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Die Geldmarie

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Numismatische Fachbegriffe


Die wesentlichen Fachbegriffe für Münzensammler

Oft ist es für junge (oder neue) Fans des netten Hobbys "Münzen sammeln" schwer, den einen oder anderen Fachbegriff zu verstehen. Denn gerade beim Verkauf von Münzen im Internet werden oft Begriffe und Abkürzungen verwendet, die der Laie mit einiger Sicherheit nicht versteht bzw. nicht deuten kann. Da kann schon vorkommen, daß man viel zu viel für den Ankauf einer scheinbar netten Münze zahlt.

Vielleicht kann Ihnen diese Rubrik beim Verstehen der Numismatik ein wenig hilfreich sein:

Häufig verwendete Fachbegriffe in der Numismatik:

Agio
Ausgabezuschlag der Münze - Aufpreis von Nominale zum Ausgabepreis einer Münze. Bei Sammlermünzen (insbesondere bei Edelmetallen) üblich. Auch Aufgeld genannt.

Avers
Bezeichnet die Vorderseite der Münze. Das Gegenteil des Averses ist der Revers (Rückseite).

Bimetallmünzen
Münzen, die aus 2 voneinander getrennten Metallen bestehen (also keine Legierung von mehreren Metallen). Beispiele für (in Österreich) vorhandene Bimetallmünzen: Gold/Silber, Silber/Niob, Silber/Titan.

broschiert
Wenn eine Münze als Brosche getragen wurde - oft gibt es noch Spuren einer ehemals vorhandenen Nadel oder einer Spange.

Buillonmünzen
Münzen aus Edelmetallen, die der Anlage oder auch der Spekulation (Gold, Silber, Platin etc.) dienen. Beispiele: Philharmoniker, Krugerrand, Maple Leaf etc.

Erstabschlag
Bei Verwendung eines neuen Prägestempels haben die ersten Münzen (auch "Erstabschlag" genannt) ein besonders genaues/feines Münzenbild.

Feingewicht
Genaues Gewicht des Edelmetallanteiles. Bei Goldmünzen oder Silbermünzen wichtig zum Errechnen des aktuellen Edelmetallwertes.

Fehlprägung
Die Münze weicht vom Original ab - z.b. falscher oder fehlerhafter Inhalt des Motives. Immer wieder kommen solche Fehlprägungen auch in den Handel und erfreuen sich bei manchen Sammlern höchster Beliebtheit.

handgehoben
Die Münze wurde mit der Hand der Prägemaschine entnommen, sodass es zu keinen Beschädigungen kommen kann.

justiert
Auf der zu schwer gewordenen Münze wurden (erkennbar) Metallteilchen entfernt (oft abgefeilt).

Kurantmünze
Münze im Umlauf, deren Nominalwert durch das Edelmetall dieser Münze zumindest fast gedeckt wird. Heute nicht mehr relevant.

Kursmünzsatz
Zusammenstellung in (mehr oder minder) offiziellen Sets aller in einem Jahr ausgegebenen Kursmünzen (z.B. 1 Cent bis 2 Euro) eines Landes. Achten Sie beim Kauf darauf, ob es sich um offizielle KMS (=gängige Abkürzung für Kursmünzsatz) handelt oder um eigene Zusammenstellungen. Erstere weisen meistens die Qualität "handgehoben" auf, zweitere sind meistens etwas günstiger bzw. manchmal auch schon mit leichten Abnützungen.

Münzrollen
Kommt vorwiegend bei neuen Münzen in der Prägequalität "vorzüglich" bis "stempelglanz" vor. Münzensammler- und Händler greifen gerne auf diese Rollen zurück, da die Ware originalverpackt ist und auch so angepriesen werden kann. Münzrollen in Österreich sind zumeist auch zu 50 Stück - aber nicht immer (z.B. für den Handel) mit neuen Münzen! Also nur Münzrollen kaufen, deren Inhalt auch bekannt ist!

Münzstätte, Prägestätte oder Münzanstalt
Der Ort (der Betrieb), an dem die Münze(n) geprägt werden oder wurden.

Münzzeichen, Münzmeisterzeichen oder Münzstättezeichen
Zeichen (oder Symbole) auf der Münze, an denen man den Münzmeister (Leiter einer Münzstätte) oder die Münzstätte erkennen kann. In Deutschland sind derzeit 5 Münzstätten noch aktiv: A für Berlin, D für München, F für Stuttgart, G für Karlsruhe und J für Hamburg.

Nachprägung
Die Münze wird später hergestellt, als die aufgeprägte Jahreszahl annehmen lässt.

