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TilgungsträgerDer Tilgungsträger muss einfach passen!Sie lesen schon aus dem Titel dieses Artikels, dass die Geldmarie beim Tilgungsträger besonders vorsichtig ist. Denn schon viele Kreditnehmer haben bei endfälligen Krediten eine Überraschung erlebt - bzw. steht ihnen eine solche noch ins Haus... Gegen einen endfälligen Kredit gibt es ja (gute Bonität vorausgesetzt) kaum etwas zu sagen. Gerade bei diesen Krediten ist es aber wichtig, sich den Tilgungsträger genau anzusehen und möglichst viele Rechenbeispiele bezüglich Entwicklung des Tilgungsträgers anzustellen. Was ist ein Tilgungsträger?Da bei einem endfälligen Kredit die gesamte Kreditsumme erst am Ende der Laufzeit zurückgezahlt wird, muss bis dahin die Kreditsumme seperat via Tilgungsträger angespart werden. Dies ist in den meisten Fällen eine Kapitalversicherung (Lebensversicherung, Rentenversicherung, Fondsversicherung etc.), manchmal auch ein Fondssparplan (bzw. Aktiendepot), kann aber z.B. auch ein Sparbuch oder ein Bausparvertrag sein (was aber wesentlich seltener vorkommt). Vom Tilgungsträger erwartet sich der Kreditnehmer, dass sich dieser vielleicht auch besser entwickelt als geplant - wenn vorsichtig und auch umsichtig geplant wird, kann das auch durchaus der Fall sein. Ein "Sicherheitspolster" von 10-25% der fälligen Kreditsumme sollte schon eingeplant sein. Erwarten Sie sich aber keine utopischen Gewinne: Bei konservativen Tilgungsträgern (Lebensversicherung, Rentenversicherung, Anleihensparplan etc.) ist seriöserweise kaum zu erwarten, dass der Tilgungsträger wesentlich mehr Rendite erwirtschaftet, als Sie z.B. an Zinsen für das Darlehen zahlen. Dafür können Sie bei manchen Tilgungsträgern jedoch steuerliche Vorteile geltend machen. Wenn Sie sich aus dem Tilgungsträger auch noch hohe Gewinne erwarten, erfordert es aber bei der Auswahl des Tilgungsträgers schon etwas Mut (und Risikobereitschaft). Ein Aktienanteil sollte da schon vorhanden sein. Auch eine Kreditvariante in Fremdwährung kann man durchaus als mutig bezeichnen. Beides zusammen verdient schon durchaus das Prädikat "riskant" und sollte nur von Finanzprofis oder Menschen mit sehr guter Bonität gewählt werden. Lassen Sie sich bei der Auswahl des Tilgungsträgers umfassend beraten:
Ein guter Finanzberater wird Ihnen sämliche Varianten von Tilgungsträgern zur Verfügung stellen. Er oder Sie wird auch nicht von "10% pro Jahr und mehr" schwärmen, sondern Sie vorerst auf den "worst case" vorbereiten: was ist, wenn sich der Tilgungsträger schlecht entwickelt... Die Entscheidung kann er Ihnen aber nicht abnehmen - die müssen dann schon Sie treffen! Banken empfehlen als Tilgungsträger aus Sicherheitsgründen (für sie selbst) klassische Lebensversicherungen, Anleihesparspläne oder Rentenversicherungen. Bei Fondsveranlagungen mit Aktienanteil wird oft (zurecht) eine höhere Abdeckung verlangt, als die Kreditsumme ausmacht.
Ganz wichtig:
Es macht also durchaus Sinn, wenn Sie schon sehr früh einen Tilgungsträger beginnen - auch ohne zu wissen, dass Sie tatsächlich einmal ein endfälliges Darlehen beanspruchen wollen. Ein wesentlicher Vorteil beim endfälligen Kredit mit Tilgungsträger ist übrigens die steuerliche Absetzbarkeit der Kreditzinsen - die Prämienzahlungen für den Tilgungsträger können Sie jedoch nicht absetzten! Denn der Tilgungsträger ist einerseits (zumeist) vom Bankinstitut vinkuliert (sodass dieses auch über Nichtzahlung informiert wird und die Rechte am Geld bei der Bank liegen) und andererseits werden Sie den Tilgungsträger sicher nicht als lebenslange Rente beziehen. Zuletzt verändert: 01. 10. 2010, 14h57
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