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Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

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Anlagetipps - aktuelle Tipps für Anleger und Investoren


Die aktuellen Anlagetipps der Geldmarie, Jänner 2018

Immer wieder und immer öfter wird die Geldmarie gefragt: "Wie würdest eigentlich du dein Geld derzeit anlegen"?

Darauf gibt es natürlich keine Standardantwort (außer: "sicher nicht mehr am Sparbuch") - denn die Lebensumstände, die Lebensplanung bzw. auch die Risikobereitschaft bzw. die finanziellen Möglichkeiten der Fragenden unterscheidet sich in der Regel wie Tag und Nacht.

Insbesondere die Risikobereitschaft ist bei Anlageentscheidungen immer wesentlich - und auch die unbedingte Pflicht, nicht alles auf eine Karte zu setzen um nicht früher oder später einmal aus dem Renditetraum bitter zu erwachen...

Um Ihnen eine Orientierungshilfe zu geben, welche Anlagemöglichkeiten (in verschiedenen Risikoklassen unterteilt) die Geldmarie persönlich gerade besonders attraktiv findet, sind folgend aktuell interessante Anlagemöglichkeiten zu finden.

Bitte beachten Sie dabei, dass sich auch die Geldmarie schon ab und an in Einschätzungen irren kann - für Kursverluste bzw. Ausfälle etc. können wir natürlich keine Haftung übernehmen (wiewohl Sie natürlich auch den Gewinn nicht teilen müssen;-).

Stand und Erfassung: 1.1.2018

Anlageklasse 1 - Sicheres Sparen mit brauchbaren Zinsen

Sparen mit Sparbüchern ist schwer out - kaum gibt es seitens Filialbanken halbwegs brauchbare Angebote für Kapitalsparbücher und Co. Auch Bausparen bringt nur noch Erträge um rund 1% (oder weniger) - und das auf längere Laufzeiten. Schwupp, schon frisst das die (sogar wieder leicht steigende) Inflation auf.

Tagesgeld und Festgeld (Infos dazu in den Rubriken) sind dieser Tage für modernere Sparer angesagt - achten Sie dabei primär darauf, dass dabei zumindest die europäische Einlagensicherung (100.000 Euro) gegeben ist, das ist aber ohnehin fast immer der Fall.

Aktuell drängt sich beim Tagesgeld mit Neukundenaktionen die DADAT mit 1,11% auf. Österreichische Einlagensicherung und automatischer KESt-Abzug inklusive! Sehr fesch auch die Austrian Anadi Bank (1,01%) und die Addiko Bank ist mit 0,80% auch sehr gut dabei.

Bei Tagesgeld sticht derzeit die DADAT mit einer Neukundenaktion (1,11%) heraus, laufend haben die Addiko Bank und MoneYou feine Zinsen.

Beim Festgeld sticht aktuell die tschechische J&T Banka via Savedo raus - bei allen Laufzeiten Topzinsen bis zu 2%, bei 12 Monaten sind es z.B. 1,15%, auf 3 Jahre 1,70% und auf 5 Jahre die erwähnten 2%. Wer denkt, die Zinsen bleiben die nächsten Jahre sehr tief, kann sich hier gegenwärtig Fixzinsen sichern, die in Österreich wohl länger nicht gezahlt werden. Auf Eurobasis! (siehe folgende Linktipps)

Das beste Festgeldangebot auf 12 Monate Laufzeit mit österreichischer Einlagensicherung hatte zu Monatsbeginn die Addiko Bank mit 0,95%.

2018 sind weiterhin sehr niedrige Zinsen zu erwarten: Für täglich fällige Gelder gibt es wohl kaum mehr irgendwo dann 1% (außer bei Neukundenaktionen), selbiges gilt auch für 1 Jahr Bindung. Viel länger als 1 Jahr wird man sich derzeit aber ohnehin nicht zu den gegebenen Minizinsen binden wollen...

Läuft die Wirtschaft 2018 weiter recht solide, könnte der Zinsenverfall 2018 zumindest einmal ein Ende haben: Die USA drehte die Zinsschraube schon ein wenig nach oben, in Europa wird das aber wohl noch ein wenig länger dauern. Längere Bindungen/Laufzeiten aber sicherheitshalber derzeit meiden!

