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Die Geldmarie

Das unabhängige Finanzportal

Tipps und Tricks rund um die Marie

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Kredithöhe


Die Kredithöhe ist mehrere Überlegungen wert

Einer der häufigsten Fehler bei Umschuldungen bzw. Kreditaufnahmen: Die Kredithöhe wird nicht passend gewählt. Zumeist wird die Kreditsumme nämlich etwas zu niedrig angesetzt.

Das hat in vielen Fällen 2 Gründe:

  1. Die Bonität des Kreditnehmers reicht nicht für eine höheren Kredit aus (auch nicht bei längeren Kreditlaufzeiten).
  2. Man nimmt nur die Summe auf, welche auf den ersten Blick ausreichend erscheint.

Kredithöhe längerfristig überdenken

Beim ersten Punkt (Bonität nicht ausreichend) gibt es wenig Möglichkeiten. Entweder Einkommen erhöhen bzw. Fixausgaben reduzieren - dann könnte auch die Haushaltsrechnung dem Kreditwunsch entsprechen.

Aber auch bei guter Bonität passiert Kreditnehmern (und den Kreditbearbeitern) oft der Fehler, dass die Kredithöhe zu tief angesetzt wird. Das Gegenteil ist eher selten der Fall.

Die kleinsten Unregelmäßigkeiten können dann schon nach wenigen Ratenzahlungen zu weiteren finanziellen Engpässen führen und der Kreditnehmer hat sein Girokonto schon wieder (teuer) überzogen bzw. kann sich sogar die Kreditraten nicht mehr leisten.

Ein paar diesbezügliche Klassiker: Arbeitslosigkeit, Urlaub, längere Krankheit, Autokauf, Haushaltsgeräte etc. Denn oft kommt es anders, als man denkt...

Im besten Fall müssen Sie dann schon nach kurzer Zeit wieder kurzfristig das Konto überziehen (was deutlich teuerer ist als ein geregelter Kredit).

Schon schlimmer: Sie müssen den Kredit anpassen ("umschulden") und zahlen wieder jede Menge Spesen (Bearbeitungsgebühr, neue Sicherheiten wie Risikoversicherungen etc.).

Katastrophenfall: Sie bekommen überhaupt keinen Kredit mehr und der alte Kredit wird fällig gestellt.

Reserve bei Kreditsumme einplanen

Wenn man schon einen Kredit zur Schuldenabdeckung aufnimmt, so sollte auch dauerhaft gesichert sein, dass man durch kleinere und größere Störungen im Finanzalltag (siehe oben) nicht sofort aus der finanziellen Bahn geworfen wird.

Und unerwartete Ausgaben (welche im Haushaltsplan keine Berücksichtigung gefunden haben) kommen mit Sicherheit!

Was also tun?

Entweder Sie haben sich für solche Fälle ohnehin einen "Notgroschen" angelegt (auf Sparbüchern bzw. sofort verfügbaren Konten - z.B. bei Direktbanken) - oder Sie planen in der Kreditsumme ein wenig Spielraum nach oben ein.

Besonders bei Kontoabdeckungen sollte gewährleistet sein, dass das Girokonto nach der Überweisung der Kreditsumme eindeutig und nachhaltig im Plus ist. Sollten sich höhere Ausgaben in naher Zukunft abzeichnen (z.B. ist das Auto schon in die Jahre gekommen), sollten Sie auch diese schon in die benötigte Kreditsumme einrechnen.

Darüber hinaus sollte man dann auch noch einen individuellen Sicherheitspolster einplanen. Einen einheitlichen Prozentsatz kann die Geldmarie seriöserweise hier nicht nennen - über den "persönlichen Notgroschen" müssen Sie schon selbst nachdenken.

Zum Glück gibt es aber nicht nur Ausgaben zu bedenken. Manchmal kommt auch (mehr oder minder überraschend) Geld ins Haus. Wenn Sie schon keine Erbschaft machen, so könnte ja doch ein Bausparer ablaufen, ein Sparbuch fällig werden oder eine Lebensversicherung ablaufen.

So hier in absehbarer Zeit beträchtliche Summen zu erwarten sind, muss die Kreditreserve nicht so dick angelegt werden - man sollte eher schon bei Kreditabschluss an eine vorzeitige Rückzahlung (teilweise oder gänzlich) denken und diese Option auch vor Kreditabschluss mit dem Berater besprechen.

Nebenkosten und Nebengebühren beim Kredit beachten!

Worauf man auch sehr gerne vergisst - bei der Kreditvergabe fallen immer Kosten an. Manchmal auch ganz schön hohe Kosten...

Ein guter Finanzberater sollte diese natürlich schon vorher kennen und in Sachen Kreditsumme berücksichtigen - aber es gibt eben nicht nur gute Berater...

Beachten (und erfragen) Sie also unbedingt diese Gebühren - beim Hausbau gibt es ja schließlich auch nicht nur Kosten des Baumeisters... (viel mehr dazu in unserer Immobilienrubrik).

Fixe bzw. variable Nebenkosten und Nebengebühren bei der Kreditaufnahme könnten z.B. sein:

  • Bearbeitungsgebühr
  • Maklergebühren
  • Notar- und Anwaltskosten
  • Grunderwerbsteuer
  • Kosten für Sicherheiten

Kredithöhe und Kreditdauer

Lassen Sie sich in Sachen Kredithöhe und Kreditdauer unbedingt Zeit mit den Überlegungen. Kreditbedarf entsteht zumeist nicht schleichend über Nacht - daher sollte man sich auch ein paar Tage Zeit lassen, über diese wichtigen Parameter zu entscheiden.

Wenn Sie das Gefühl haben, nicht optimal beraten zu werden, holen Sie sich unbedingt noch einige andere Meinungen (=Angebote) ein. Das kostet außer Zeit nämlich nichts und erspart Ihnen vielleicht hohe Kosten bzw. auch weitere, gröbere und dauerhafte Probleme.

Eine sehr rasche und einfache Orientierungshilfe könne auch unser Kreditrechner sein.

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Zuletzt verändert: 04. 04. 2013, 10h21