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Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

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Strom statt Benzin


Stromantrieb statt Benzin im Trend

Nachdem der Strom in Österreich im Schnitt zu 60-70% (manchmal auch zu 100%, manchmal aber auch nur zu 20%...) aus erneuerbaren Energien kommt (tu felix Austria - die Wasserkraft macht es möglich!), muss man hierzulande bei der Ökologiefrage "Strom oder Benzin bzw. Diesel" oft nicht lange nachrechnen - wiewohl das natürlich viele tun und zu unterschiedlichsten Ergebnissen und Thesen kommen.

Belehrungen, Thesen und Verschwörungstheorien wollen wir Ihnen aber folgend übersparen - einzig und alleine einen kleinen Überblick über die mittlerweile sehr breit gewordene Substitutionsmöglichkeit von Fossilenergieträgern wie Benzin und Diesel geben. Dazu auch einige (persönliche) Bemerkungen zu den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten:

Elektroauto statt Benzinmotor bzw. Dieselantrieb

Das Elektroauto kommt zwar wohl nicht so rasch wie vermutet voran - es kommt aber ziemlich sicher.

In den letzten Jahren haben sich die Reichweiten von 100 Kilometer auf 200 bis 300 Kilometer im Echtbetrieb verbessert, die Preise der Stromer sind aber immer noch deutlich zu teuer. Den Aufpreis von 10.000 bis 15.000 Euro auf ein vergleichbares Benzinfahrzeug will sich die Masse noch nicht leisten, günstige Elektroautos sind in Mittelstandsfamilien zumeist maximal als Zweitwagen bzw. als Stadtflitzer gedacht, einzig so manche Firma (mit viel Umkreisverkehr) hat schon (zurecht) den Rechenstift gezückt.

Meine Prognose: Erst wenn die Reichweiten bei rund 500 (verlässlichen) Kilometern liegen und der Preis nur noch rund 5.000 Euro über den Preisen von benzinbetriebenen Fahrzeugen liegen, gehen die Elektroautos weg wie die warmen Semmeln.

Auch die Möglichkeit der Stromspeicherung (insbesondere für Photovoltaikanlagenbesitzer) wird die Rechnung der E-Cars schon sehr bald aufgehen lassen - bis Mitte der 2020er-Jahre wird es aber wohl noch dauern, bis die E-Autos auch für die breite Masse wirtschaftlich werden.

Empfehlung: Derzeit für Private nur als Zweitwagen gut geeignet. Noch ein paar Jährchen warten.

Elektromoped oder Elektromotorrad statt Mofa

Für manche mittlerweile schon eine Überlegung wert: Elektromofas, E-Scooter bzw. Elektromopeds sind neu schon um 1.500 bis 3.000 Euro zu haben und erreichen jetzt schon Reichweiten von 50 bis 100 Kilometer.

Die Geldmarie hat sich 2018 selbst einen gebrauchten (und auf Lithium-Ionen-Akkus umgebautes) E-Scooter zugelegt und hat damit sehr viel Spaß und Freude: Geladen wird dieser an Sonnentagen via hauseigener Photovoltaik (also quasi Null Stromkosten - außer die dadurch nicht billig eingespeisten Mengen) und ein Parkplatz in Wien ist nunmehr kein Problem mehr.

Auch wenn der E-Scooter an kalten und regnerischen Tagen in der Garage bleibt: Im ersten Jahr waren es rund 100 Liter Benzin, die durch die Verwendung des Elektromopeds eingespart werden konnten - Fahrten, die man sonst nämlich mit dem Auto macht. 2019 wird es wohl noch mehr...

Gefährlich bei Elektromopeds ist nur: Man wird oft nicht gehört - also vorsichtig fahren!

Empfehlung: Wer viele kurze Wege hat - die Preise sind schon heiß! Kaufen.

Wärmepumpe statt Öl- oder Gasheizung

Erdwärme-Wärmepumpen bzw. Luft-Wasser-Wärmepumpen etc. erfreuen sich im Neubau absoluter Beliebtheit. Die Geldmarie kann das nachvollziehen, schließlich wurde mir beim eigenen Hausbau eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (plus Fußbodenheizung) empfohlen.

Heiz- und Warmwasserkosten von 500 bis 1.000 Euro (bei mir eher weniger, da auch eine Photovoltaikanlage vorhanden = weniger Stromkosten) pro Jahr sind schlichtweg sensationell - da zahlt sich der Mehrpreis gegenüber einem Gasbrenner nach einigen Jahren schon aus!

Heizöl ist mittlerweile ohnehin ein (teures und umweltunverträgliches) Auslaufmodell, Gas hingegen wird wohl auch die nächsten Jahrzehnte unverzichtbar sein. Möge der Putin uns nicht gram werden, dann bleibt auch Gas durchaus eine (bezüglich Kosten) interessante Variante.

Beim Neubau oder beim Sanieren ist die Wärmepumpe aber eine unbedingte Empfehlung!

E-bike statt normales Fahrrad, E-Scooter statt Latschen

Schon rund jedes dritte in Österreich verkaufte Rad ist per 2018 ein E-bike. Die Geldmarie hat ohnehin ein E-Moped (siehe oben), dadurch wird das (normale) Rad noch deutlich weniger benützt also vorher. Eine E-bike ist demnach für mich unnötig und wird es wohl auch bleiben.