Wer beim Tagesgeld und beim Festgeld immer auf dem Laufenden sein möchte und auch eine qualitative Seite hiefür sucht, ist beim Geldmarie-Ableger Tagesgeld-Festgeld.at (siehe Linktipps) immer gut und (wöchentlich) aktuell aufgehoben.

Geldmarie-Linktipps - Sparen mit Einlagensicherung:

Anlageklasse 2 - Relativ sichere Anlagen mit guten Zinsen

Hier möchten wir Sie zuerst einmal auf unsere Rubrik neue Unternehmensanleihen aufmerksam machen - aufgrund der langen Niedrigzinsphase sind im Anleihensegment derzeit nämlich nur Corporate Bonds ab und an eine Überlegung wert.

Publikumsanleihen sind leider weiterhin eher selten, ab und an gibt es aber immer wieder welche. Daher ein Bookmark (Lesezeichen) der genannten Seite setzen und ab und an vorbeisehen bzw. regelmäßig Geldmarie lesen - über neue (halbwegs attraktive) Publikumsanleihen berichten wir fast immer im Ad-hoc Bereich oder auch auf Facebook.

Natürlich ist bei Anleihen auch ein Totalverlust möglich - achten Sie daher auch auf die gute Bonität solcher Unternehmen und kalkulieren Sie mit ein, dass bei längeren Laufzeiten die Bilanzen von Unternehmen auch einmal kippen können. Im Normalfall gilt: Je höher die Zinsen, desto höher das Risiko...

Diesbezüglich ziemlich solide sollten hier die dauerhaft zu habenden Anleihen von Spar sein - bei kurzen Laufzeiten fahren Sie aber mit Tagesgeld oder Festgeld im Normalfall besser bzw. sicherer. Auf 5 Jahre zahlt Spar derzeit immerhin noch 1,60 Prozent - da kann derzeit kein Sparbuch mit (gerade beim Festgeld gibt es ähnliche Angebote) und damit könnte man aktuell zumindest erfolgreich der Inflation etwas gegensteuern. Auf 12 Monate zahlt sparanlage.at übrigens immerhin 1,00%, auf 36 Monate z.B. 1,35% - auch nicht übel und überschaubares Risiko in Sachen Laufzeit...

Ein Lieblingsthema der Geldmarie ist auch der Peer-2-Peer-Kredit (Kredite von Privat an Privat) - Infos dazu erhalten Sie hier: Kredite von Privat - P2P-Kredite.

Sehr interessante sind hier derzeit z.b. 2 Portale aus dem Baltikum: Sowohl Mintos als auch Bondora bieten hochverzinste Kredite (zumeist in den ehemaligen Ostblockstaaten) an, an welchen man sich mit Kleinstsummen beteiligen kann. Bei Bondora liege ich (mit Kleinstsummentest) nach rund einem Jahr bei ca. 15 Prozent Performance (das wird aber ob zu erwartender Ausfälle noch nach unten gehen), bei Mintos ist der Test erst vor ein paar Monaten gestartet (dort scheint die Bonität der Kreditnehmer besser, die Renditen könnten aber auch kleiner ausfallen). Wer sich dafür interessiert (Restrisiko natürlich vorhanden!): Siehe Linktipps, vielleicht einmal mit Kleinbeträgen testen und selber Erfahrungen sammeln und Strategien testen.

Geldmarie-Linktipps - Sparen mit wenig Risiko

Anlageklasse 3 - Mittleres Risiko, interessante Ertragschance

Dem Investment via Crowdinvesting mittels nachrangiger Darlehen (=keine Unternehmensbeteiligung, ähnlich wie Corporate Bonds, zumeist KMU) sei die mittlere Anlageklasse derzeit gewidmet. Gegenwärtig bieten fast alle Crowdinvestingportale diese Anlageform an.

Das Ausfallsrisiko solcher Investments ist natürlich deutlich höher als bei Corporate Bonds großer Betriebe - die dafür gebotenen Zinsen (und oft auch Naturalleistungen) könnten aber durchaus eine Bereicherung für ein gemischtes Portfolio darstellen. Sehen Sie sich das einfach selber an, wieweit das für Sie persönlich interessant sein kann. Je länger es das Unternehmen schon gibt, desto sicherer ist wohl auch die Anlage - Start-Up's bergen auch bei der Variante "Nachrangdarlehen" ein sehr hohes Risiko in sich! Eine breite Streuung der Anlagesumme ist hier aber wohl kein Fehler - die Branche ist einfach noch zu jung, um verlässliche Daten in Sachen Ausfallsquote zu haben.

