CMS Login
Unsere Werbedienste verwenden Cookies und geben über dich gewonnene Informationen auch an Dritte weiter.
Durch das Benutzen dieser Seite erklärst du dich damit einverstanden. Hinweis entfernen

Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

Rubriken

Weichkosten


Weichkosten bei geschlossenen Fonds

Geschlossene Fonds erfreuen sich im alternativen Investment immer höherer Beliebtheit und werden diese wohl auch in nächster Zukunft steigern können. Doch wie bei allen relativ neuen Finanzinstrumenten gibt es auch bei den geschlossenen Fonds noch einige Unsicherheiten für die interessierten Anleger.

Sehr wohl weisen seriöse Anbieter von geschlossenen Fonds in den Anlageprospekten auch die Kosten der Fonds deutlich aus. Diese sogenannten Weichkosten differieren dann aber oft (auch in gleichen Segmenten) gewaltig. Bevor man sich (und den Anlageberater) aber näher mit den Weichkosten befasst, sollte man wissen, worum es sich hierbei handelt:

Weichkosten ("soft costs") sind die Kosten, die in der Gründungsphase (Investitionsphase) eines geschlossenen Fonds auftreten. Die Angabe dieser Kosten erfolgt in Prozent zum Kommanditkapital bzw. auch zum gesamten Investitionsvolumen (bzw. Eigenkapital eines geschlossenen Fonds).

Es handelt sich dabei um Kosten, die nicht im direkten Konnex mit dem Investitionsobjekt (Schiff, Immobilie, Flugzeug etc.) stehen - also primär um Vertriebs- und Marketingkosten.

Die Höhe der Weichkosten ist äußerst variabel: Primär unterscheiden Sie sich schon durch das gewählte Investitionsobjekt massiv. Schiffe verursachen in der Gründungsphase jedenfalls höhere Kosten als z.B. Immobilien. Hier finden Sie übrigens weitere Informationen zu den Assetklassen bei geschlossenen Fonds.

Achten Sie bei der Angabe von Weichkosten (die jedenfalls erfolgen muss) auf alle Fälle auf die Branche bzw. aber auch darauf, dass in den Weichkosten oft das Agio (Abschlusskosten, Aufgeld) beim Kauf noch gar nicht enthalten ist. Seriöse Anlageprospekte von geschlossenen Fonds weisen darüber hinaus auch noch die (geplanten) laufenden Kosten aus.

Beispiele für Weichkosten:

  • Vergütungen für den Komplimentär
  • Kosten für die Eigen- und Fremdkapitalbeschaffung des Fonds
  • Diverse Garantiekosten
  • Kosten für die Finanzierungsvermittlung
  • Kosten für Treuhänder
  • Steuerkosten, Rechtsgebühren und Rechtsberatung
  • Fondsverwaltung
  • Registerkosten und Gebühren
  • uvm.

Lassen Sie sich "verdächtige" Weichkosten vom Berater deutlich erklären und vergleichen Sie jedenfalls unterschiedliche Produkte im gleichen Segment (z.B. Schiffe, Flugzeuge, Energie, Infrastruktur etc.). Der Vergleich lohnt sich in vielen Fällen!

Kaufen Sie nur geschlossene Fonds, deren Weichkosten im berechtigten und angemessenen Verhältnis zur Beteiligungsart stehen und welche auch widmungsgemäß verwendet bzw. transparent ausgewiesen werden. Die Weichkosten beziehen sich übrigens seriöserweise auf das aufgenommene Kommanditkapital (also nicht auf das gesamte Fremdkaptial einer Gesellschaft) - bezogen auf das gesamte Fremdkaptial einer Gesellschaft ergeben sich natürlich dann andere Werte. Also hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

Geldmarie-Linktipps:

Facebook
Zuletzt verändert: 06. 03. 2018, 16h34