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Die Geldmarie

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Checkliste Grundstückserwerb


Erwerb eines Grundstücks - Worauf sollte man achten?

Wie schon in der Rubrik Auswahl eines Grundstücks erwähnt, kann man beim Kauf einer Liegenschaft schwere Fehler begehen - auch bei der Kaufabwicklung selbst können im Vorfeld wichtige Sachen nicht bedacht werden.

Diese Rubrik soll Ihnen helfen, wesentliche - oft auch rechtliche - Fragen beim Grundstückskauf (oder Kauf eines Hauses) nicht zu vergessen. Nachdem beim Grundstückskauf ohnehin ein Notar oder Rechtsanwalt obligat ist, kann Ihnen dieser mit Sicherheit einige dieser Fragen beantworten. Auch die Gemeinde oder das Magistrat sollte schon im Vorfeld einige Unsicherheiten (wie unten erwähnt) beseitigen können.

Weiter unten geht es dann schon um das liebe Geld und um Planung - Planungen, die man unbedingt vor dem Kauf machen sollte...

Rechtliches beim Grundstückskauf

Fragen an den Notar oder den Rechtsanwalt bezüglich Grundbuch

  • Ist der Verkäufer berechtigt, mir das Grundstück zu verkaufen? (Ist er auch der Eigentürmer lt. Grundbuch etc.?)
  • Ist das Grundstück mit Krediten etc. belastet? (lt. Grundbuch)
  • Sind Servitute vorhanden (Wegerecht, Fruchtgenuss etc.)
  • Gibt es bauliche Auflagen, die im Grundbuch vorhanden sind, wie sieht das Grundstück (Gebäude) derzeit im Grundbuch aus? Ist alles legal erfolgt?
  • Gibt es etwaige Vorkaufsrechte? (z.B. auf Nachbargrundstücke)

Fragen bezüglich Flächenwidmung (Gemeinde, Magistrat, Notar, RA)

  • Wie ist das Grundstück gewidmet? (Bauland, landwirtschaftliche Fläche etc.)
  • Sind in der Umgebung Umwidmungen geplant?
  • Bauauflagen bzw. wann oder bis wann und wie ist ein Hausbau erlaubt, verlangt?
  • Naturschutzgebiet, Quellschutzgebiet?
  • Bebauungsvorschriften? (Höhe, Stil, Auflagen etc.)
  • Rechtliche Grundlagen: Gehsteigräumverpflichtung, Baumschnitt bei Stromleitungen, Sturmschäden etc.
  • Gibt es Planungen von größeren Bauvorhaben/Infrastrukturmaßnahmen (Straßen, Betriebe etc.) in nächster Zukunft?

Sehr oft sind diese Fragen auch schon ohne Auskunft logisch erklärbar: Wenn Sie in einer Dorfstraße mit ländlicher Struktur (Haus an Haus) einen Megabau hinstellen wollen, der überhaupt nicht ins Ortbild passt, sollten Sie sich eher im Hinterland einen Baugrund suchen. Auch wenn Sie ein Grundstück im Umfeld einer wachsenden Stadt erwerben, wird klar sein, daß in ein paar Jahren noch viel mehr Häuser, Industriegelände etc. dazuwachsen werden und natürlich auch der Verkehr mehr wird. Bösartiger kann es schon sein, wenn Sie sich in einer Einflugschneise eines Flughafens ein Plätzchen suchen und genau an den Tagen Ihrer Grundstückvisite die Lande- oder Startbahn nicht angeflogen wird...

Da hilft, was oft die ideale Form ist: Das Gespräch mit den "Ureinwohnern" dieser Gegend. Diese wissen oft auch alle Vorschriften, Auflagen etc., die in dieser Region üblich sind.

Finanzielles Planen beim Grundstückserwerb

Der Kaufpreis einer Liegenschaft ist nicht ident mit den tatsächlichen Kosten! Oftmalig machen Menschen den Fehler, die zahlreichen Nebenkosten nicht zu berücksichtigen und bringen sich dadurch schon sehr früh (insbesondere bei eng kalkulierten Krediten und wenig Rücklagen) in schwere finanzielle Nöte. Hier finden Sie eine kleine Orientierungshilfe bezüglich möglicher Nebengeräusche, die beim Grundstückskauf noch auf Sie zukommen können bzw. werden:

  • Kaufpreis
  • Kosten für Notar, Rechtsanwalt und Gerichtsgebühren
  • Grunderwerbsteuer
  • Kosten für den Eintrag ins Grundbuch
  • Maklergebühren bzw. Vermittlungsprovisionen (wenn vorhanden)
  • Eventuelle Abfindungszahlungen an Mieter, Pächter, Servitusrechten
  • Sachverständigenkosten (Statiker etc.)
  • Aufräumkosten (Entrümpelung, Sanierung, Gartengestaltung)

Rechnen Sie also sicherheitshalber in Ihrer Kalkulation beim Grundstückskauf noch zumindest 10% Reservepolster ein - dann sollte normalerweise keine böse Überraschung passieren.

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Zuletzt verändert: 29. 10. 2012, 08h28