Bei Immobilienprojekten (derzeit auch in Österreich gewaltig im Vormarsch) wird es aber wohl weniger Ausfälle geben als bei "frischen Erfindungen aller Art". Mehr zum Thema hier: Crowdinvesting in Immobilien. Das Immobilien-Crowdfunding erlebt jedenfalls derzeit einen gewaltigen Boom, 2017 wurde rund die Hälfte der gesammelten 30 Millionen in Immobilienfinanzierungen gesteckt, 2018 wird es wohl sogar mehr. 7% auf 30 Monate (derzeit bei Immofunding, siehe Link) oder 6,50% auf 3 Jahre bei Rendity (siehe Link gleich darunter) bzw. 6% auf 2 Jahre (dagobertinvest, siehe Link) sind natürlich auch sehr verlockend...

Durchaus interessant (und auch neu im kleinen Echtgeld-Test der Geldmarie) auch ein Portal aus Lettland: EstateGuru finanziert via Crowdlending im Baltikum sehr gut verzinste und grundbuchbesicherte Immobilienkredite aller Art, ab 50 Euro ist man dabei (siehe Link). Die Ausfallswahrscheinlichkeit ist dort sogar geringer als bei den heimischen Projekten (bei denen sich die Bank die Sicherheiten schnappt und die Crowd für das Risikokapital sorgt), die Zinsen liegen sogar noch etwas höher als bei uns...

Beachten achten Sie beim Crowdinvesting undbedingt darauf, dass hier oft auch riskantes Beteiligungskaptial aufgenommen wird - solche Projekte sind dann oft natürlich deutlich riskanter (siehe Anlageklasse 5)!

Geldmarie-Linktipps - Nachrangdarlehen Immobilien (Auswahl)

Anlageklasse 4 - Anlegen mit konservativen Aktien, Fonds

2017 lief in Sachen Aktienmarkt (insbesondere in Wien) prächtig, der lange geprügelte ATX konnte sogar ein 8-Jahres-Hoch erreichen und erhöhte sich um satte 30 Prozent. Die Nachrichtenlage der meisten ATX-Werte ist nach dem 3. Quartal 2017 weiterhin gut - wer Qualität kauft, muss sich vor dem BREXIT und dem Trump-Vollhirschen keinesfalls fürchten.

Einige interessante Aktien aus Wien, die (bei gutem Börsenklima und solider Entwicklung des Unternehmens) demnächst bzw. mittelfristig gut laufen könnten:

  • Post - weiterhin hohe Dividendenrendite und derzeit noch günstig scheinende Kurse, da Konkurrenz von DPD in Österreich den Anstieg der Post-Aktie etwas gebremst hat. Die Umsatzzuwächse aus dem Paketgeschäft kompensieren derzeit den Rückgang beim Brief deutlich. Restrisiko: Probleme mit einer Beteiligung in der Türkei...
  • EVN - die Talfahrt bei den Strompreisen scheint gebremst. 2017/2018 könnte es wieder aufwärts gehen. Die EVN-Kraftwerke haben im Winter geglüht, die Quartalszahlen der EVN und die Nachrichtenlage waren bisweilen gut. Zuletzt aber schon stark gestiegen...
  • Uniqa und VIG (Vienna Insurance Group) - da litten die Kurse in den Vorjahren stark - wiewohl die Versicherungsbranche auch die nächsten Jahre sicher nicht boomen wird, scheinen die Preise der Aktien derzeit weiter zu niedrig.
  • Agrana - auch wenn der Zuckerpreis gerade eher schwach ist, die Zahlen der Agrana sind gut, die Dividendenrendite liegt bei fast 4 Prozent und es scheint so, als könne das Unternehmen weiter wachsen. Aktuell durchaus gute Einstiegsmöglichkeit.