Neuprägung
Hier wird die Jahreszahl einer Münze bei der Herstellung in folgenden Jahren nicht verändert (z.B. bei den Golddukaten, die heute in den Banken erhältlich sind)

Nominalwert, Nominal, Nominale
Der aufgedruckte Wert (Kurswert) einer Münze - z.B. 2 Euro oder 10 Schilling. Hat nichts mit dem tatsächlichen Sammler- oder Materialwert zu tun.

Numismatik
Die Münzkunde, die Wissenschaft der Münzen.

Patina
Durch äußerliche Einwirkungen bzw. auch durch chemische Veränderungen innerhalb im Laufe der Zeit entstehende Schicht auf der Oberfläche von Münzen (bzw. anderen Gegenständen aus Metall). Häufig bei Kupfermünzen anzutreffen - dort ist aber auch der Grünspan sehr stark vertreten. Auch Silbermünzen neigen sehr stark zu Patina, mehr Infos zum Thema hier: Patina auf Münzen

Polierte Platte
Sehr populäre und hohe Prägequalität, welche mittels speziell polierten Prägestempeln erreicht werden. Dabei werden die Felder der Münze hochglänzend poliert, die höheren Stellen bleiben aber matt.

Proben
Wie der Begriff schon vermuten lässt, handelt es sich hier um nicht für den Umlauf bestimmte (und auch nicht als Zahlungsmittel gültige) Münzen, die oft auf minderwertigem Material hergestellt werden (wie z.B. Aluminium). Erst wenn die Qualität der Proben entspricht, werden dann die Originalmünzen angeboten. Passen Sie vor allem bei Onlineauktionen sehr auf, dass Sie keine billigen Proben ersteigern!

Rändelung oder Radrierung
Verzierung oder Schrift auf dem Randrücken einer Münze. Sollte früher primär Fälschungen erschweren und war darum vor allem bei teureren Münzen (z.B. Goldmünzen) sehr häufig anzutreffen.

Rauhgewicht
Das Gesamtgewicht einer Münze - im Gegensatz zum Feingewicht, wo der jeweilige Metallanteil (zumeist Edelmetallanteil) angegeben wird.

Revers
Rückseite der Münzen. Die Vorderseite wird Avers benannt.

Ronden
Noch nicht geprägte Münze (wie "Schrötling"). Das Münzplättchen wird aus dem Zain ausgestanzt.

Scheidemünzen
Münzen, deren Nennwert (Wert) den Metallwert übersteigt. Also populäre Umlaufmünzen, die als normales Zahlungsmittel (z.B. 1 Euro, 1 Schilling) in Verwendung sind, für Sammler aber eher weniger interessant sind.

Schrötling
Noch nicht geprägtes Münzplättchen, welches aber schon das Gewicht und die Form der noch zu prägenden Münze hat.

Überprägung
Eine bereits geprägte Münze wurde irrtümlich (oder auch absichtlich) mit einem weiteren, anderen Prägestempel überprägt und Teile des ursprünglich vorhandenen Münzbildes sind noch erkennbar.

Verprägung
Fehler bei der Prägung wie z.B. Doppelprägung, schlechte Zentrierung etc.

Zain
Ein Metallrohling in Barren- oder Stangenform, aus welchem die Ronden (Schrötlinge) hergestellt werden.

Zessalien
Münzen mit Prägefehler (die dann zumeist zur Wiederverwertung eingeschmolzen werden) .

Abkürzungen/Klassifizierung bezüglich Zustand (Erhaltung) der Münzen:

s.= schön
Die Münze weist deutliche Abnützungen auf - das Münzbild ist aber noch klar zu erkennen.

ss.= sehr schön
Die Münze hat schon kleinere Fehler bzw. kleinere Abnützungen.

vz.= vorzüglich
Kaum Abnützungen zu sehen (Münze war nur wenig im Umlauf)

stgl.= stempelglanz (oft auch "prägefrisch" oder "bankfrisch")
Keine Abnützungen sichtbar (Münze war noch nicht oder nicht schädigend im Umlauf)

hgh.= handgehoben
Münze wurde händisch der Prägemaschine entnommen und ist auch bei genauester Betrachtung (Lupe) fehlerfrei.

PP= Polierte Platte (in Deutschland häufig auch "spiegelglanz")
Münze wurde händisch der Prägemaschine entnommen und poliert (wird immer in Umschlägen/Etuis/Plastikverpackung ausgeliefert)

Abkürzungen von häufig bei Münzen verwendeten Metallen:

Die Abkürzungen sind praktischerweisen mit den Abkürzungen als chemisches Element ident.

Ag=Silber

Au=Gold

Al=Aluminium

Cu=Kupfer

Fe=Eisen

Ni=Nickel

Nb=Niob

Ni=Nickel

Pt=Platin

Sn=Zinn

Zn=Zink

Abschließend noch einige Tipps bezüglich: Wert von Münzen ermitteln

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Zuletzt verändert: 30. 05. 2018, 17h03