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Stromboje


Strom-Boje zur Energiegewinnung

Ob des starken Aufkommens von Alternativenergie (Windstrom, Solarenergie etc.) ist es ob deren naturgemäßen Schwankungen (wenig oder keine Sonne, wenig oder kein Wind) natürlich wichtig, auch auf verlässliche Energiequellen wie die Wasserkraft nicht gänzlich zu verzichten. Das Errichten von Wasserkraftwerken hat in Österreich Sinn und Tradition - wird aber immer schwieriger.

Mit der in Österreich erfundenen und patentierten Stromboje könnte eine durchaus interessante (Teil-)Lösung für dieses Problem gefunden sein - und dabei handelt es sich um saubere und ziemlich verlässliche Stromgewinnung mit Wasserkraft.

Strom-Boje von Aqua Libre als interessante Alternative

In großen Flüssen wie Donau, Mur, Enns etc. kann die Stromboje mit einem 250cm-Rotor 70 kW bei einer Strömung von 3,3 Meter/Sekunde aufweisen und pro Stück bei guten Standorten bis zu 300 MWh Strom erzeugen.

Die Stromboje ist 11 Meter lang, hat eine maximale Breite von 550 cm, eine maximale Höhe am Bug von 340cm und wiegt 6400 Kilogramm. In der Boje ist zwecks Stromerzeugung ein Synchron-Generator montiert, an der zweifach gelagerten Welle sitzt ein zweiflügeliger und sich langsam drehender ("fischfreundlicher") Rotor.

Einlauf und Rotor werden durch einen selbstreinigenden Rechen aus Stahlseilen vor Treibgut geschützt, auch etwaige Schwimmer (in der Donau ohnehin selten gesichtet) und Sportboote abseits der Schiffsrouten werden damit vor Berühung mit dem Rotor geschützt.

Befestigt ist die Stromboje an einer Stahlkette (hängt am im Flussgrund einbetonierten Stahlankerstab). Bei Normalwasserstand ist gewährt, dass sich die Stromboje immer in der stärksten Strömung (knapp unter der Wasseroberfläche) befindet und bei Hochwasser (wegen Treibgut) abtaucht (und immer noch Strom produziert, was man von Laufkraftwerken dann nicht immer gewährleisten kann).

Ein kurzes Video vom "Servicekatamaran" anlässlich einer Besichtigung im Ende März 2017 können Sie folgend sehen, die Boje wurde hier zwecks Demonstration aus dem Wasser gehoben - im Normalbetrieb fast gänzlich unter Wasser.

Der produzierte Strom wird dann am Flussgrund zum Ufer geleitet und dort via Netzschrank in das Netz eingespeist. Aqua Libre (der Produzent der Boje) erwartet sich eine Lebensdauer von zumindest 175.000 Stunden - hat eine Stromboje ein Problem, wird dieses zwecks rascher Wartung via GPS gemeldet.

Strom-Boje von Fritz Mondl ein Erfolg?

Schon 2006 ging die erste Variante der Erfindung von Fritz Mondl auf Tauschstation, bis 2016 wurden insgesamt 3 Typen getestet.

Mit der Zusage einer Einspeisevergütung von 13,32 ct/kWh (auf 13 Jahre) wollten es Mondl und seine Partner ab 2016 nun genauer wissen und möchten mit der Stromboje zukünftig den Strommarkt erobern. Ungefähr 300.000 Euro kostet eine Boje - bei einer Jahresproduktion von den genannten 300 MWh wären das Erträge von rund 40.000 Euro pro Jahr - auch mit 30.000 könnte sich das wohl noch positiv ausgehen (Wartungsaufwand und Material- bzw. Betriebskosten sind natürlich noch eine Unbekannte).

Dazu wurde zwecks Kapitalaufbringung eine neue Gesellschaft gegründet und Kapital via Anleihen aufgenommen, sodass die Startserienproduktion möglichst groß (und damit billiger) erfolgen kann. Strom-Bojen-Parks und Weiterentwicklung der Boje sowie testen von anderen Größen bzw. Markterweiterung sind die ersten Ziele.

Ob diese großen Ziele erreicht werden, wird sich erst in einigen Jahren weisen - funktioniert das so, wie von Aqua Libre skizziert, ist die Strom-Boje jedenfalls eine ganz tolle Erfindung, die in Serienproduktion und weiter optimierter Form wohl noch deutlich wirtschaftlicher wird und uns bzw. den Flüssen so manches neue Kraftwerk ersparen könnte.

Mit 22.12.2016 ging jedenfalls die erste Stromboje bei Kienstock (in der Donau) ans Netz, 2017 trudelte eine Menge Bestellungen ein und es wurde eine 2. Anleihentranche begeben - man darf gespannt sein, wie sich die Geschichte weiterentwickeln wird. Wir bleiben für Sie dran!

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Zuletzt verändert: 07. 06. 2017, 10h31