Auch Aktien der oekostrom AG (die nur außerbörslich gehandelt werden, was zwar etwas mühsam ist, aber immerhin Depot- und Spesen spart) bleiben weiter auf meiner Einkaufsliste - die oekostrom AG hat nach vielen schlechten Jahren nun schon länger die schwarzen Zahlen erreicht, ist ausgezeichnet aufgestellt (Erträge im Endkundensegment plus mit Windkraftanlagen) und immer noch deutlich unterbewertet (lange Zeit hoher Verkaufsdruck von Leuten, die die Geduld verloren haben). Sich hier ein paar Stücke um die 100-105 Euro zu kaufen (Kurse sind zuletzt schon leicht angezogen, die Kapitalerhöhung 2017 war ein voller Erfolg), ist mittel- und langfristig wohl kein Fehler. Die Geldmarie hat sich schon länger mit oekostrom-AG-Aktien eingedeckt wird wohl auch 2018 wieder zuschlagen...

Weitere "green Investments" außerhalb der Börse: WK Simonsfeld, W.E.B. Windenergie - beides Windkraftbetreiber mit Rückenwind, und 2017 wehte der Wind durchaus gut. Insbesondere die WK Simonsfeld scheint mir noch unterbewertet und wird für 2017 wohl ein feines Ergebnis hinlegen...

Wer sich nicht in Direktinvestments wagt, könnte sich z.B. recht spesengünstig mit Fonds via Fonds-Supermarkt.de (siehe Tipp) eindecken - hier sollte man natürlich auch genau wissen, worin man investiert, Grundwissen über Fonds (auf der Geldmarie vorhanden) sollte man schon besitzen.

Im Test der Geldmarie (seit ca. 2 Jahren laufend) recht erfolgreich: Die Anlage in Fonds via vaamo. Risikobereitschaft wählen und einfach anlegen lassen: Bisweilen mit 13% (riskante Anlage), 8% (mittleres Risiko) und 5% Ertrag p.a. - aber es waren zuletzt ja auch sehr gute Jahre für gute Fonds!

Geldmarie-Linktipp - Fonds

Anlageklasse 5 - Risikoanlage mit Crowdinvesting

Zumindest 4 von 5 Projekten im Equity-Based-Crowdinvesting werden wohl die ersten 5-10 Jahre nicht überleben (einige fette bzw. auch dubiose Pleiten gab es schon, weitere sind jedenfalls noch zu erwarten) - dafür könnte aber das fünfte Geschäftsmodell in die deutlich schwarzen Zahlen führen und damit die Beteiligung am Unternehmen zur wirlich lohnenden Sache machen...

Die Erfahrungen mit Crowdinvesting in Österreich sind diesbezüglich noch endenwollend (erst seit 2013 ging es diesbezüglich richtig los) - nachdem die Banken aber derzeit noch immer eher wenig Risikokapital vergeben, suchen immer mehr Start-Ups Mezzanine-Kapital via Crowdinvesting. Und erhalten dies (oft auch für die Geldmarie ziemlich überraschend...) zumeist auch.

Crowdinvesting mit Unternehmensbeteiligung ("equity-based") wurde aber seit 2015 stark zurückgefahren - gegenwärtig werden zumeist Nachrangdarlehen angeboten, die aber oft auch eine Gewinnkomponente (die erst bei Erreichen gewisser Ziele schlagend wird) als "Zuckerl" eingebaut hat. Nur etwas für ganz Mutige - aber diesen gehört ja bekanntlich die Welt. Wiewohl (noch ein "blöder Spruch"): Prüfet, wer sich ewig/lange bindet...

Leider ein ziemlicher Nachteil beim Crowdinvesting: Die Bewertungen der Unternehmen sind oft ziemlich abenteuerlich (zu hoch), die bisherigen Zahlen von Start-Up's in der Regel noch nicht sehr aussagekräftig und die Pläne bzw. Zahlen/Prognosen der Start-Up's oft nicht das Papier wert, auf welchem sie geschrieben stehen...

Darum schnuppert die Geldmarie hier auch nur mit kleineren Beträgen rein und hat für Sie auch eine Rubrik mit (eigenen) Zahlen befüllt: Zahlt sich Crowdinvesting aus? Ein Geldmarie-Praxistest

Viel mehr zum Thema und alle heimische Portale bzw. laufenden Angebote finden Sie in unserer umfangreichen Rubrik Crowdinvesting

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Zuletzt verändert: 03. 01. 2018, 15h29