Für ältere Menschen bzw. Bewohner außerhalb des Flachlands kann ein E-bike aber durchaus Sinn ergeben.

Man bedenke aber bei der Anschaffung: Jeder damit ersparte Tritt in die Pedale bringt auch weniger Fitness mit sich - und verbraucht Strom.

Selbiges gilt auch für die in Wien 2018 explosionsartig zulegenden Elektroscooter. Wer wirklich viel und gerne damit fahrt, kann sich um wenige hundert Euro ein solches zulegen - die Leih-E-scooter hingegen sind ziemlich teuer und wohl nur für absolute Gelegenheitsbenützung bzw. Touristen sinnvoll. Darüber hinaus sind E-bikes und E-scooter in der Verwendung von Ungeübten gar nicht ungefährlich.

Für mich also beides keine Option - aber ich habe ja auch ein Elektromoped (siehe oben)...

Elektro-Rasenmäher oder Akku-Rasenmäher statt Benzinrasenmäher

Für die rund 400 m2 Grasfläche (Wiese) der Geldmarie stehen ein Benzinrasenmäher und ein Elektrorasenmäher zur Verfügung.

Nachdem mir ein englischer Rasen bzw. dessen Aussehen ziemlich wursch sind, ist das Rasenmähen mehr Pflicht denn Freude.

Der Benzinverbrauch pro Jahr liegt irgendwo zwischen 5 und 10 Liter (je nach Witterung) - der Elektrorasenmäher kommt daher nur selten zum Einsatz: Insbesondere wenn es irgendwo exponierte Stellen gibt, wo man (den deutlich leichteren) Elektromäher leichter zum Einsatz bringen kann bzw. auch für das Einsammeln von Blattwerk im Herbst wird das Stromkabel verlegt. Für das Mähen des ganzen Gartens ist mir hingegen der Kabelsalat zu mühsam.

Nachdem aber Benzinrasenmäher nach einigen Jahren sehr gerne Motorprobleme kriegen und meine technischen Fähigkeiten sehr reduziert sind, erscheint dann als nächste Anschaffung (sobald der Benziner defekt ist) ein Akku-Rasenmäher sinnvoll. Um 250 bis 300 Euro gibt es hier schon Billigprodukte mit einer Betriebsdauer von rund 25 bis 30 Minuten. Das ist schon ziemlich marktreif!

Wer nur ein paar m2 Rasen mähen muss, dem sei ein Elektro-Kabel-Rasenmäher aber durchaus nahegelegt: Diese gibt es oft schon um rund 100 Euro im Abverkauf (meinen habe ich um 50 Euro beim Baumax-Abverkauf erstanden)...

Ergo: Bei großen Rasen- bzw. Gartenanlagen bleibt der Benzinmäher wohl noch länger im Einsatz, Akkumäher sind für manche Gartengrößen schon eine interessante Option und Elektromäher mit Kabel wohl nur für kleinere Rasenflächen geeignet.

Elektro-Kettensäge, Akku-Kettensäge versus Benzin-Kettensäge

Für den normalen Haushalt mit Garten (und einigen Bäumen bzw. größeren Sträuchern) ist eine Elektro-Kettensäge wohl die beste Wahl. Keine Motorprobleme, keine Startprobleme, keine (noch zu mischenden) Flüssigkeitsprobleme. Ans Kabel anstecken und los gehts. Kettenöl nicht vergessen und beim Sägen nicht Sägen wie mit einer Säge (schon gesehen!).

Hat man aber ein Grundstück mit großen Bäumen bzw. auch einen kleinen bzw. größeren Wald (wie die Geldmarie), ist die Anschaffung einer Benzin-Kettensäge wohl nach wie vor Pflicht. Denn einerseits hat so eine (brauchbare) Benzin-Kettensäge deutlich mehr Power (für dicke Stämme durchaus notwendig), andererseits ist im Wald selten ein Stromanschluss vorhanden.

Für kleinere Bäume ist aber in der nächsten Zeit die Anschaffung einer Akku-Kettensäge geplant: Rund 10-15 Minuten hat man dann Saft, die Preise von 150 bis 200 Euro (im billigen Segment) sind auch nicht mehr außerirdisch und da gehen sich dann schon ein paar (abgestorbene) Baumstämme aus. Für die richtige Waldarbeit (für dickere Stämme) muss aber wohl noch längere Zeit das "Benzinset" mitgeschleppt werden.

Empfehlung: In normalen Gärten ist eine Elektro-Kettensäge wohl ideal (für große Bäume wird man ohnehin oft einen Fachmann holen), im Wald ist die Benzin-Kettensäge weiterhin unverzichtbar, kann aber langsam (für kleinere Bäume bzw. Äste) ersetzt werden.

Zusammenfassend gilt festzustellen: Für viele Anwendungen kann man heute schon locker auf Benzinantrieb gänzlich verzichten und Strom ist oft (insbesondere wenn man diesen via Photovoltaikanlage selber gewinnen kann bzw. die Akkus dann lädt, wenn Überschussstrom vorhanden ist) sogar schon die bessere und billigere Variante. Aber noch nicht immer...

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Zuletzt verändert: 21. 11. 2018, 14h14