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Die Geldmarie

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Patina auf Münzen


Patina bei Münzen

Als "Patina" bezeichnet man bei Münzen eine kleine, dünne Schicht, welche sich im Laufe der Zeit auf der Münzoberfläche bildet und darauf unterschiedliche Farben bzw. Muster bildet. Oft gar nicht zur Freude von Münzsammlern - dabei ist Patina oft gar nicht so übel, wie man vielleicht denkt.

Bei nahezu allen Legierungen entsteht im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses früher oder später Patina. Bei Kupfermünzen ist es sehr häufig eine grüne Schicht, bei Silber sind es oft sogenannte "Milchflecken" (weißlich), bei Gold entsteht auch gerne eine rötliche Goldpatina.

Die Patina kann aus unteschiedlichen Gründen entstehen: Oxidieren, Sulfidierung, leichte Verunreinigungen auf bzw. in der Münze uvm. - in den diversen Diskussionsforen von Münzsammlern kann man nachlesen, wie sich die Freizeitchemiker unter den Numismatikern mit dem Thema gerne beschäftigen.

Patina entfernen oder nicht?

Schon über die Entstehung der Patina gibt es im Net sehr viele Meinungen und Thesen. Geht es aber um das Thema "Patina belassen oder Münze davon reinigen", gibt es die gröbsten Philosophieunterschiede.

Die Geldmarie kauft sich z.B. jeden Jahrgang der Wiener Philharmoniker Silbermünzen - eigentlich eine Bullionmünze (Anlegermünze). Schon nach wenigen Jahren haben sämliche Silbermünzen eine "Milchpatina" - und das, trotz des hohen Silbergehaltes 999/1000 der Münzen...

Verkauft man solche neuzeitlichen Münzen nun bei der Bank oder im Edelmetallhandel, erhält man sowieso den normalen Silberpreis dafür. Bei Sammlern wird man allerdings (im Gegensatz zu schönen Münzen) einen Abschlag hinnehmen müssen - auf Ebay oder Willhaben wird natürlich die schöner glänzende Münze den höheren Preis erzielen...

Mein Fazit für jüngere Münzen: Hier schadet es (meistens!) nicht, diese vor dem Verkauf zu reinigen. Ist kein aktueller Verkauf geplant, ist aber auch keine Reinigung erforderlich.

Derartige Milchflecken oder sonstige Patina ist oft gar nicht so schwer zu entfernen: Im Handel gibt es diverse Reinigungslösungen, Tauchbäder, Pflegecremes etc. - manche Sammler greifen sogar zur Zahnbürste und zur Zahnpasta.

Da ich nur ganz selten sehr verschmutzte Münzen reinige, Patina aber belasse, ist das Thema "ideale Reinigungsmittel" den Münzforen überlassen, wo man oft sehr wilde Diskussionen zum Thema findet. Wenn schon Patina entfernen, dann unbedingt vorher genau einlesen!

Das Entfernen der Patina kann nämlich sogar dem Wert der Münze abträglich sein! Eine schöne Patina ist nämlich oft ein Altersbeweis, der gerade bei historischen, teuren bzw. seltenen Münzen sehr gefragt ist. Bringt man solche Münzen auf künstlichen Hochglanz, ist das nicht immer von Vorteil... Also sicherheitshalber Finger weg von solchen Münzen!

Es gibt sogar viele Münzensammler, die Münzen ob einer schönen Patina kaufen. Daher werden Sie im Net auch viele Anleitungen finden, wie man eine künstliche Patina herstellt bzw. wie man die Patinabildung beschleunigen kann.

Wollen Sie eine rasche Patinabildung vermeiden, hier ein paar Grundregeln:

  • Münzen nicht mit den Fingern bzw. der Hand berühren. Handschuhe bzw. Pinzette verwenden
  • Münzen dunkel lagern - im Sonnenlicht wird es rasch zu chemischen Prozessen kommen
  • Auf den Münzen nicht herumreiben
  • Die Münzen in Kapseln lagern - idealerweise luftdicht

Meine (persönliche) Grundregel für Patina: Auf alten Münzen bzw. Münzen die nicht verkauft werden sowieso belassen, bei jüngeren Münzen vor Verkauf prüfen, ob eine vorhandene Patina dem Verkaufspreis abträglich ist.

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Zuletzt verändert: 06. 06. 2018, 17h30