich ist: Photovoltaik-Inselanlage

Nachteile einer Photovoltaikanlage

  • Anschaffungskosten noch relativ hoch
  • Optisch für manche Menschen unattraktiv
  • Leistungsabfall derzeit nach ca. 20-25 Jahren (auf ca. 80%)
  • Der Wechselrichter wird ab und an kaputt (kostenintensiver Wechsel erforderlich bzw. Reparatur von besseren Wechselrichtern)
  • Sonnenabhängig - im Winter bzw. bei Nacht wird kein bzw. Strom produziert und muss teuer vom Netz bezogen werden. Dieser Nachteil könnte aber in Zukunft durch die Speicherung von Eigenstrom vor Ort wegfallen.
  • Ins Stromnetz eingespeist wird Eigenstrom zumeist deutlich unter 10 Cent/kWh, bezahlen muss man aber häufig um die 20 Cent

Geldmarie-Tipps:

  • Wer mutig ist und in die Zukunft investiert, installiert schon jetzt eine Photovoltaikanlage. Die Investition wird sich früher oder später sicher rentieren - der Strompreis wird nämlich sicher weiter nach oben ziehen. Schon jetzt geht die Rechnung auf Dauer locker auf!
  • Erfragen Sie bei mehreren Anbieter der Anlagen die Wartungsmodalitäten und jedenfalls auch die Garantien. Die Leistungen der Anlagen unterscheiden sich natürlich auch - je jünger die Technik, desto besser.
  • Besonders mutige Menschen werden zu Stromproduzenten: 50m2 aufs Dach (oder sonst wohin, wo es passt), Energiesparpotenzial im Haus ausreizen und den Rest ins Netz abgeben. Reich werden Sie zwar derzeit nicht - aber der Strompreis ist wohl auch in Zukunft eine sichere Investition...
  • Gerade wenn die Anlage viel Strom produziert, sollten Sie auch Strom verbrauchen - der Einspeistarif ins Netz ist nämlich normalerweise deutlich geringer als die Bezugskosten vom jeweiligen Stromanbieter. Mit Zeitschaltuhren für verbrauchintensive Geräte kann man hier -übers Jahr gesehen- viel Geld einsparen.
  • So Ihre Photovoltaikanlage nicht ohnehin sicher in der Eigenheimversicherung mitversichert ist bzw. Sie eine Spezialdeckung suchen, fragen Sie bei Ihrer Versicherung unbedingt nach, ob bzw. wie die Anlage versichert ist!
  • Hier finden Sie Preise für Photovoltaikanlagen in Österreich und hier noch einen Anbieter für Preise für Photovoltaikanlagen in Salzburg, Oberösterreich und Tirol - ein Preisvergleich beim Kauf ist ein MUSS - Sie werden ja auch beim Autokauf vergleichen...

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Zuletzt verändert: 13. 06. 2014, 10h09